Sa, 29. März 2014 
Einladung zum Symposium "Macht und Recht. Fluide Erscheinungsformen des 
Protests"
im Rahmen der Ausstellung "global aCtIVISm"

ZKM_Medientheater, 10−18 Uhr, Eintritt frei, Sprache: Deutsch

In Anlehnung an die großformatige Ausstellung „global aCtIVISm“ im ZKM | Museum 
für Neue Kunst widmet sich das Symposium dem globalen Aktivismus als neue 
Kunstform des 21. Jahrhunderts diesmal aus der Perspektive des Rechts.

Mit dem Aufkommen neuer Kommunikationswege und Technologien bieten sich auch 
für den zivilgesellschaftlichen Protest neue Erscheinungs- und Ausdrucksformen. 
Sie weisen gegenüber den bekannten Organisations- und Ausdrucksformen 
Besonderheiten auf, denen sich das Symposium unter dem Schlagwort 
„Grenzverflüssigung“ − räumliche Grenzen, (de-)zentrale Organisationsformen, 
Öffentlichkeit/Privatsphäre, Kunst/Meinungsäußerung, Minderheit/Mehrheit, 
Versammlung/Performance − nähern möchte.

Während Social Media eine wichtige Rolle bei der globalen Vermittlung 
aktivistischer Inhalte wie auch für die Kommunikation von AktivistInnen 
untereinander spielen, so verlagert sich auch die Kunst aus dem White Cube des 
Museums in den öffentlichen wie auch den globalen Daten-Raum des Internets. 
Gleichzeitig findet der globale Aktivismus Eingang in die Kunst − die Grenzen 
zwischen Kunst und Meinungsäußerung, Versammlung und performativen, 
künstlerischen Ausdrucksformen verschwimmen.

Lassen sich Hackerangriffe oder das Whistleblowing vor dem Hintergrund 
bestehender Eigentumszuordnungs- und Datenschutzkonzepte sowie dem Schutz von 
Geschäfts- und Betriebsgeheimnissen rechtfertigen? Schützen die Freiheitsrechte 
auch die virtuellen Formen des Protests? Während bei Versammlungen im realen 
Raum ein Vermummungsverbot gilt, wird ein Recht auf Anonymität im Netz 
diskutiert. Das führt zu der Frage, wie weit die staatliche Überwachung im 
Internet gehen darf? Wie verhalten sich die klassischen Organisationen zivilen 
Engagements durch Non-Governmental Organisations (NGOs) zu den neuen Formen des 
globalen Aktivismus?

Wenn sich das Recht nicht selbst verflüssigen soll, muss es diese neuen 
Entwicklungen des zivilen Engagements abbilden. Aber ist es möglich, für diese 
fluiden Erscheinungsformen Analogien zu einem Recht zu bilden, das auf klar 
konturierte Institutionen ausgerichtet ist? Die Schwierigkeiten zeigen sich 
bereits bei dem Versuch der Systematisierung. Auch er ist durch Verflüssigung 
geprägt. 

Das ausführliche Programm finden Sie unter: 
http://on1.zkm.de/zkm/stories/storyReader$8777#programm

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