Directors Lounge Screening
Anastasia Freygang
immer Auge (stimmen hören)

Donerstag, 17. März 2016
21:00
Z-Bar
Bergstraße 2
10115 Berlin-Mitte

Anastasia Freygang zeigt Videos und liest ihre Texte. Die Künstlerin, die sich nicht als Video-Künstlerin oder Filmemacherin bezeichnen möchte, experimentiert seit mehreren Jahren mit Video, das sie im täglichen Leben aufzeichnet, und bei Zusammenkünsten mit Freunden und anderen Künstlern. Für sie wurde Video zu einer Möglichkeit direkt zu kommunizieren, zumeist bei Live-Events.

Freygang hat bis jetzt auf unterschiedlichsten künstlerischen Feldern gearbeitet: Poesie, Performance, Photographie und, vielleicht besonders hervorzuhebend, gemeinschaftliche Projekte, urbane Orte in verschiedenen Städten zu erkunden und Räume zu öffnen, die sonst unerreichbar oder vergessen wären. In diesen temporären Projekten, die Paris, London, Berlin und Antwerpen umfassen, hat sie zumeist die Rolle als Kurator angenommen, wobei sie meist ihre eigene künstlerische Arbeit in die Projekte einschließt. Diese Art der gemeinschaftlichen Projekte scheint in Bezug auf die zeitgenössische Kunst sehr aktuell zu sein oder wie man sagt, "upfront". Ihr Videos andererseits finden ihre Referenz doch auch im frühen Experimentalfilm. Für längere Zeit schon nimmt sie Videos auf Digitalkassette und ohne weitere Bearbeitung auf, kombiniert sie aber dann mit Live-Lesung ihrer Lyrik. Das Directors Lounge Screening wird u.a. Videos zeigen, die in Berlin aufgenommen und geschnitten wurden. Nicht wirklich ihr Heimatstadt, ist Berlin die Stadt in der sie aufgewachsen ist, nachdem sie mit ihrer Familie aus Moskau zuwanderten. Die gezeigten Videos haben daher auch autobiographische Qualitäten, was mit Anastasias Rückkehr nach Berlin zusammenhängen mag, während sie gleichzeitig ein geradezu kosmopolitisches Leben zwischen London und anderen Städten lebt.

"Old Town DJ" and "Vertical Horizontal (extended)" erinnern mich auch an frühe Filme von Jonas Mekas. Mekas, der als Emigrant aus der Ukraine in New York in den 1960ern auf eine ihm völlig unbekannte Welt stieß, wollte mit seinen zum Teil ruppige Filmaufzeichnungen seines Alltags und von Kunstevents vor allem eines: “Verstehen". Im Gegensatz dazu geht es Anastasia darum, die Menschen zum Zuhören zu bewegen, zu sprechen in einer Zeit des täglich-ständigen Tohuwabohus audiovisueller und Textmessages. Ihr audiovisuellen Botschaften aus Text und Bild andererseits unterscheiden sich vielleicht nicht grundsätzlich von den Beat-Poeten, die ihre Wörter im alltäglichen Sprachfluss herunterhackten, ähnlich einem Sprachrekorder, der laut ausgestossene Bewußtseinströme aufzeichnen würde.

Wir freuen uns auf Ihr kommen zu diesem Video und Live-Poetry Event in der Z-Bar.
Bitte die veränderte Anfangszeit zu beachten! 20:00 Uhr statt 21:00!

Die Künstlerin wird anwesend sein und selbst lesen. Kuratiert von
Klaus W. Eisenlohr

Artist Link:
http://www.anastasia-freygang.com/
Links:
Directors Lounge  http://www.directorslounge.net
Richfilm  http://www.richfilm.de/currentUpload/
Z-Bar  http://www.z-bar.de

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richfilm productions, Klaus W. Eisenlohr, Osnabrücker Str. 25, D-10589 Berlin

eMail Adresse:          [email protected]
Homepage !!!            http://www.kw-eisenlohr.de
Film Produktion:                http://www.richfilm.de

Telefon:                        int.- 49 - (0)30 - 3409 5343 (BERLIN)
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