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Herzliche Einladung
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Lisa Spalt: "Viele sind kalt, wenige sind gefroren"
Lesung aus: "Das verwirrte Tier"
sa, 13. juni 2026, 20:00 Uhr

galerie wechselstrom
Grundsteingasse 44
1160 Wien


Ausstellung
Schuss - Gegenschuss
Fotographien von Otto Saxinger
Doppelportraitserie 2010-2026
im Rahmen von
"Grundstein 1/26 - keep on walking"

ausstellungsdauer 03. - 13. juni 2026
öffnungszeiten: mi.- sa. 16 - 20 h
finissage: sa. 13. juni 2026, ab 16 h
galerie wechselstrom
Grundsteingasse 44
1160 Wien


********************************************************************************************** Drei fühllose, ständig gelangweilte Psychopathen; ein surrealer Chor von Gottesanbeterinnen in einem Terrarium, deren Leben von den Psychopathen für ein unterhaltendes Theaterstück gehalten wird; ein bedrohliches Rudel Kojotis, die gesichert deren Traum, eventuell aber auch nur ein Gerücht sind, sowie eine "poetische Intelligenz", die das Leben der
Tiere organisiert, über Schmerzen schwadroniert, aber keine kennt:
In diesem Setting bleibt den Insekten eine einzige Hoffnung: eines Tages durch die Vollendung eines großen Werks hinter die Scheiben zu gelangen, dorthin, wo die
Psychopathen leben.

Dort lockt Eden, dort erklingen anstelle der Deko-Objekte die Glocken echter Birnen, dort singen Vögel, dorthin wollen die Gottesanbeterinnen – und dafür wollen sie so unerbittlich werden wie die Psychopathen selbst. Unterschiedlichste Konzepte von Automatik und Automatenartigkeit werden thematisiert, darunter Instinkt, automatisches und regelgeleitetes Schreiben, Psychopathie und künstliche Intelligenz … „Ich" allerdings entdeckt etwas, das es Bewegung nennt. Es entdeckt Wonnen und die Neigung – lang vergessene
Konzepte; und es entdeckt die unbemerkte, vergebliche, verbotene Geste,
die ihm zum Lebensinhalt wird.
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„Schuss – Gegenschuss“ kommt aus dem filmischen Kontext und
bedeutet die typische Kameraeinstellung in einer Dialogszene.
Personen, die im sozialen Umfeld des Künstlers eine wesentliche
Rolle spielen, wurden eingeladen, gemeinsam ein Selbstportrait
zu machen. Dabei wird die Belichtungszeit der Selbstportraits
auf fünf Sekunden ausgedehnt – einerseits, um den Akt des
Fotografierens bewusster zu erfahren, und andererseits, um das
Standbild quasi auf ein filmisches Bild „auszudehnen“ –
auch eine Reminiszenz an die Anfänge der Fotografie, als
Portraits nur mit sehr langer Belichtungszeit möglich waren.
Dabei entstehen immer zwei Portraits, wobei der Fotograf
in das Lebensumfeld des Modells eindringt und sich selbst
inszeniert - ein sozialer Dialog.
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www.wechsel-strom.net

mit freundlicher Unterstützung:
Stadt Wien - Kultur
Ottakring - Kultur



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