Ein Gedicht spielt nicht nur mit den grammatikalischen und semantischen 
Strukturen der Sprache, sondern inszeniert auch eigene Kompositionen aus Klang 
und Rhythmus. Wie lässt sich das Poetische in eine andere Sprache und Kultur 
übertragen? Was haben Computerlinguisten, Hirnforscher, Medientheoretiker und 
Philosophen zum Klischee vom unübersetzbaren, in seinen metrischen und 
sprachlichen Fixierungen verhafteten Gedicht zu sagen? Was halten 
Kulturvermittler von der Rolle des Gedichts im interkulturellen Dialog? Und wie 
begleiten Dichter und Übersetzer das Gedicht auf seinem Weg in die Welt? Wie 
übersetzt man und was setzt letztlich über, wenn übersetzt wird?

Beim diesjährigen Colloquium diskutieren am 28.5.2006 im Rahmen des 
poesiefestival berlin Experten aus verschiedenen Bereichen die Übersetzbarkeit 
von Poesie im Rahmen geht es weniger um die rein handwerklichen Grundlagen 
möglichst gelungener Übertragungen, sondern um die kulturellen, philosophischen 
und poetologischen Dimensionen des Übersetzens - und damit um den poetischen 
Mehrwert, der bei der Übertragung eines Gedichts in eine andere Sprache, Epoche 
und Kultur entstehen kann.

 

Das poesiefestival berlin findet statt vom 27.5. - 4.6.2006 und präsentiert 
Dichtung in Verbindung mit anderen Künsten. Weitere Infos unter: 
www.literaturwerkstatt.org <http://www.literaturwerkstatt.org/> 

 

 

So, 28.5.2006, 14.00 Uhr

Colloquium: Poesie und Übersetzung. Andere Perspektiven
Maschinenhaus, Kulturbrauerei

Mit Günter Abel (Philosoph, TU Berlin), Roland Bernecker (Generalsekretär 
UNESCO-Kommission Deutschland), Friedrich W. Block (Medientheoretiker, Stiftung 
Brückner-Kühner (Kassel)), Hinderk M. Emrich (Neurologe und 
Synästhesieforscher, Medizinische Hochschule Hannover), Eugen Gomringer, 
(Dichter, Institut für Konstruktive Kunst und Konkrete Poesie), Dieter Huber 
(Computerlinguist und Sprachwissenschaftler, Universität Mainz), Wolfgang Kubin 
(Übersetzer und Sinologe, Universität Bonn) Thomas Poiss (Klassischer Philologe 
und Literaturkritiker, Sonderforschungsbereich "Transformationen der Antike", 
HU Berlin)

Moderation: Matthias Kroß, Einstein Forum Potsdam

Anmeldung erforderlich: Email: [EMAIL PROTECTED] Fax: 030. 48 52 45 30

 
 
Boris Nitzsche
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
 
Literaturwerkstatt Berlin
Knaackstr. 97
10435 Berlin
Tel: [+49. 30] 48 52 45-24
Fax: [+49. 30] 48 52 45-30
e-mail: [EMAIL PROTECTED]
 
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www.lyrikline.org <http://www.lyrikline.org/> 
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