Sehr geehrte Mitglieder, Förderer und Freunde der Gesellschaft zur Förderung der Kunst und Medientechnologie Karlsruhe!

Hiermit möchten wir Sie auf eine Veranstaltung der Hochschule für Gestaltung im Rahmen des Lektüreseminars "Netzliteratur im Roten Salon", eingeleitet von Reinhold Grether, hinweisen:

Es liest DR. MATZE SCHMIDT
am Mittwoch, den 14. JUNI 2006
um 19:00 UHR
im ROTEN SALON im Erdgeschoß der HfG.
Der Eintritt ist frei.

Die Anregung zu diesem Kurs verdankt sich einer sudetendeutschen Initiative, die aus den eher theoretisch-historisch angelegten Seminaren der beiden letzten Semester hervorgegangen ist. Dabei stand der Wunsch, Netzkunst gemeinsam zu rezipieren und sich darüber klar zu werden, was man eigentlich tut, wenn man einen Text remixt, im Mittelpunkt. Ist ein Text einmal in freier Zirkulation, hat er sich von den Intentionen des Verfertigens entfernt. Die Arbeit der Herstellung kennt indessen keinen Autor, der den Text konzipieren müsste. Können sich diese beiden Bewegungen treffen? Was zeichnet Texte aus, die diese Verbindung suchen? Wo scheitert sie? Um solche Fragestellungen auch in der konkreten Begegnung mit Schriftstellerinnen/Schriftstellern und ihren Texten aktualisieren zu können, wurde die Veranstaltungsreihe »Netzliteratur im Roten Salon« entwickelt. An den dort vorgetragenen Texten sollen die Fragestellungen des Seminars exemplifiziert werden.

14. JUNI UM 19 UHR IM ROTEN SALON
DR. MATZE SCHMIDT LIEST AUS SEINEM STÜCK »DIE HARTWARENUTTEN«

ZUR PERSON
1967 in Hoyerswerda geboren, Besuch der Jugenmusikschule in Berlin. Fördergabe des Schiller-Gedächtnispreises des Landes Baden-Württemberg 1998, Autor des Jahres 1999 der Zeitschrift »transmediale gestern, heute, morgen«. Lebt als freier Autor in Berlin.

DAS STÜCK »DIE HARTWARENUTTEN«
Auf einer Parkbank am Rand der Schwäbischen Alb sitzt ein Lesbenpornodarstellerinnen-Pärchen. Wenn sie die »schönste Nebensache der Welt« betreiben, was sieht man dann eigentlich von ihnen und wer hat mehr davon – die beiden oder die Zuschauer? Eine Kuratorin kommt vorbei. Sie hat ihrem Geschlecht einen Ast angeeignet. Ist das richtig, wenn man doch niemals tun sollte, was sich nicht rückgängig machen lässt? Vier Männer diskutieren über Frauen mit Hornbrillen, über den Verzicht und die ständige Unruhe, eine »Gelegenheit« zu verpassen – und der einzige Künstler unter ihnen möchte wissen, ob die anderen »es« sich mit einer richtigen Frau vorstellen können. Die Antworten wandeln ihn schwerer an als gedacht. Zwei, drei, dann vier Galeristinnen sitzen am Bartresen. Es geht um eine Fusion, Betrug und den fließenden Übergang zwischen geschäftlichen und geschlechtlichen Interessen, bis die vierte sich als ein echter Überraschungsgast entpuppt. Ist es tatsächlich nur ein plötzlich aufkommender Wind, der die Baumkronen und die Menschen für kurze Zeit aus der Ruhe bringt?


Sollten Sie noch Fragen haben, erreichen Sie mich auch persönlich mittwochs zwischen 12 und 16 Uhr in der Lounge.


Freundliche Grüße

Oliver Gassner
Mitgliederbetreuung


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und Medientechnologie e.V.
Oliver Gassner
Lorenzstr. 19
76135 Karlsruhe

tel.:++49(0)721-8100-1967
fax.:++49(0)721-8100-1977

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