Am heutigen Weltnichtrauchertag findet wiedereinmal ein prohibitionistischer “Gedenk”-Tag statt. Es gibt mehrere Punkte die an dieser Veranstaltung zu bemängeln sind: Der Weltnichtrauchertag ist eine Fixierung auf ein gesellschaftliches Problem, welches Versucht wird mit Diskriminerung, Steuererhebung und im schlimmsten Falle Verfolgung auszumerzen. Nehmen wir hierzu das Positionspapier des AKTIONSBÜNDNIS NICHTRAUCHEN (http://www.who-nichtrauchertag.de/html/positionspapier.html) : Unter Punkt Eins, Tabaksteuern und Präventionsabgabe wird eine ” für den deutschen Markt eine kontinuierliche Erhöhung der Tabaksteuer sowie eine Abgabe von 0,10 € pro Zigarette, die in einen Präventionsfonds fließen soll” gefordert. An der Präventionsabgabe ist nicht viel Auszusetzen, aber gleich wohl, dass Tabak sowieso für viele Menschen jetzt schon ein sehr teures Gut ist. Wahrscheinlicher ist, dass mehr Menschen auf einen Schwarzmarkt ausweichen werden, der jetzt schon blüht - auch im Inland werden Zigaretten schwarz hergestellt. Wo das Material dafür wohl herkommt? Eher sollte über kontrollierte kostenlose Abgabe von Tabak an schwerstabhängige Nachgedacht werden. Punkt zwei: Tabakwerbung Nicht nur eine Tabakwerbung verführt “Kinder und Jugendliche” und sei “manipulativ”, auch entsprechende Gegenpropaganda ist es. Alleine schon die Formulierung “Kinder und Jugendliche”, welche natürlich alle Eltern aufhorchen lässt, ist es schon. Welche Marketingfirma wird wohl mit dem Design von Gegenkampagnen beauftragt? Wohin fliesst das Geld? Raucht der Designer? Punkt Drei: Nichtraucherschutz Vielleicht sollte im gleichen Atemzug über einen Raucherschutz nachgedacht werden. Raucherecken und somit die Konsumenten des Nikotins werden auch gerne ausgegrenzt von der spottenden Nichtraucherschaft. Und dies nur wegen einer Konsumierten Substanz. Punkt Fünf: Produktkontrolle und Verbraucherinformation Er wird mit wissentschaftlichen Ausdrücken um sich geworfen - jeder der nicht ein Medizinisches Wörterbuch dabei hat, kommt ins Stolpern; aber es wird letztendlich ein Raucherentwöhnungstelefon gefordert. Vom Akzeptierenden Ansatz meilenweit entfernt! Punkt Sechs: Schmuggel Es werden “wirkungsvolle Maßnahmen zur Schmuggelbekämpfung” gefordert, es wird Angst mit Korruption und Mafia gemacht, Angst Angst Angst. Am besten den Schmugglern gleich die Finger abhacken. Aber warum gerade die Schmuggler verfolgt werden sollen, und nicht die Hersteller bleibt unklar. Punkt Sieben: Schulische und massenmediale Prävention Es wird unter anderem gefordert, ” dass keine präventiven Maßnahmen bzw. Kampagnen mit finanzieller Unterstützung der Zigarettenindustrie durchgeführt werden. Prävention kann nur dann effektiv und glaubwürdig sein, wenn sie nicht von den Interessen der Tabakindustrie abhängig ist.” Das gleiche gilt aber auch für die Raucherentwöhnungsindustrie - Die Pharmaindustrie ist ja auch ein mächtiger Mitspieler.. Somit gleich der Übergang zu Punkt 8, Therapie - auch dieser Punkt wird behandelt, denn alle Tabakraucher sind nämlich Krank im Kopf. “Rauchen führt zu Abhängigkeit und Krankheit. Mindestens 30% (absolut: 6 Millionen) aller Raucherinnen und Raucher sind extrem abhängig.” Zwei schöne Sätze, und sie machen die Position klar, aber auch ohne Quellen zu nennen. Wie immer wird vergessen, dass die Pflanze Tabak schon viel länger als der moderne, tabakanpflanzende Mensch, auf diesem Planeten existiert und der Mensch ein gewisses Problem mit der Pflanze hat, nicht die Pflanze mit dem Menschen. mit freundlichen Grüßen, euer H.A.N.F. e.V. -- Hanf Museum Berlin Mühlendamm 5 - 10178 Berlin - Tel: 030 2424 827 eMail: [EMAIL PROTECTED] - http://www.hanfmuseum.de/
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