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*Friedensansichten – MACHT BILDER!*
Ist Frieden die Abwesenheit von Krieg oder umgekehrt? Frieden und Krieg
tragen heute beide Helme – nach Farben unterschieden. Selbst
Friedensforscher thematisieren eher Krieg und Konflikt. Zugleich
gewinnen Militär- und Polizeieinsätze, exekutive Maßnahmen gegenüber
legislativen weltweit an Selbstverständlichkeit – Sonderkommissionen,
Ausnahmezustände, Kriege.
Krieg steht nach dieser Logik auf der Seite des pragmatischen Handelns,
des Realitätssinns und der Menschenkenntnis. Und Frieden ist danach das
Utopische, Naive, etwas für Kinder und andere, die nichts von der Welt
verstehen. Für diese Aufteilung gibt es höchst unfriedliche Gründe und
Interessen. Jedenfalls versteht sie sich nicht von selbst. Sie
fortzuschreiben in unserem Darstellen und Vorstellen heisst, an der
kriegsbereiten Friedlosigkeit mitzuwirken.
Wie sehen Vorstellungen, Darstellungen, Bilder, Zeichen aus, die den
Friedensansichten die Kraft geben, derlei Festschreibungen und
Reduktionen zu durchbrechen? Wie können BildproduzentInnen verschiedener
Disziplinen - Design, Medien, Kunst, Wissenschaft etc. - ihre Ausdrucks-
und Wirkungsmächtigkeit aufwenden, um die politische und
gesellschaftliche Sprengkraft von Friedensansichten zu entfalten? Es
gibt viel, zu viel Anlaß diesen Aufruf auszubringen und den
wirkungsvollen Nachweis zu erbringen, dass die Friedensfrage sich nicht
mit der Abwesenheit von Krieg und nicht mit der Instrumentalisierung bis
zum Kriegsgrund befrieden lässt. Wir folgen, wie sonst, der Erfahrung,
dass die Macht der Bilder Realitäten schafft – geleitet aber von dem
politischen Anliegen, mit der bildlichen Repräsentation den öffentlichen
Diskurs neu zu befördern.
Wir rufen Sie auf, uns Ihre unterschiedlichen bildnerischen
Positionsnahmen, eben Ihre Friedensansichten zu schicken. (Deadline
15.11.2006)
Dieser Aufruf zielt darauf, den Beiträgen ein öffentliches Forum zu
geben. Über dessen Form und über die Verwendung Ihres Beitrags werden
wir uns mit Ihnen in Verbindung setzen. Bitte leiten Sie diesen Aufruf
auch weiter an andere Mitwirkungswillige.
Design2context, Institut für Designforschung der hgk z
Ruedi Baur, Clemens Bellut, Vera Kockot, Karin Prätorius, Chris Steurer
Kontakt: [EMAIL PROTECTED] <mailto:[EMAIL PROTECTED]>
T +41 43 446 62 02 / F +41 43 446 45 39
Hafnerstr.39, Postfach, CH-8031 Zürich 5
www.design2context.ch
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*Views of Peace – create images!*
Is peace the absence of war – or is it the other way around? Today, war
and peace both wear helmets – but in different colors. Even peace
researchers mainly broach the issues of war and conflict. At the same
time, all over the world, military and police missions, executive rather
than legislative measures become a matter of course – special
commissions, states of emergency, wars.
War, in this logic, belongs to the realm of pragmatism, the sense of
reality and the knowledge of human nature, while peace seems utopian,
naive, something for children and others who do not understand the real
world. This differentiation has it’s highly unpeaceful reasons and
interests; it is by no means self-evident. To keep it up in our
conceptions and representations is to take part in the war-disposed
peacelessness.
How do images, representations, pictures, or signs look that can bestow
views of peace with the power to overcome these fixations and
reductions? How can producers of images from different fields like
design, art, science, and the media, use their expressive powers to
develop the political and social impact of views of peace? There are
many, too many reasons for this appeal. The question of peace can not be
pacified with the absence of war or peace be exploited as a reason for
war. The power of images creates realities – our aim is to promote the
public discourse with the means of visual representations.
We call for your visual positions on this topic, your views of peace.
(Deadline 15.11.2006) This call aims at a public platform for all
contributions. We will be in touch with you as to the publication of
your contribution.
Please forward this call to other interested parties.
Ruedi Baur, Clemens Bellut, Vera Kockot, Karin Prätorius, Chris Steurer
Design2context, institute for design research, School of Art and Design
Zurich
contact: [EMAIL PROTECTED] <mailto:[EMAIL PROTECTED]>
Design2context
Institut für Designforschung der
Hochschule für Gestaltung und Kunst Zürich
Mitglied zfh
–
Hafnerstr.39
Postfach
CH-8031 Zürich 5
–
T +41 43 446 62 02
F +41 43 446 45 39
–
www.design2context.ch
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