hallo florian, (einigermaszen ausgeschlafen, einen tag nach der woa und nach vielen becks und staropramen, die sich im galeriekontext offenbar besser verkaufen lassen als z.b. berliner oder sternburg)
>die "Wizards of Ars(e)"-Karikatur ist lustig, adelt jedoch diejenigen, >die sie aufs Korn nimmt das war zu "berfuerchten" und bestimmt auch das letzte mal. oder wie gestern jemand in einem anderen zusammenhang sagte: einer muss ja den job machen. ich tippe hier aber nicht als botschaft(l)er der wizards of arse-macher, sondern mal als beobachtender des zu veranschlagenden systems. es existieren ja 2 waschzettel-texte zum thema: "Ein Doppelbezug zur "Wizards of OS" und zur "Ars Electronica" macht es nicht eben einfacher. So viele Aersche sind mit USB-Sticks zu versorgen. Es ist doch so: Alle wissen es, aber keiner sagt etwas. Darum sind die anderen und Zampa die Helden des Dissens (des Diss-ens und des Dissing) dieses Herbstes. Denn die groszen neuen Machtknoten der staatlich subventionierten Mediennetzwerke, wie sie sich seit Mitte der 1990er Jahre herausgebildet haben, schieben sich - zur Person geworden - die Poestchen zu und schachern um die Marktanteile im Politkultursektor / Abteilung EDV, im Mikro- wie im Bundesbereich." und "Die Gruppe im Raum der Schwedenstr. 16 hat Künstler und Künstlerinnen der Sparten Video- und Computerkunst, Elektronik und Musik, sowie Karikatur und Performance eingeladen, sich mit dem Thema der Machtverteilung in Kulturnetzwerken zu beschäftigen. Ziel ist, Abhängigkeitsverhältnisse und damit verbundene Schwierigkeiten für den je eigenen Arbeitsprozess fruchtbar zu machen. Der Titel der Veranstaltung spielt ironisierend auf die Großveranstaltungen "Wizards of OS" (Berlin) und "Ars Electronica" (Linz) an, die beide im kulturpolitischen Bereich der Medienkünste trendsetzend wirken." >(...) läßt Eure Analyse zu wünschen übrig. der zweite ist quasi die uebersetzung des ersteren - um eine offen gefakte kombatibilitaet innerhalb des rahmens der kulturfoerderung der sozialen stadt im wedding herzustellen - der seinerseits wiederum keine analyse bietet, sondern bloszes statement mit vielen boesen andeutungen ist. beide insgesamt - immer in kopplung mit der karikatur von zampa (die kurz vor dem loeschen durch die wikipedia-zensur momentan noch hier zu finden ist: http://www.n0name.de/zampa/wizards_of_arse-berlin_330x.png [stand 30.09.2006 23:46]) bringen jeweils verschoben sicher mehr hass-attituede als klaerung zum vorschein. analyse und dezidierte kritik ist ja nicht die 'sache', dafuer haben die leute naemlich gar keine zeit, weil alle jobben muessen oder die selbst-verwaltung nach anleitung und auf befehl der "agentur fuer arbeit" zu erfuellen haben. ich erinnere als anregung nur an die naive und schon damals neo-liberal anmutende "analyse" von dirk baecker, der in dem merve-buechlein _Im Netz der Systeme_, herausgebracht nach der ARS ELECTRONICA 1989, doch sehr aalglatt behauptete: netze (und hier sind vor allem die damals sehr neuen mediennetze, sprich computernetze gemeint) koennten nicht mehr als hierarchien, sondern nurmehr - gut foucaultisch - als heterearchien beschrieben werden. das ist, wenn man so will, die systemtheoretistische (achtung! luhmann- meisterschueler) variante des rhizoms. bei der betrachtung des amts fuer propaganda der brd-regierung, division medienmache, zustaendig fuer freie software und dunkles fiberglas, mit sitz in der hauptstadt (bundeszentrale fuer politische bildung) wird dann aber schnell klar, dass die knoten der netze vor allem gesellschaftliche sind. was die 'kanaele' angeht, also alles was auf den linien zwischen den zwischenraeumen, die das netz mit-konstituieren, so laeuft, so kommen diese sog. inhalte wie es scheint erst nacherhand. geldfluss = netzwerken, das ist der, wenn auch billige, aber immerhin moralische anwurf der wizards of ars(e). vielleicht thema fuer _Das Netz II_ von lutz dammbeck? die vorwuerfe sind breit - gewiss, sie sind unhaltbar - sicher. doch die _ars of os_ sind in sachen verbraucherschutz und medienkompetenz bestimmt schon wieder unterwegs. was die personelle verteilung angeht, von lovink bis ... usw., so ist diese aber recht exakt, denn die kalifornische ideologie (-> lovink/schultz) ist doch nur in den / und durch die gemeinten kreise - und da sehe ich diskussionsbedarf - ersetzt worden von einer europaeisch-gruenen »oekolomischen« ideologie (-> grassmuck), deren versprechen wohl ist, dass alle ein bisschen mehr mitreden sollen duerfen bei der kapitalistischen dienstleistung- und warenproduktion im sektor der informatikgestuetzten medienkomunikation. zum abschluss und zur entspannung ein kleiner songtext, wie das heutzutage ueblich ist in malinglisten: I bet you look good on the shopfloor (38317) Your are looking for good business in shared space All your friends are wearing the Fair Trade logo tattoo And they all believe in independend labels And some cool apes from the net are your favourite brrf You are dancing in the sweatshop in an open source plant Like a penguin Allmende, allmende Open Source Open Army Open Death Open Ass Open Nose Open Dope Open Camp Open Shit I bet you look good on the shopfloor I bet you look good on the shopfloor Working like a microslave from 1994 Working like a microslave from 1994 (c) 2006 n0name g m
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