> Filmkollektiv Kinoki Now! > Osnabrück
> Pressekontakt: 0174/9250035 > Hausdurchsuchung bei einem Mitglied > des Filmkollektivs Kinoki Now! > Am Donnerstag, den 05.10.2006 durchsuchten Mitarbeiter der > Osnabrücker Polizei die Wohnung von Timo Luthmann, einem Mitglied > des Filmkollektivs Kinoki Now!. Dabei wurden Computer, > Videokassetten, eine Fotokamera und eine große Anzahl Datenträger > beschlagnahmt. > Der Grund für dieses Vorgehen ist laut Durchsuchungsbeschluss der > Verdacht der Beleidigung einer Mitarbeiterin der ZAAB Oldenburg > Außenstelle Bramsche. Der Osnabrücker Medienstudent soll nach > Angaben der Mitarbeiterin eine Flugblattverteilaktion vor ihrem Haus > gefilmt haben, welche sie nach ihrem Gefühl verunglimpft habe. Dabei > hat der Beschuldigte jedoch mehrere Zeugen, dass er sich zur Tatzeit > an einem anderen Ort aufgehalten hat. > Interessant ist, dass der Antrag auf Hausdurchsuchung in erster > Instanz vom Amtsgericht Osnabrück abgelehnt wurde. Erst in zweiter > Instanz, auf innenpolitischen Druck hin, so wird vermutet, wurde dem > Antrag am Osnabrücker Landgericht stattgegeben. > Die polizeiliche Maßnahme steht in keinem Verhältnis zum wenig > stichhaltigen Tatvorwurf und verletzt die Grundrechte des Studenten. > Gleichzeit wächst der Verdacht, dass eine kritische > Gegenöffentlichkeit eingeschüchtert werden soll, da das > Filmkollektiv Kinoki Now! die Dokumentation [Der Lagerkomplex] > Flüchtlinge, Bramsche-Hesepe und die Freiwillige Ausreise (2006) > produziert hat, welche am Freitag 13.10.2006 um 15.00 Uhr in der > Lagerhalle im Rahmen des Unabhängigen Filmfestes Osnabrück > vorgeführt wird. Derzeit steht die Landesregierung mit ihrer > Lagerpolitik zunehmend unter Druck, durch vermehrte Proteste in den > Lagern Oldenburg und Bramsche.
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