*Nicht böse sein! *
während der 57. Internationalen Filmfestspiele Berlin


SCHLOCK IT TO ME! - Gala
Sonntag, 11.2.2007, ab 16 Uhr auf dem Potsdamer Platz

Nicht böse sein! Wir kommen trotzdem! Wir feiern unsere SCHLOCK-IT-TO-ME!-Gala 
gemeinsam mit Ihnen und zahlreichen B-Sternchen, die sich zum Fotoshooting auf 
dem roten Teppich angemeldet haben. Wir sind nicht böse! Wir haben Ihnen sogar 
unsere Geschenke mitgebracht - ein Notfallkit für schwierige Lebenssituationen 
mit folgender Grundausstattung:
Glasperlen, ein Einweg-Multifunktionsröhrchen für den hygienischen Konsum von 
Lebenshilfen, ein Schnapsgläschen, ein Informationsblatt mit lebenswichtigen 
Adressen und natürlich eine Eintrittskarte für die Weltpremiere von "Nicht böse 
sein!".

Das Nicht-böse-sein-Kit gibt es wahlweise für Nichtraucher (+ 1 Bockwurst) und 
Vegetarier (+ Tabakreserve)

Nicht böse sein!, wenn Sie zu spät kommen sollten!
Nicht böse sein!, wenn die Geschenke schon alle sind!
Nicht böse sein!, wenn das Ordnungsamt vor Ihnen auf der Gästeliste steht!


SEKTEMPFANG / OFFIZIELLE WELTPREMIERE
Montag, 12.2.2007, 18 Uhr auf dem Potsdamer Platz

Hereinspaziert! Der rote Teppich ist ausgerollt, der Sekt gekühlt. Trinken Sie 
mit uns ein Gläschen auf unseren Dokumentarfilm "Nicht böse sein!" Kommen Sie 
mit den Machern und Helden ins Gespräch. Nicht böse sein! Wir feiern am Montag 
unsere Weltpremiere, weil selbst Dieter Kosslick unser Film gefallen hat:

"Es ist aber auch richtig und wichtig, dass ihr für Euren Film kämpft, auch 
wenn wir letztendlich doch bei unserer Entscheidung bleiben. Ich wünsche Euch 
trotzdem viel Glück und hoffe, ihr seid uns nicht böse!"

Nach dem Empfang gehen wir gemeinsam mit Ihnen zu unserem beheizten mobilen 
Kino, wo pünktlich um 18:45 die OFFIZIELLE WELTPREMIERE von "Nicht böse 
sein!"starten wird.

Infos zum Film und zur Aktion: 

www.nichtboesesein.de

"Nicht böse sein!"
Dokumentarfilm D 2006, 96 min., DV 
FSK: ab 12Jahren        


*Synopsis*. Johann Wolfgang ist Schriftsteller und alkoholkrank. Seit Jahren 
haben Dieter und Andi, die beide heroinabhängig sind, in seiner Wohnung Obdach 
gefunden. Für Andi reichen 24 Stunden am Tag gerade so aus, um seinen 
Tagesbedarf an Heroin decken zu können. Andi lebt in Wolfgangs Badezimmer. 
Dieter verschiebt aus Angst vor dem kalten Entzug immer wieder den Antritt 
einer 100-tägigen Ersatzfreiheitsstrafe. Dieter wohnt in Wolfgangs Küche. Trotz 
der Ausweglosigkeit ihrer Sucht und ständig ausbrechender Konflikte gelingt es 
ihnen immer wieder, aufeinander zuzugehen und über ein besseres Leben 
nachzudenken.

"Besonders wertvoll" (Filmbewertungsstelle)
"Mit "Nicht böse sein!" gelingt Wolfgang Reinke ein kleines Meisterwerk: das
Porträt einer ungewöhnlichen WG aus Abhängigen, das gleichzeitig berührt und
zum Lachen bringt."(ARD Online)

"Wahrhaftig!" (Nicole Heesters, Schauspielerin)

Warum diese Art der Weltpremiere? Trotz Ablehnungen unseres Filmes durch die 
Berlinale und anderer Festivals möchten wir unseren Film dem interessierten 
Publikum zeigen. Wir sind von der Geschichte und ihrer Qualität überzeugt, und 
wissen dass der Film sein Publikum tief berührt. Die Absagen der Festivals, die 
uns lobend auf die Schultern klopften, aber gleichzeitig schrieben: "Euer Film 
passt nicht in unser Programm!", nehmen wir als Aufforderung, unkonventionelle 
Wege zu gehen. Mit dieser Aktion machen wir auf die immer schwieriger werdenden 
Arbeitsbedingungen für Filmemacher aufmerksam und setzen uns ein für

        - eine risikofreudigere Förderung des Filmnachwuchses
        - eine Stärkung der produzentenunabhängigen kulturellen Filmförderung 
für Autoren 
        - die Ausweitung freier Sendeformate für unabhängige Filmproduktionen 
bei öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten.

Außerdem denken wir, dass eine zeitgemäße filmkünstlerische Auseinandersetzung 
mit den tatsächlichen Entwicklungen in unserer Gesellschaft dringend notwendig 
ist.

Während die Stadt Berlin keine Einwände gegen unsere Aktion hat, lehnte das 
Festival unser Vorhaben ab. Es gäbe zu viele gleichberechtigte Anliegen, die 
mit Hinweis auf nötige Gleichbehandlung abgelehnt würden. Aus dem 
Schriftverkehr mit dem Bezirksamt wissen wir, dass es vor allem um den "Schutz" 
von Werbeträgern geht. Es ist bedenklich, dass die Berlinale sich mit 
Weltoffenheit und Toleranz schmückt, aber gleichzeitig den öffentlichen Raum 
zur verbotenen Zone für filmkulturelle und -politische Anliegen erklärt. 
Deswegen kommen wir trotzdem!

www.nichtboesesein.de



V.i.S.d.P: Wolfgang Reinke Glogauer Strasse 11B 10999 Berlin. Kontakt: 
+491606277352.


-- 
rohrpost - deutschsprachige Liste zur Kultur digitaler Medien und Netze
Archiv: http://www.nettime.org/rohrpost 
http://post.openoffice.de/pipermail/rohrpost/
Ent/Subskribieren: http://post.openoffice.de/cgi-bin/mailman/listinfo/rohrpost/

Antwort per Email an