urban interface berlin

eine Ausstellung an der Schnittstelle von öffentlichem und privatem Raum in Berlin-Mitte, Wedding und Gesundbrunnen

http://www.urban-interface.net

Ausstellungszeitraum
15. April bis 6. Mai 2007

Beteiligte Künstler
Jussi Ängesleva/Richard The
Laura Beloff
Department für öffentliche Erscheinungen
Niklas Goldbach
Oliver Hangl
Gustav Hellberg
Daniel Jolliffe
Jocelyn Robert
katrinem


Konzept
urban interface ist zugleich Ausstellung und Untersuchungsprojekt an der Schnittstelle von öffentlichem und privatem Raum. 2007 findet urban interface in zwei europäischen Städten, Berlin und Oslo, statt. Das Projekt beleuchtet den unaufhaltsamen Wandel von öffentlichem und privatem Raum, von Öffentlichkeit und Privatheit, der sich auch durch den alltäglichen Gebrauch neuer Technologien vollzieht.

Die künstlerischen Arbeiten, die im Kontext von urban interface realisiert werden, rufen den öffentlichen Raum als zugänglichen und gestaltbaren Handlungsraum ins Bewusstsein und zeigen auf, dass ein verantwortungsvoller Umgang mit dem Privatraum, auch dem privaten Datenraum, nötig ist.

Berlin
Die Stadt Berlin ist Interface, sozialer Handlungsraum und kulturelle Vielheit. Besonders in Berlin verbinden sich Metropole und Großstadtgefühl mit der Privatheit und Kleinteiligkeit der Kieze. Berlin bietet noch immer Zwischenräume, in die man sich finden und einfügen kann: Sowohl im gesellschaftlichen Raum, der nach der Vereinigung und Ernennung zur Hauptsstadt an Vielfalt gewonnen hat, als auch im physischen, geografischen Raum, der mit seinen Leerstellen und Übergängen viel Platz für künstlerisches und gestalterisches Experiment stellt.

Doch mancherorts bilden sich Konzentrationen heraus, die nicht unproblematisch sind. So wuchs Mitte als Stadtteil zu einem auf den ersten Blick aufgeräumten Kunst- und Kommerzbezirk, in dem sich Geschäfte bekannter Modemarken und etablierte Galerien nieder ließen. Mieten schossen ebenso in die Höhe wie so manch schlechte Architektur. Die Nachbarbezirke Wedding und Gesundbrunnen hingegen entwickeln sich mit einer hohen Ausländer- und Arbeitslosenquote an einigen Stellen zum sozialen und kulturellen Brennpunkt.

Das Projekt schlägt bewusst eine Brücke vom 'Kunst-Bezirk' Mitte über den Mauerstreifen in den Wedding und Gesundbrunnen hinein. Es bringt die Kunstprojekte in den unmittelbaren Lebensraum der Bewohner und lässt sie partizipieren. Das Ausstellungsprojekt wirkt an Nicht-Orten, in Nischen und Übergangsräumen zwischen dem Privaten und Öffentlichen. Diese Orte, bislang 'Voids' auf der kulturellen Karte der Stadt, werden temporär gefüllt. Sie treten unvermittelt in Kommunikation mit den Passanten und fordern sie auf, sich mit ihrer alltäglichen räumlichen Umgebung und darüber hinaus mit dem Wandel von Privatheit und Öffentlichkeit auseinanderzusetzen.

urban interface berlin ist ein Projekt von Susanne Jaschko in Kooperation mit vom art+com projekt für rechnergestütztes gestalten und darstellen e.v. und gefördert vom Hauptstadtkulturfonds u.a.

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