ÖFFENTLICHER VORTRAG

In der Reihe

»Was waren Medien?«

spricht

FRIEDER NAKE

über

DER GRAPHOMAT
Nachdenken über Gerät, Maschine und Medien

Montag 22. Oktober, 19:00 Uhr

Institut für Philosophie
Neues Institutsgebäude, Universitätsstr. 7
Hörsaal 2G, 2. Stock


Frieder Nake studierte Mathematik und Philosophie an der Universität Stuttgart und promovierte 1967 über Wahrscheinlichkeitstheorie. 1968/1969 forschte er auf Einladung von Leslie Mezei über Computerkunst an der University of Toronto.

Frieder Nake gilt als einer der Pioniere der Computerkunst. Beeinflusst von Max Bense begann Nake 1963 mit ersten künstlerischen Versuchen am Graphomat (Zuse Z64) an der Technischen Hochschule Stuttgart. Gemeinsam mit Georg Nees und A. Michael Noll organisierte er 1965 eine wegweisende Ausstellung mit computergenerierten Arbeiten – die damals bereits explizit als »Computerkunst« bezeichnet wurden – in der Galerie Wendelin Niedlich in Stuttgart. 1968 nahm er an der berühmten Ausstellung Cybernetic Serendipity in London, sowie am Symposium Computers and Visual Research in Zagreb teil. Im Jahr 1970 war er in einer Sonderausstellung auf der Biennale Venedig vertreten.

In den siebziger Jahren war Frieder Nake im Kommunistischen Bund Westdeutschland organisiert, für den er auch bei der Wahl zur Bremischen Bürgerschaft 1979 kandidiert hat.

Seit 1972 ist Nake Professor für Grafische Datenverarbeitung und interaktive Systeme an der Universität Bremen, wo er sich u. a. auch mit politischer, ökonomischer und wissenschaftstheoretischer Kritik der Informatik befasst.

In den Jahren 2004 und 2005 war seine Ausstellung »Die präzisen Vergnügen«, die neben einer Retrospektive seiner eigenen Arbeiten auch interaktive Installationen von Mitarbeitern und Studierenden der Universität Bremen zeigte, in der Kunsthalle Bremen und im ZKM Karlsruhe zu sehen.

Veröffentlichungen u.a.:

– Peter B. Andersen, Frieder Nake: Computers and Signs. Prolegomena to a Semiotic Foundation of Computing Science, Synchron Wissenschaftsverlag der Autoren, 2007 – Frieder Nake: Ästhetik als Informationsverarbeitung, Springer, Wien, New York, 1974 – Frieder Nake: Die erträgliche Leichtigkeit der Zeichen. Ästhetik, Semiotik, Informatik, Agis, Baden-Baden 1994 – Diethelm Stoller, Frieder Nake: Algorithmus und Kunst. Die präzisen Vergnügen, Sautter & Lackmann, Hamburg, 1993 – Karl-Heinz Rödiger: Algorithmik - Kunst - Semiotik. Hommage für Frieder Nake, Synchron Wissenschaftsverlag der Autoren, 2003









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Claus Pias
Universität Wien
Institut für Philosophie
Universitätsstr. 7
A - 1010 Wien






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