EAST/WEST - Sex&Politics

Deutschland 2008

Regie: Jochen Hick

Premiere in Anwesenheit des Regisseurs am Montag, 11.2.2008, 20:00 Uhr, 
CineStar 7, Potsdamer Str. 4 (im Sony Center), 10785 Berlin

Karten über den Berlinale-Kartenvorverkauf und www.berlinale.de

Moskau befindet sich 16 Jahre nach der Ablösung des Sozialismus auf einer 
rasanten Fahrt in den Kapitalismus. Das bedeutet viel Geld, viel Schönheit, 
viel Prunk, viel Öl, aber wenig Demokratie. Die westliche Perspektive beurteilt 
den Stand einer Demokratie gern am Umgang einer Bevölkerung mit ihren 
Minderheiten. Und EAST/WEST gibt Einblick in das Verhältnis der Moskowiter zu 
ihrer offen auftretenden lesbischen und schwulen Bevölkerung, nachdem der 
Verbotsparagraph 121 bereits 1993 unter Präsident Jelzin abgeschafft wurde. 

Nach mehreren Dokumentationen über homosexuelle Lebensstile in den USA und 
Deutschland findet Jochen Hick in Moskau eine kleine, politische und damit sich 
öffentlich zeigende Gruppe vor, die um die Austragung einer Gay Parade in 
Moskau und damit um das ihr per Gesetz zustehende Demonstrationsrecht kämpft. 
Hick begleitet 2006 und 2007 die politischen Entwicklungen und gewaltvollen 
Auseinandersetzungen um die Gay Parade und findet skurrile Situationen vor: 
Unter den lesbischen und schwulen AktivistInnen der Straßenkämpfe finden sich 
viele um Demokratie bemühte Westler, während ihre Gegner religiös und 
rechtsnational rekrutierte Frauen und Männer sind, die zornig den Schwulen und 
Lesben vorwerfen, keine Kinder in die Welt zu setzen oder einfach in xenophober 
Tradition keinerlei Fremdartiges zulassen wollen. 

Weil aber die Mehrzahl der Moskauer Schwulen und Lesben dem Kampf um die von 
Alexejev und seiner Gruppe initiierte Gay Parade fern bleibt und den Kampftag 
einigen wenigen lesbischen und schwulen Moskowitern und vielen Westlern 
überlässt, macht sich Hick auf die Suche nach denen, die die demokratischen 
Liberalisierungstendenzen lieber vom Sommerstrand an der Moskwa aus verfolgen. 
Er findet schwule Überlebensstrategien und ein kleines Universum an 
verschiedenen Lebensstilen, die verständlich machen, wieso die Durchsetzung 
demokratischer Interessen auch oder gerade im heutigen Moskau so wenig 
lohnenswert und gesellschaftlich erstrebenswert erscheint. 



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