Die Lust an der eigenen BegrenztheitDer Grad der Freiheit in virtuellen Welten hängt nicht unwesentlich vom Grad der Phantasie ihrer Benutzer ab. Nicht selten endet der Wunsch, sich identitärer Festlegungen durch Beruf, Familie und sozialem Umfeld zu entziehen, in der schlichten Unterordnung unter gängige Klischees von Schönheit und Sexualität. Einen weiter gehenden Versuch unternahm der Hamburger Künstler Chrisdian Wittenburg, der die Möglichkeiten des Second Life nutzte, um seine innere Verbundenheit mit dem Thema „Begrenztheit“ auszuleben. Für einige Monate lebte er mit seinem behinderten Avatar ein zweites Leben und nahm sich die Freiheit, seine Lust an der Begrenzung zu inszenieren. Seine Tagebucheinträge verschaffen nicht zuletzt Zugang zu dieser auch im eigenen Ich ruhenden Lust ...
Cornelia Sollfrank unterhielt sich zum Abschluss seines Tagebuch- Projektes mit ihm.
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