HERZLICHE EINLADUNG ZU DEN VERANSTALTUNGEN VON LEONHARDI KULTURPROJEKTE
AUSSTELLUNG: SCHLITTSCHUHLAUFEN AUF CANAL GRANDE EROEFFNUNG / OPENING: 31. MAI 2008, ab 15 Uhr, 3 pm KÜNSTLER/INNEN: Carolin Bühler, Murray Gaylard, Elisabeth Hatscher, Britta Kamptner, Xue Liu, Silja Nordhoff, Sarah Schoderer, Rene Schohe, Jessica Sehrt, Cristina Szilly und Prof'in Christa Näher (Staedelschule, Frankfurt am Main) ORT: Ausstellungsraum Burghof, Burgraefenroederstr. 2, 61184 Groß-Karben PRESSE: Do., 29. Mai 2008 16-18 Uhr DAUER: Ausstellungsdauer/exhibition dates: 1.Juni - 13. Juli 2008 Öffnungszeiten/opening hours: Mi, Sa, So.: 14 - 18 Uhr, u.n.V. Wir freuen uns auf ihren Besuch!/We are looking forward to seeing you! INFOS: www.leonhardikulturprojekte.org Pressetext: Klischees versperren den Blick auf Venedig. Etwas Wahres an Venedig zu entdecken ist kaum möglich. Auffällig bleibt die unendliche Pflege und Mühe der Venezianer ein Bild Venedigs aufrechtzuerhalten, das elegant und schön ist und sich nicht zu einem Touristenmoloch umrüsten lässt. Ein üblicher Zugang zu Venedig scheint versperrt. Wir haben uns gefragt welche Beziehungen in einer Altstadt entstehen, zwischen jenen 60.000 Einwohnern, 10.000 Studenten, 15.000 Einwohnern mit Zweitwohnsitz in Venedig und denjenigen, die auf der Durchreise sind oder sich nur für kurze Zeit in Venedig aufhalten? Jährlich besuchen 14 Millionen Touristen Venedig. Wie wird Venedig trotzdem zu einem Erlebnis? Ist es nicht doch lebendig? Venedigs Bedeutung könnte vielleicht darin liegen, dass es erscheint wie eine eigene Idee, die es in sich trägt. Dass Venedig zudem eine Allegorie ist, erschwert die Annäherung, denn auf Venedig trifft Schlegels Aussage, "alle Schönheit ist Allegorie", noch zu. Durch die Schönheit bezog sich die Allegorie in der Romantik auf das Unaussprechliche, als sich die ästhetische Autonomie noch in der Einheit von Bild und Sinn rechtfertigte, die sie in der Allegorie zu deuten versuchte. "Venedig, sagt man, habe die Form eines Fisches. Und wie ein Meerestier bewegt es sich auch in der Lagune, sinkt unter die Wasseroberfläche, aber taucht zum Luftholen wieder auf, neugierig und gespannt betrachtet es die Touristen, die, bewaffnet mit Masken und Fotokameras, durch die Stadt vorrücken, immer bereit, sich wie ein Einsiedlerkrebs in sein Haus zurückzuziehen." (Paola Cantu, 2008:1) Mit der Ausstellung SCHLITTSCHUHLAUFEN AUF CANAL GRANDE bearbeiten Kunststudent/innen aus der Klasse von Prof'in Christa Näher (Städelschule Frankfurt am Main), die zusammen im Dezember 2007 nach Venedig gereist sind, das Thema Venedig. Dies ist ein Wagnis: Die teilnehmenden Künstler/innen begeben sich buchstäblich aufs Glatteis. Es droht ein Abrutschen in die romantische Verklärung, dieses grossen Fischs "Venedig", der durch die Finger gleitet, wenn man ihn zu fassen versucht. Wird die künstlerische Spurensuche in Venedig zu mehr als einer Spur? Zieht diese sich dann durch die Ausstellung wie Gefrorenes, das entweder schmilzt oder in unendlichen Fahrrinnen Venedig zerritzt? Eine Ausstellung dazu kann eine Pluralität von Sichtweisen, die nicht konform sind, die sich gegen das Klischee zur Wehr setzen, darstellen. Ein Katalog zur Ausstellung ist in Vorbereitung.
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