Poesie im Beat: Ursula Rucker und Mike Ladd beim poesiefestival berlin 2008 

 

Am 12. Juli treten die us-amerikanischen Spoken-Word-Performer und Hip-Hopper 
Ursula Rucker und Mike Ladd beim poesiefestival berlin auf.

 

Sie verstehen die Musikgeschichte als großen Selbstbedienungsladen, wildern in 
verschiedensten Genres und kombinieren Poesie mit Beats: Am 12. Juli sind mit 
Ursula Rucker und Mike Ladd zwei der innovativsten Künstler der amerikanischen 
Spoken-WordSzene zu Gast beim poesiefestival berlin. Ursula Rucker und Mike 
Ladd verwerfen alle gängigen Vorstellungen der Kunstform Sprechgesang und 
widersetzen sich jeder Festlegung auf musikalische und poetische 
Stilrichtungen. Rucker bedient sich im Jazz, Soul und Triphop und der 
beschwörenden Kraft des Spoken Word, Ladd geht von Elektro über Punk bis in den 
Pop, verbunden mit der rebellischen Energie des Hip-Hops und den sprachlichen 
Ausdrucksmitteln des Raps. Mithilfe ihrer Worte und musikalischen Werkzeuge 
prangern sie Missstände an und stacheln zu politischer und gesellschaftlicher 
Veränderung an - ein Abend zwischen Rezitation, Spoken Word, Poesie und Rap, 
zwischen hypnotischer Musik und lärmender Lyrik.

 

Die Journalismusabsolventin Ursula Rucker vereint Philly-Style, Poesie und 
Musik, Politik, Worte und Rhythmus in einer explosiven Mischung. Ihre Texte 
sind ein Aufschrei: gegen Krieg, Vertreibung und die Allmacht der Massenmedien; 
für Gleichberechtigung, Menschenrechte und insbesondere auch Frauenrechte. "Es 
ist vielleicht so, dass viele meine Stimme nur als Sound wahrnehmen und den 
Inhalt nicht würdigen", beschreibt sie die Gefahr des von ihr gewählten 
Mediums. "Ich sehe da aber auch eine Chance: Irgendwann beginnen sie vielleicht 
richtig zuzuhören und denken: Mist, hat sie das gerade wirklich gesagt?"

Mike Ladd setzt seinen us-amerikanischen Rapkollegen jambische Pentameter 
entgegen. Ihn reizt am Rap die Herausforderung des Versmaßes. Mit einem "Master 
of Poetry" in der Tasche ignoriert der Harvard-Stipendiat die Einschränkungen 
von Moden und Stereotypen und bricht musikalisch immer wieder mit den 
Erwartungen seines Publikums. Die auf den ersten Blick cool und leicht 
klingenden Lyrics entfalten dabei gemeinsam mit der musikalischen Melange Marke 
Eigenbau eine beklemmende Wirkung, die der gesellschaftskritischen Botschaft 
seiner Texte zusätzlichen Nachdruck verleiht. Mike Ladd liefert eine 
eigenwillige, unabhängige und visionäre Form des Raps als eine der 
wesentlichsten Kunstformen unserer Zeit.

Das 9. poesiefestival berlin findet statt vom 5.-13. Juli 2008. Der diesjährige 
Fokus ist "Die Welt auf Portugiesisch".

Das poesiefestival berlin findet statt in Kooperation mit der Akademie der 
Künste und wird  gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds.

Sa, 12. Juli 2008, 20.00 Uhr

Beat'n'Word: Ursula Rucker und Mike Ladd Akademie der Künste, Hanseatenweg 10

Berlin-Tiergarten 

Mit Ursula Rucker (USA) Mike Ladd (USA) mit David Sztanke (Keyboard) und Damali 
Rashawn Young (Drums)

Infos: www.literaturwerkstatt.org

 

 

 

Boris Nitzsche
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Literaturwerkstatt Berlin
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poesiefestival berlin 5.-13.7.2008

 

 

 

 

 

 

 

 

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