Diesen Montag den 11.08.2008 findet bei uns im Blauen Apfel kurzfristig ein zweiter Spezial-Abend der bengalischen Film- und Kochkunst statt. Zu Gast sein wird die Regisseurin Shabnam Ferdousi mit zwei Kurzfilm-Dokumentationen und traditioneller bengalischer Küche. Essen gibt es ab 20:00 Uhr, der erste Film beginnt gegen 21:00 Uhr.
Über die Regisseurin: Shabnam Ferdousi, die 34jährige Regisseurin wuchs in der Kleinstadt Tangail in Bangladesh auf. Gegen den Widerstand ihrer Familie wagte sie den Weg in die Hauptstadt Dhaka im Alter von 17 Jahren. Dort ging sie weiter zur Schule und absolvierte an der Universität ein Soziologiestudium. Zunächst war Theater ihre Leidenschaft. Parallel zum Studium arbeitete sie aber auch als freie Journalistin und bekam später Kontakt zu den jungen Filmemachern der Hauptstadt. Nach dem Abschluß der Uni besuchte sie einen Kurs für Dokumentarfilm und debütierte bereits 2001 mit "Spring of Desire" (Frühling der Begierde) über die Eunuchen in der Hauptstadt Dhaka. Mit extrem kleinen Budgets, fünf Tage Dreh, drei Tage Schnitt und ein Tag für Online-Schnitt und Mischung war alles was man sich zur Dok-Film-Produktion leisten konnte, wurden dieser und vier weitere kurze Dokumentarfilme realisiert, welche uns einen intimen Einbllick in die Gesellschaft dieses weit entfernten Lands verschaffen. Ihr letzter Film "... and we cross the same road" wurde aktuell vom Globians Film Festival 2008 in Potsdam eingeladen und über den perönlichen Kontakt mit dem ebenfalls bengalischen Regisseur Shaheen Dill-Riaz haben wir die einmalige Chance sie hier in Berlin im Blauen Apfel persönlich kennenzulernen. Sie zeigt uns zwei von ihren Filmen die bei dem Festival nicht zu sehen sind, und ihre Kochkunst wird uns mit bengalischen Spezialitäten bekannt machen. Was wir zu sehen bekommen werden: Spring of Desire 20 minutes / Bangla with English subtitles / 2003 / Bangladesh "Spring of Desire" ist ein Film über die Hijras in der Hauptstadt von Bangladesh. Hijra werden in Kulturen des indischen Subkontinents üblicherweise als Mitglieder "des dritten Geschlechts" erachtet, und nicht als Mann oder Frau mit eindeutiger Geschlechtsidentität. Hijra sind genetisch meistens männlich, dann eventuell kastriert, seltener intersexuell oder weiblich. Sprachlich bezeichnen sich Hijra selbst meist als weiblich (oder auch als transgender) und kleiden sich dementsprechend, werden dennoch häufig auch als Eunuchen bezeichnet bzw. wahrgenommen. Die "Eunuchen" in Dhaka sind fast unsichtbar. Nicht etwa weil sie zu wenige sind, sondern weil die meisten ihrer Mitburger sie nicht gerne sehen wollen. Die Regisseurin nähert sich diesen Menschen an, die in ihrer Gesellschaft dämonisiert und isoliert werden. Die kurzen Begegnungen mit den Protagonisten zeigen uns ihre innere seelische Zerrissenheit aber auch ihre menschliche Stärken. Wir erfahren etwas über die Menschlichkeit ihrer Sehensüchte und Träume, von denen wir wissen dass sie wahrscheinlich nie eine Erfüllung finden. Es ist ein intimer Film über "eine Frau sein" und "keine Frau sein" in Bangladesh. In Quest of Life 34 minutes / Bangla with English subtitles / 2005 / Bangladesh Masuma Pia, 32, ist Fotografin. Sie fühlt sich allein, zu Hause und in der Gesellschaft. Fotografie ist ihre Leidenschaft. Die Natur ist ihr Schutz- und Fluchtraum. Das Leben als Künstlerin in einem Land wie Bangladesh ist hart, noch härter allerdings ist es als Frau alleine zu leben. Masuma Pia ist ein außergewöhnlicher Fall. Seit ihrer Pubertät kämpft sie für ein selbständiges Leben. Es ist ein Kampf mit der Familie, der von Männern dominierten Berufswelt, der Gesselschaft und nicht zu letzt mit sich selbst. Sie hat nicht geheiratet, nicht weil sie nicht wollte sondern weil es einfach noch nicht geschehen ist. Aber das ist eine Belastung für eine Frau in so einem Land. Sie versucht ihrem Dasein eine Bedeutung zu verleihen welches mit der üblichen Frauenrolle in dieser Gesellschaft nichts zu tun hat. All ihre Hingabe widmet sie einzig und allein der Natur, sowohl beruflich als auch privat. Dieser Film versucht einem Menschen zu begegnen, der seine Kraft aus der der Natur bezieht um seine Seele zu schützen. Essen (auch vegetarisch) und Getränke gibt es wie immer zum Selbstkostenpreis, der Filmabend-Beitrag beträgt 1,- Euro! Anmeldung wäre nett. E-Mail an: [EMAIL PROTECTED] Kontakt: www.blauerapfel.de Chodowieckistr. 5 II 10405 Berlin / Prenzlauer Berg Tram M4/M10 Haltestelle Greifswalder Str./Danziger Str. S-Bahn S8/S85/Ring S-Bahnhof Greifswalder Str. Glück zu allen ! 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