Sehr geehrte Damen und Herren,
ein Dokumentarfilm über schrumpfende Regionen in Ostdeutschland will
wieder auf Reisen gehen und vor Ort Diskussionen anregen.
Ab September 08 wird wieder die Möglichkeit bestehen den
Dokumentarfilm "Neuland" mit einem Autoren zum Gespräch einzuladen.
An circa 200 Orten hat sich das Prinzip dieser Veranstaltungen
bereits bewährt und seinen Gebrauchswert schon bewiesen.
Details zum Inhalt können Sie der Website www.neuland-denken.de und
dem Trailer www.neuland-denken.de/?q=node/42 entnehmen.
Reaktionen von Publikum und Medien können Sie den unten stehenden
Pressestimmen entnehmen.
Über Ihr Interesse würden wir uns freuen!
Holger Lauinger & Daniel Kunle
Pressestimmen:
DIE ZEIT, 11.10.2007 Nr. 42
Dass die Antastbaren tatsächlich existieren, die Entwürdigten,
Überflüssigen, von sozialer Anerkennung Ausgeschlossenen, vom
Fortschritt Abgehängten, durch Solidarbeiträge Gedemütigten, zeigt
jetzt ein grandioser Dokumentarfilm aus dem strukturschwachen
Beitrittsgebiet. (…) Neuland von Daniel Kunle und Holger Lauinger
gehört zum Ehrlichsten, was bisher über die Nachwendezeit gedreht
wurde. (…) Er ist das Gegenprogramm zur lauthalsen Debatte über die
Agenda 2010, zum Feilschen um eine mickrige Erhöhung oder
halbherzige Verlängerung des Arbeitslosengeldes.
epd medien Nr. 81 . 13.10.2007
Es ist eine hoch spannende Entdeckungsreise, eine verblüffende
Durchmessung des Raums, eine Achterbahnfahrt, auf die man sich mit
den beiden Dokumentarfilmern begibt. Sie konstatieren nüchtern die
Lage, ohne je larmoyant zu werden. Sie stellen Helden des Alltags
vor, die erfinderisch gesellschaftliches wie räumliches Neuland
erobern – Scheitern nicht ausgeschlossen. (...)
„Neuland“ gewinnt Zuschauer mit unsentimentaler Empathie, Sinn für
Ironie und große Neugier. Leichtfüßig wechselt der auch formal und
rhythmisch ansprechende bestechende Film vom Detail zur essentiellen
Analyse. Eben sagt noch ein Protagonist: „Der Umbruch ist ein Such-
und Experimentierprozess. Den muss diese Gesellschaft aushalten“, da
erfährt man auch schon, wie skurril es im Konkreten aussehen kann,
wenn die Neulandpioniere die eingefahrenen Gleise des
bundesrepublikanische Alltags stören. (…)
Komischer, treffender und deprimierender zugleich kann man den
Zustand des Landes mit seinen Schluchten und Diskrepanzen kaum
beschreiben.
Märkische Allgemeine 11.10.2007
Transformieren, diskutieren
Holger Lauinger war unaufgeregt, als er Anfang des Jahres seinen
ohne jede Förderung gedrehten Dokfilm „Neuland“ vorstellte. Ohne
Verleih, ohne Kinostart, ohne Sendetermin: „Filme wie unserer suchen
sich ihr Publikum“, war sich Lauinger sicher. Ein Dreivierteljahr
später ist er zu Filmvorführungen und Diskussionen fast überall im
Land gewesen, eingeladen von Kulturinitiativen und Politikern von
Linkspartei bis CDU. Kommende Woche zeigen Lauinger und sein Ko-
Regisseur Daniel Kunle den Film gar in New York, und sie haben
einen, wenn auch späten, Sendetermin im RBB gefunden. Warum dieser
Erfolg?
Neuland ist der richtige Film zur richtigen Zeit. Der Film leistet
eine Bestandsaufnahme Ostdeutschlands zwischen Abbruch und Aufbruch,
stellt die Frage, was in Gegenden geschehen soll, die von der
globalen Wirtschaftsordnung abgekoppelt wurden…
Freitag 31/2007
Der Dokumentarfilm Neuland und die Form seines Vertriebs sind ein
Gesamtkunstwerk. Der Film verhandelt Abschied von vertrauten
Konstanten in Ostdeutschland - dem Leben ohne Arbeit, aber auch ohne
Theater und Lichtspielhaus. Neuland wird entsprechend kaum im Kino
gezeigt. Die Autoren Holger Lauinger und Daniel Kunle reisen mit dem
Film durch das immer ländlicher werdende Land und führen ihn in
Gaststätten, Hotels und Gemeindesälen vor (…) Auf seine Art boomt
dieser Film. (…)
Neuland ist ein Lehrfilm. Er müsste eigentlich in Schulen gezeigt
werden. Nicht nur im Osten.
Deutschlandradio 8.08.2007
Wo es richtig weh tut
"Neuland" und "Nicht Mehr - Noch Nicht" - so lauten die Titel der
Filme von Holger Lauinger und Daniel Kunle, Dokumentarfilme über den
"Strukturwandel" in Ostdeutschland. Es geht um die Menschen, die auf
vermeintlich verlorenem Posten durchhalten und noch etwas bewegen.
Und so werden die Filme zu Lehrstücken mit hohem Unterhaltungswert,
diskussionswürdig und aufrüttelnd.
Berliner Zeitung, 15.03.2007
"Neuland", der in der Reihe "Der neue Osten im neuen deutschen Film"
läuft, … lässt Lethargie und Missmut weit hinter sich und belegt,
dass die deutsche Bürokratie nicht alles blockieren kann. Hin und
wieder lädt der Bundeskulturminister die Abgeordneten des Parlaments
zu einem Kinobesuch ein. Bisher galten solche Exkursionen meist
bequem zu goutierenden Filmen wie "Good bye, Lenin!" und "Das Leben
der Anderen". In "Neuland" werden unbequemere Fragen gestellt,
unorthodoxe Wege in eine offene Zukunft präsentiert. Es darf
gestritten werden. Herr Neumann, übernehmen Sie!
Berliner Morgenpost, 15.03.07
Der Film offeriert keine Rezepte zur Sicherung der Zukunft oder zur
Wiederbelebung längst totgesagter Regionen und Orte. Aber er zeigt,
ohne die Schattenseiten auszublenden: Der Osten lebt. Oft lauter und
bunter als vermutet. Da macht Kino sogar Mut!
RBB Kulturradio 14.08.07
Ein Dokumentarfilm, der schon vor einigen Monaten mit
außerordentlichem Erfolg bei Kritikern und Publikum in den Kinos, in
den wenigen Kinos, die für Edles Platz haben, lief, ist: Neuland.
(…) Seine Filmästhetik hat Daniel Kunle in Abgrenzung zum
herkömmlichen Dokumentarfilm entwickelt: (…)„Realitätsmomente
zusammenfügen“ nennt Daniel Kunle seine Methode, so dass sie für den
Zuschauer ein Bild ergeben, dass nicht von vornherein festgelegt
ist. Das funktioniert wirklich. Denn für die Einen ist „Neuland“ ein
hoffnungsvoller, für die Anderen ein Frust-Film: „Das Hauptanliegen
ist tatsächlich eine Diskussionsgrundlage anzubieten und das
funktioniert tatsächlich sogar ziemlich gut. Sobald der Film
abgespielt ist, wird gar nicht mehr so viel über den Film selbst
gesprochen, sondern es geht dann in die konkrete Situation vor Ort.“
Und genau so haben es Daniel Kunle und Holger Lauinger beabsichtigt.
Als Aufklärer reisen sie übers Land mit ihren Filmen, in denen sie
sich selbst ganz zurückhalten und doch gerade dadurch zum Streit
herausfordern.
Abmoderation: Ich habe den Film gesehen…Ich kann nur sagen, wenn Sie
Zeit und Lust haben, dürfen sie den Film nicht verpassen.
NeulandD 11/07, Beilage im Neuen Deutschland vom 26.10. 2007
Der Weg ist das Ziel Neuland im Lux.Kino Halle
In der lebendigen Diskussion mit Tullner (Anmerkung: CDU, MdL
Sachsen-Anhalt) und Lauinger auf dem Podium kam große Sympathie für
die im Film dargestellten ungewöhnlichen Arbeits- und Lebensentwürfe
zum Ausdruck. Dem Durchschnittsbürger mögen sie skurril erscheinen,
aber sie eröffnen Perspektiven. „Pioniere waren immer Spinner“, sagt
Tullner. Lauinger betont die bewusste Herangehensweise der Autoren.
Sie wollten positive Beispiele vom Rand der Gesellschaft, auch
Notgeburten, darstellen. Dabei seien alle Projekte erst im Werden
begriffen nach dem Motto: Der Weg ist das Ziel. Er wünscht sich
mündige Zuschauer. Sie sollen fragen: Was steckt in den Bildern an
Themen? Und sie sollen weiterdenken. Sich auf die Suche machen nach
neuen Lebens- und Arbeitsgemeinschaften. Und nicht zuletzt sollen
sie Forderungen an die Politik stellen.
Potsdamer Neueste Nachrichten 16.08.2007
Der Film „Neuland“ gibt dabei keine endgültigen Antworten auf auch
im Westen Deutschlands anstehende gesellschaftliche Fragen, sondern
zeigt vor allem kleinste Schritte von unerschrockenen Pionieren, die
mit Verantwortungsbewusstsein global denken und lokal handeln. Diese
Mutmachende Botschaft kam auch bei den Zuschauern am Dienstagabend
sehr positiv an. Und man wünscht dem Film, der über mehrere Jahre
und ganz ohne öffentliche Förderung zustande kam und seinen Weg
bisher durch eine „eigene Art von Verwertung“, wie der anwesende
Regisseur Daniel Kunle erzählte, gefunden hat, unbedingt den Sprung
in das öffentlich-rechtliche Fernsehprogramm.
Garten + Landschaft 5/2007
Es sind nicht nur die Charaktere seiner Protagonisten, die dieses
reizvolle Roadmovie so erfolgreich machen. Hoffnungslos überlaufen
war die Uraufführung in Berlin im Rahmen des Filmfestivals
„Utopisches Flimmern“, beide Berliner Stadtmagazine rezensierten den
Film lobend. Eine Reise durch Regionen zwischen Abbruch und Aufbruch
nennen die Filmemacher ihre Arbeit. Subtil humorvoll montierte
Szenen und eindrucksvolle Landschafts-Totalen entwickeln einen
dynamischen Sog, geschickt untermalt von der ohrwurmverdächtigen
Musik des „Kammerflimmer Kollektiefs“.
taz, 15.03.07
Ihr Film soll eine Stimmung des Aufbruchs erzeugen. 20 Protagonisten
haben Lauinger und Kunle dafür befragt, vor den Hoffnungsvollen
kommen die Desillusionierten zu Wort. "Bleibe ich jetzt den Rest
meines Lebens hier? Da gehe ich doch unter", sagt ein Junge in
Bitterfeld. Der Soziologe Andreas Willisch fasst die Lage zusammen:
"Wir haben eine Gesellschaft der Leere und der Langeweile. Wir
halten die Leute in einem gesellschaftlichen Spiel, dessen
Grundlagen erodieren." Da könnte es besser sein, legt "Neuland"
nahe, die Regeln selbst zu machen.
Scheinschlag 3-2007
Neu ist der Blick auf die kreativen Möglichkeiten nicht, aber in
Neuland geht es auch um größere Fragen: Welche kollektiven Praktiken
produzieren, gestalten und definieren die Räume, in denen wir leben?
Und inwiefern sind Partizipation, Teilhabe und Aneignung des Raumes
und seiner Ressourcen denkbar? Was wäre eigentlich, wenn man
Selbstversorgung in ganzen Landstrichen organisierte oder wenn die
Wertschöpfung in der Region bliebe, wie der Biomasse-Bauer aus
Varchentin vorschlägt? Beträten wir dann Neuland?
Tagesspiegel 15.3.2007
Dass man die ländlichen Regionen Ostdeutschlands nicht abschreiben
muss, zeigen die Filmemacher Daniel Kunle und Holger Lauinger. Die
beiden Jungfilmer haben sich einerseits auf jene konzentriert, die
seit jeher hier leben, aber auch auf diejenigen, die Hoffnungen
haben: Kolonisten, Abenteurer, Pioniere. In langen Einstellungen und
Interviews zeichnen sie ein komplexes Bild der Situation im Osten
und schüren Hoffnung.
Märkische Allgemeine, 14.03.07
Ausgangspunkt ist das Grundgesetz-Postulat von den "gleichwertigen
Lebensverhältnissen". In der ostdeutschen Peripherie ist dieser
Anspruch ebenso zerborsten wie es die Fenster der Bahnhofshallen
sind. Für diese Erkenntnis hätte es des Films nicht bedurft. Aber
Lauinger und Kunle wollen eine Gesellschaft zeigen, in der es Neues
geben muss, damit vom Alten die Reste gerettet werden können. Sie
stellen die Frage: "Wo leben wir eigentlich?" und trommeln für einen
"sozial-ökologischen Umbau".
StadtBauwelt 173-2007
Im Vergleich zu ihrem ersten Film „Nicht-Mehr | Noch-Nicht“ geht es
dem Journalisten Holger Lauinger und dem Filmemacher Daniel Kunle
bei „Neuland“ weniger um die verschwindende Bausubstanz in
Ostdeutschland, als vielmehr um die Menschen, die dort leben. Deren
Geschichten, die die beiden einfühlsam und mit überzeugender
Glaubwürdigkeit in dem 75-Minuten-Streifen vereinen, geben viele
Antworten auf die Frage, warum im Osten ganze Landstriche aussterben
und warum dennoch Menschen bleiben wollen. Und sie zeigen, dass es
manchmal gar keiner Kulturarbeiter bedarf, die, mit
Kunstprojektgeldern ausgestattet, die Provinzler auf neue Ideen
bringen wollen. Derer gibt es nämlich so einige.
Die Filmemacher betrachten ihre Arbeit als Diskussionsgrundlage, mit
der sie nun auf die Reise gehen wollen. Ihnen ist ein Publikum zu
wünschen, das sich seine Meinung bisher anhand einseitiger oder
skandalorientierter Berichterstattung gebildet hat und bereit ist,
diese zu überprüfen.
Unabhängige Bauernstimme 5/2007
Der Dokumentarfilm „Neuland“ von Holger Lauinger und Daniel Kunle
spielt im Osten unserer Republik. Berichtet aus und von den neuen
Bundesländern. Er erfasst Stimmungen und Entwicklungen, stellt
Menschen mit ihren Erlebnissen, Sorgen und Hoffnungen in den
Mittelpunkt. Von blühenden Landschaften ist die Realität weit
entfernt. Die ländlichen Regionen aber auch Städte entvölkern sich
immer mehr, weil die Menschen dort keine Perspektiven mehr sehen.
Doch wo lassen sich neue Wege finden? Ist der Umbruch ein Prozess
des Suchens und Experimentierens, den Gesellschaft aushalten muss?
Liegen im Experimentieren nicht auch Perspektiven?
(…) Aber das sind nur kleine Einblicke in den Film, der erfolgreich
versucht, die Stimmung zwischen Untergang und Aufbruch einzufangen.
NEULAND- leider nur in wenigen Kinos zu sehen!
Märkische Allgemeine 16.08.2007
"Globians", dieses liebenswert intime Off-Dokufilmfestival, zeigte
mit diesem Film eine jener alternativen Facetten der Gesellschaft,
die in der TV-Öffentlichkeit nie vorkommen. Dabei schaffte es eine
Diskussionsatmosphäre, die mehrere Generationen miteinander vereint
und hoffnungsvolles Denken ermöglicht. Kein Wunder, dass die
Zuschauer dadurch in einen intensiven Austausch geführt wurden. Sie
dankten unisono dem sympathischen Filmemacher Daniel Kunle, der sich
über das Lob freute und der eigenen Hoffnung, dass "Neuland" bald im
RBB gezeigt wird, Ausdruck verlieh. Alle wünschten es ihm.
Sächsische Zeitung 14.7.2007
Der Film deutet an: Es gibt keine Lösungen, die Ansatz für den
ganzen Osten sein könnten. Es sind die individuellen Wege, die
wiederbeleben. Neuland braucht flexible Spielregeln, um Ideen wahr
zu machen. Weniger Bürokratie und mehr Mut, Neues zu denken. Damit
es wieder mehr Gewinner gibt im echten "Neuland".
Märkische Allgemeine 1.9.2007
Bestandsaufnahme und Visionen (…) Dazu wurde mit 20 Personen über
ihre Lebenssituation gesprochen. Die Interviews belegen, dass sie
nicht nur depressiv waren, sondern auch Aufbruchsstimmungen
zeigten(…) Die Fragen und Meinungen der Zuschauer kreisten um das
zentrale Thema der Prignitzer: Wie bekommen wir Beschäftigung für
die Leute, wie kann an ihre Erfahrungen angeknüpft werden? Im
Gedankenaustausch zeigten sich dann Unterschiede in der Wahrnehmung
zwischen alteingesessenen Prignitzern und zugezogenen Neu-
Prignitzern. "Wir haben ein Lebensqualitätsproblem. Die
entscheidende Frage ist: Wie entsteht Lebensqualität?", bemerkte
Lauinger. "Wir haben geschaut, ob es neue Wege gibt zu arbeiten und
zu leben, die dann die benachteiligten Regionen befruchten
können." (…) Dazu ein Zuschauer: "Ich muss versuchen, hier etwas auf
die Beine zu bringen, um hier leben zu können." Dazu sei es nötig,
einen Lernprozess in Gang zu setzen, ganz anders als bisher mit
Dingen umzugehen: "Das Alte hat keine Gültigkeit mehr, obwohl wir
daran hängen. Hoffnungslosigkeit ist der schlimmste Zustand." Der
Maler und Autor Matthias Görnandt: "Wir müssen uns Gedanken machen.
Man muss sich einmischen."
Treptower Tageblatt 25.8.2007
„Menschen halten viel aus, wenn man ihre Ängste ernst nimmt“ lassen
Kunle und Lauinger einen Protagonisten sagen. Das unterstrich auch
Demmins Landrat Frieder Jelen (CDU), der als Schirmherr das Filmfest
eröffnete. „Wir sind konfrontiert mit einer neuen gesellschaftlichen
Lebensform“, sagte er. Das gehe auch hier in der Region nicht an den
Menschen vorbei. „Der Film „Neuland“ war von Anfang an unser
Favorit“, erklärte Fest-Mitinitiator Karl Naujoks. Auf derartige
Streifen, die der Ästhetik des alltäglichen Fernsehprogramms kaum
entsprechen, konzentriert sich das Filmfest „der neue Heimatfilm“.
(…) Das verleiht Intensität und lässt Platz für Gespräche, sagte
Naujoks. Dass Bedarf besteht, zeigte sich an den zahlreichen
Wortmeldungen bereits gestern Abend.
Usedom-Kurier 30.8.07
Viel Beifall ernteten die Macher des Dokumentarfilms „Neuland“, der
jetzt in Peenemünde vorgestellt wurde (…) Und weil die Bilder und
Aussagen für sich sprechen, kann es der Film sich auch leisten, auf
jeden Kommentar zu verzichten.
„Der Film ist eine Ansammlung von Realitätsfragmenten, die mehr ist
als die Summe ihrer Einzelteile“, erklärte Drehbuchautor Holger
Lauinger in der anschließenden Diskussionsrunde, in der es zeitweise
so „heiß“ wurde, dass Moderator Dietmar Pühler einen schweren Stand
hatte. Solche Diskussionen anzustoßen, sei auch ihr Hauptanliegen
gewesen (…): „Sobald der Film abgespielt ist, wird gar nicht mehr so
viel über den Film selbst gesprochen, sondern es geht dann um die
konkrete Situation vor Ort.“ Siehe am Dienstagabend in Peenemünde.
Ostssee-Zeitung 30.8.07
Brisantes Thema: Der Osten im Aufbruch
Der Film stellt so die Frage: Werden wir verschiedene deutsche
Gesellschaften in unterschiedlichen Räumen haben?
„Neuland“ zeigt aber auch Menschen, die Wege gefunden haben, die
eigene Ideen entwickelten. Der Film soll Mut machen selbst
Initiative zu ergreifen.
Nach der Vorführung dann der Versuch einer Diskussion. Die Brisanz,
die das Thema des Films für einen Großteil der Anwesenden hatte, war
deutlich spürbar und damit auch der Gesprächsbedarf in den Reihen
des Publikums. (::J„Der Film Neuland zeigt Landstriche, die den Bach
runter gegangen sind. Man muss mal die Frage nach den Ursachen
stellen“, so die Gedanken Wolfgang Günthers (73) zum Film. (…) Für
den Film gab es aber zugleich viel Lob und Applaus. Das zwiespältige
Fazit des Abends: ein guter Film, aber viele unbeantwortete Fragen.
NeulanD 11/07, Attac-Beilage im Neuen Deutschland vom 26.10. 2007
Warten auf den Aufschwung?
Perspektiven zwischen Abbruch und Aufbruch
Der Film „Neuland“ ist (…) der Einstieg in die Diskussion. Er zeigt
Momente der Realität in Ostdeutschland. Mit der Brisanz seines
Themas „Wo leben wir eigentlich?“ stellt er Fragen an die
Gesellschaft. Die dokumentierten Schritte von Akteuren im Osten
geben den Mut, die Brachen mit der Chance für Gestaltung anzufassen.
Die Uraufführung des Films beim Filmfestival „Utopisches Flimmern“
in Berlin war überlaufen. Seitdem zieht der Film durch Städte und
Gemeinden, gezeigt in Gaststätten, Hotels und Gemeindesälen. Er
trifft auf diejenigen, die in Neuland leben. Menschen sind von der
Entwicklung berührt. Es ist die Projektion der eigenen Verhältnisse
und das sichtbar werden von neuen oder bereits vergessenen bewährten
gesellschaftlichen Lebensformen, die den Anstoß geben nachzudenken
und in Bewegung zukommen.
Baumeister B11 2007
Ob sich der Einzelne seinem Schicksal ergibt und in der Abwanderung
seine einzige Perspektive sieht oder ob er in der Not die Chance zum
Experimentieren ergreift und vor Ort neue Ideen generiert: Ohne die
Entscheidung der Betroffenen zu bewerten oder gar ein Patent-Rezept
liefern zu wollen, gelingt es den Filmemachern auf glaubwürdige
Weise, Sequenzen einer Gesellschaft zwischen „Abbruch und Aufbruch“
darzustellen.
Von der Kultur auf dem flachen Lande
Filmabend beim Verein "KulturKnick" stieß auf große Resonanz /
Regisseur Holger Lauinger zu Gast
FINTEL (hr)"Neuland" hieß der Film, zu dem der Verein "KulturKnick"
aus Fintel kürzlich den Berliner Filmproduzenten Holger Lauinger
eingeladen hatte, um den von ihm und Daniel Kunle gedrehten Film zu
präsentieren. 80 Zuschauer kamen, um sich die beeindruckende
Dokumentation des Lebens in den neuen Bundesländern anzusehen. Darin
sprachen Menschen über ihr Lebensgefühl, Initiativen und Ideen. Es
war eine Bestandaufnahme des Verabschiedens einst moderner Fabriken
und Werke in Industrie und Landwirtschaft, in denen Tausende
beschäftigt waren. Der Film dokumentiert schrumpfende Städte und
aussterbende Dörfer, die Perspektivlosigkeit junger Menschen und
gesellschaftliche Probleme wie die Arbeitslosigkeit. Er zeigt aber
auch Ideen und Chancen auf, aus der Misere herauszukommen. "Wir
waren überrascht, dass dieses Thema so viele Menschen bewegt",
meinten Marion Hinz, Monica Wondra und Claudia Kulenkampff, die drei
Vorsitzenden des Vereins. Regisseur Holger Lauinger stellte sich den
Fragen, Erich Schorn moderierte. Einige Finteler meinten: "Wir haben
nicht gewusst und vermutet, dass es dort so aussieht." Der Film
rüttelte auf. Einige Diskussionsteilnehmer meinten: "Der Film zeigt
Parallelen zu Verhältnissen bei uns. Auch hier ist es teilweise fünf
Minuten vor Zwölf. Geschäfte schließen, Firmen gehen in Konkurs,
Gebäude werden abgerissen, die Arbeitslosigkeit nimmt zu. Hinzu
kämen Missstände wie schlechte Verkehrsanbindung, steigende Preise
für Benzin, Energie und Lebensmittel. Alternativen und Ideen sind
gefragt, wie die Nutzung von Bioenergie. Die Biogasanlage Fintel
wurde angesprochen. Sie wurde damals hinter die Ortsgrenze verbannt.
"KulturKnick" plane derzeit eine Fahrt zum Bioenergie-Dorf Jühnde,
und auch das Thema Lebensqualität wurde angesprochen: In Fintel gebe
es zahlreiche Angebote, weitere Ideen und Initiativen seien aber
gefragt.
Holger Lauinger
Sein im Schein Filmproduktion /
HL Redaktion & Projekte
Muskauer Str. 2
10997 Berlin
tel: 030/61074124
mobil: 015156003272
[EMAIL PROTECTED]
www.neuland-denken.de
www.nichtmehrnochnicht.de
Holger Lauinger
Sein im Schein Filmproduktion /
HL Redaktion & Projekte
Muskauer Str. 2
10997 Berlin
tel: 030/61074124
mobil: 015156003272
[EMAIL PROTECTED]
www.neuland-denken.de
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