Liebe Rohrpostler,

also hier die gute Nachricht das die Deutsche Uebersetzung meines Buches Zero Comments gerade erschienen ist. Eine Danksagung an Andreas Kallfelz und sein Team, der die Uebersetzung gemacht hat. Und auch an den Lektor bei Transcript Verlag. Es liest super gut.

Das Buch ist eine integrale Uebersetzung von dem was in damals (2005-2006) an den Wissenschafskolleg in Berlin fertiggeschrieben habe. Die Englische Originalausgabe erschien vor einen Jahr bei Routledge New York.

Ihr koennt ein Rezensionsexemplar bestellen bei [EMAIL PROTECTED] verlag.de. Bitte erwaehne fuer welches Medium die Besprechung ist.

Mehr Info ueber das Buch hier: http://www.transcript-verlag.de/ts804/ ts804.php

Gruss, Geert

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Zusammenfassung

In Zero Comments bringt Geert Lovink veraltete Konzepte auf den aktuellen Stand und hinterfragt den jüngsten Web 2.0-Hype um Blogs, Wikis und Netzgemeinschaften. Dieser dritte Band seiner kritischen Studien der Internetkultur verfolgt die Entwicklung einer ›allgemeinen Theorie des Bloggens‹. Im Gegensatz zu den meisten Publikationen zielt Lovink dabei nicht auf das Verhältnis zwischen Bloggern und Mainstream-Nachrichtenmedien. Anstatt den »Bürger- Journalismus« zu feiern, untersucht er den ›nihilistischen Impuls‹ der Blogs, etablierte Bedeutungsstrukturen auszuhöhlen. Blogs arbeiten am Zerfall der Massenmedien des 20. Jhdt.‹s und genießen stolz ihr Insidertum, in dem Verlinken, Indexieren und Rankings zum Hauptantrieb geworden sind. Das Buch behandelt auch die stille Globalisierung des Internets, in der im Gegensatz zum Westen nun Länder wie Indien, China und Brasilien zu einflussreichen Akteuren werden. Doch es ist nicht nur der neueste Trend, auf den Internet- Enthusiasten blicken sollten. Zero Comments aktualisiert auch ältere Modelle wie das der globalen Internet-Zeit und der taktischen Medien, und beschäftigt sich mit der Krise der Medienkunst und dem schwierigen Verhältnis zwischen Architektur und Netz. Den Abschluss bilden spekulative Überlegungen zu Konzepten der Organisierten Netzwerke, der freien Kooperation und der Verteilten Ästhetik.

Biographie

Geert Lovink (NL/AUS) ist Medientheoretiker und -aktivist, Internetkritiker und Autor, seine letzten Publikationen waren Dark Fiber (2002), Uncanny Networks (2002) und My First Recession (2003). Er war beteiligt an verschiedenen Medienprojekten in Osteuropa und Indien, ist Mitglied der Agentur Bilwet, dem niederländischen Autorenkollektiv von u.a. Bewegungslehre und Medienarchiv, Mitbegründer einer Reihe von Internetprojekten wie Digitale Stadt, Nettime, Fibreculture und Incommunicado sowie Ko-Organisator des Festivals für taktische Medien »Next Five Minutes«. Jüngere von ihm mitinitiierte Konferenzen befassten sich mit der Geschichte des Web- Designs, der Kritik von »ICT for Development«, öffentlichen Bildschirmen, Netz-Porno und Creative Industries. Seit 2004 ist er Direktor des Institute for Network Culture am Amsterdamer Polytechnikum (HvA) und Associate Professor im Fachgebiet Medien & Kultur der Universität Amsterdam. 2005-2006 war er Fellow am Berliner Wissenschaftskolleg, wo er auch Zero Comments fertigstellte.

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