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0-) n0name nachrichten #134 Mi., 21.01.2008 09:01 CET *Inhalt/Contents* 1. Bonanza Marxisma 2. Versuch, ein Netzwerk zu zeichnen 3. Rezension von Sabine Nuss. _Copyright & Copyriot_ 38 4. verteidigt das Portal der Fantasie aus: _3000/futuristische Phantasmen und aktuelle Fantasien der Technokultur 3.2_ (Fortsetzung aus nn #133) 5. 6. 7. 24 KB, ca. 8 DIN A4-Seiten ------------------------------------------------------------------------ Again "Wohnzimmerkonzerts" with Miss le Bomb (Berlin) Superstolk (Offenbach) Didier Dupuis (Berlin) and 38317 (Berlin) on Sa., 24.01.2009 at 21 h in the Manteuffelstr. 70 4th Floor 10999 Berlin-Kreuzberg (near Paul-Lincke-Ufer) U 8 Kottbusser Tor / U 1 Goerlitzer Bhf / M 29 Goerlitzer Bhf The ENTRANCE is free or donate. Drinks are cheap or bring them. The darkest season is over, but the daylight lamp is running. We got faulty DSL, broken Skierlegs (for those who can afford it) and cold days in the begining of the now visible crisis, but nevertheless again true alive concerts in the living room. We are looking forward to a Radioshow Reading unloaded "A satirical journey through the daily routine" or "The chains we like so much" or "Beat me hard I love it" with Didier Dupuis, an experimental Accordion Bonanza with Miss le Bomb (http://www.misslebomb.net) and the uebercomplex beat of Superstolk after 6 hours driving (www.myspace.com/superstolk). The opener again is 38317 (www.38317.tk). Everyone who feels some Magnitisdat/MP3isdat is invited. Again, again and again! :-), :-) & :-) Thanks to XPECT MEDIA and top e.V. ------------------------------------------------------------------------ 1. Bonanza Marxisma Damm, dada damm, dada damm, dada damm, dada daaa daaa Damm, dada damm, dada damm, dada damm, dada damm damm daa daa daa kanalB behauptet, es handele sich beim Vortrag von Prof. Rick Wolff um "eine marxistische Analyse". Hier der Plot in tendenzioesen Stichworten: USA, Wild West Scenario, wages going down, endless loans, capitalism going crazy, I have a socialist proposal: the people who do the work of the enterprise will become their own collective board of directors, democratize the enterprise, democracy of economics, the story of garage companies in silicon valley, Karl Marx called those firms communist... DER KAPITALISMUS SCHMIERT AB englisch // 38,54 Min // 04.12.2008 // Hits: 1.466 [15.01.2009] http://kanalb.org/clip.php?clipId=2188 Mehr zu Wolffs Staats-Sozialismus: Capitalist Crisis, Marx's Shadow by Rick Wolff http://www.monthlyreview.org/mrzine/wolff260908.html Die Reihe "the CENTURY of the SELF" der BBC, auf Youtube auch unter "Happiness Machines" bekannt, vespricht etwas Aufklaerung in Sachen, warum werden wir ausgebautet, oder so. Es geht um die Kontrolle der Massen. Diese Folge kommt ueber Halb-Begriffe wie Konsumerismus und Freuds "Unbehagen in der Kultur" nicht hinaus. Einmal sind die Leute verfuehrt zum Konsum und befoerdern so den Kapitalismus (Konsumerismus) und ein anderes mal sind ihre animalischen Triebe staerker als Ihre Ratio. Markierung waere der Krach von 1929. Insgesamt aber ist es das Land, die Nation, die vom Business uebernommen wurde. Boeser Liberalismus. Die entfesselte Irrationalitaet. Immerhin ein Versuch, die Normalitaeten der sogenannten Demokratien Massenpsychologisch gefasst mit Bildern zu versehen. Was bleibt ist der Missing Link, der Abstand zwischen der Kenntnis, dass Freuds Theorie auf Analysen von Vertreterinnen der damaligen Oberschichten, der besitzenden Klasse beruht, und der Unkenntnis, warum "die Massen", also die arbeitende Klasse ihr (der besitzenden Klasse) folgt, 1914, 1933 und so gegen ihre eigenen Interessen handelt. Die Serie legt nahe: es war die Manipulation des Unbewussten, die Steuerung der Triebe, die Spindoctors, die Kunst der Kampagne, die Abloesung des Gebrauchswerts vom ideellen Wert -- du fuehlst dich besser, wenn du rauchst, vor allem diese Marke. Die Warenaesthetik, die uns verfuehrt, Lucky Strike, Hitler, Coca-Cola.: http://de.youtube.com/watch?v=ZOaugmZTmD8 Susi Meyer ------------------------------------------------------------------------ 2. |<------ Breite: 72 Zeichen - Fixed Width Font: Courier New, 10 ------>| Yelena Simc Versuch, ein Netzwerk zu zeichnen (erweiterte & verbesserte Vers.) Creative insurgency establishes cultural domination. Kreativer Aufstand stellt kulturelle Herrschaft her. http://www.nictoglobe.com/new/articles/ci.html | networks | | --------------- http://www.netzwerkvisualisierung.de | Komplexe soziale Systeme lassen sich heute nur begreifen, | indem man sie (auch) als Netzwerke versteht und untersucht. | Vorbereitung und Organisation: [...] Betina Hollstein (Berlin), | | | |_ | | | | http://www.uni-erfurt.de/maxwe/personen/hollstein/hollstein_forsch.html So konkretisiert sich die Erwerbsarbeit über die Institution -------- Arbeitsmarkt in der Gesellschaft. Die Nichterwerbsarbeit hingegen | ist in Form von Normen und Handlungsweisen in gesellschaftlichen | Gruppen und Verbänden institutionalisiert. | | |N | |a | |c | |h | |w | |u | |c | |h | |s | |f | |o | |r | ...------- |s | | |c | | |h | | |e | | |r | | | "Für die meisten Unternehmen wird deshalb ein komplexer --------|---- Handlungsrahmen relevant, denn auch ihre Absatzmärkte sind | meist weit gestreut, [...]" | http://www.uni-heidelberg.de/presse/news07/2708akad.html | | | | | -- http://coredump.buug.de/pipermail/rohrpost/2009-January/012565.html Andreas Broeckmann | | | | | ---http://www.hauptstadtkulturfonds.berlin.de/ index.php?id=245&tx_nkhkf_pi1[category]=53&tx_ nkhkf_pi1[singleView]=5702 | umfassende Recherche zu den Bedingungen und __________________Möglichkeiten eines erfolgreichen Labors für | Kunst und Medien in Berlin | | | | | ------ mikro e.V. | | | | | | | | http://www.hauptstadtkulturfonds.berlin.de/index.php?id=110 | Jury \ | | | \ | | -- Dr. Inke Arns ------------------------------------- | Künstlerische Leiterin \ | | Hartware MedienKunstVerein\(HMKV) | | \ | | \ | | Martin Howse Xxxx Mikro - Research Labor 25.000 € http://www.hauptstadtkulturfonds.berlin.de/index.php?id=248&no_cache= 1&L=0&tx_nkhkf_pi1[category]=144 \_____________ | | | | | | | | Welcher Standort bezieht Energie von wem? -------| | | http://www.fas.at/business/de/whysna/index.htm | | | | | | | | | http://www.meditel.de/img_content/rubriken/img-netzwerk.jpg | | | | | | | http://www.fischmarkt.de/2007/04/der_einfluss_der_position_in_ | sozialen_ne.html | | | | | | | | | --- Clustering | | ------------ „strength of weak ties“|[F**k mich!] | | | | | | Jacksonpollock.org ---. | | -|___ \ / . | | | | |--/----~ | | ' | / \ | | |/ \ | | | | | | | | http://netzwerkanalyse.org/anwendungsbereiche/sonstige/ | numb3rs-die-logik-des-verbrechens | | Bei dieser Gelegenheit wird ein Bombenanschlag aus den 70ern gleich mitgeklärt, es war nicht der damals vermutete Täter. | | | | | | Wir beobachten eine | | intensive Suche nach neuen Geschäftsmodellen | | -------- Arbeit 2.0 | | | http://waste.informatik.hu-berlin.de/Forschung/ | | | arbeit2.0/Arbeit2.0_Projektbeschreibung.pdf ----- | | | | | |___________________ | | | | --- Die Hartz-Kommission bestand aus 15 Mitgliedern. | | Isolde Kunkel-Weber, Mitglied des ver.di-Bundesvorstandes | Prof. Dr. Günther Schmid, Wissenschaftszentrum Berlin für | --- Sozialforschung | | | http://www.wzb.eu/eme/schmid/schmid.de.htm | | | Eggert Voscherau, Mitglied des Vorstandes der BASF AG | | |__|____ | | | | | | Jeanette Hofmann ---- | | | --- Wissenschaftszentrum|Berlin für Sozialforschung (WZB) | | Reichpietschufer 50 | | | | 10785 Berlin | | | | | | | | Regulation | | | | http://www.giswatch.org/files/bluemarine_logo.jpg | | | | | ____ | | | Bundeszentrale für politische Bildung | | | | Thorsten Schilling, | | | | | | | | Tesla, Berlin | | | | |------ | | ver.di hat eine finanzielle | | | Unterstützung des Projekts bewilligt. | | | | | | Ars Electronica__________________________| | | | | | | Workshops (Teilnahme) | | __________________________________________| | * 2008 | | BASF Studieninitiative, „Zukunft gestalten – | Perspektiven und Positionen eines Global Players“ | Ludwigshafen & Brüssel | http://topotropic.de/info.html | | | ICH BIN EIN NETZWERK. | ICH FINDE, TEILEN IST HEILEN. | ICH BIN MEHR ALS EIN NETZWERK. Cisco Systems | DAS IST DIE KRAFT, DIE IM NETZWERK STECKT. jetzt. | | | welche soziale Struktur sich hinter den von Schulze geschilderten, verwickelten Verhältnissen verbirgt. Wir haben dieses Geflecht | visualisiert, weiter nachgewiesen, daß die positiven Beziehungen|für die Struktur wesentlich sind; | http://www.uni-koeln.de/phil-fak/voelkerkunde/doc/simple.html --- ------------------------------------------------------------------------ 3. Rezension von Sabine Nuss. _Copyright & Copyriot_ 38 Entweder die Anschlusstellen werden besser oder wir zerhacken es. www.textz.com Not Found. walser.php PHP-Skript, 2002 textz.com/trash/walser.php.txt Bei walser.php handelt es sich um eine Software, die als Reaktion auf einen der größten Literaturskandale in Deutschland nach 1945 geschrieben wurde. Das PHP-Skript kann aus dem 10.000 Zeilen umfassenden Quellcode eine ASCII-Textversion von Martin Walsers Roman „Tod eines Kritikers“ generieren. Der Quellcode enthält den Roman in ‚unsichtbarer’ (d.h. nur maschinenlesbarer) Form und somit als freie Software unter der GNU General Public License frei distribuiert und modifiziert werden. Allerdings darf er nur mit schriftlicher Genehmigung des Suhrkamp Verlages ausgeführt werden. Haha! Aha! Machen wirs wie Steganografisticus: Hier die vorherige Stelle im Kopierrecht-Kopierrevolte-Buch: "Aristoteles oder Platon fragen nicht „was ist Eigentum?", sondern sie erörtern, welche Art der Nutzungs-und Zuordnungsmodalitäten in einer Polis die beste Gesellschaftsordnung gene-" Hier der nachfolgende Text mit Auslassungen nach einem komplizierten Mustercode. Die Aulassungen werden im nexten n0name veroeffentlicht und koennen dann irgendwie ohne Genehmigung wieder eingefuegt werden, so dass der vollstaendige Text entsteht: "r ren. er i es f n et m n ch i de te tu u Ei um n r kap alis isc n oc G ra e v de Hi t gru d s t st- o i ts i e eit H l e de 2 rh der urd " Ach, das ist doch zu schwierig per Hand, eine Maschine waere da schneller. Die Ergaenzungen dieser ersten drei Saetze also im naechsten n0name (Cliffhanger) und weiter im klaren Klartext des Nichtcodes. "die Systemkonkurrenz auf der Ebene der intel-lektuellen Auseinandersetzung maßgeblich an der Eigentumsfrage ausgetragen. Dennoch ist es nicht das gleiche, denn die Autoren der griechischen Antike ge-hen von einer spezifischen sozialen Wirklichkeit aus, die sich von der Wirklich-keit der Neuzeit unterscheidet. Der Zugang der Menschen zu den Produktions-mitteln ist in der griechischen Antike vor allem vermittelt über den Status der Einzelnen als Familien- und Gesellschaftsmitglied, und nicht in erster Linie über die Schließung von Verträgen zwischen freien und gleichen isolierten Individuen. Kennzeichnend für „die Wirtschaft" der griechischen Antike ist nicht eine abs-trakte, autonome Sphäre der Ökonomie als solcher, sondern kennzeichnend ist die Hauswirtschaft („Oikenwirtschaft"), wobei oikos nicht nur „Haus", sondern auch „Familie" bedeutet. Oikos ist in diesem Sinne eine familienrechtliche und religiöse Einheit, ein entscheidender Baustein der griechischen Polis: „Ihre ganze politische und religiöse Ordnung ruht auf seiner Grundlage. Nur die Zugehö-rigkeit zu einem oikos vermittelt die Zugehörigkeit zu religiösen und politischen Zwischen-einheiten, zu Phatrien und Phylen (...) und damit zum Bürgerrecht" (Wesel 1997b: 135). Wobei eben jenes Bürgerrecht wiederum an Landbesitz gekoppelt ist. Man ver-mutet, dass noch im vierten Jahrhundert mehr als zwei Drittel aller Bürger Grund-besitz hatten, wobei die meisten Höfe sehr klein gewesen sein mussten - ein Be-sitz von 20 ha dürfte bereits über dem Durchschnitt gelegen haben (Bleicken 1991: 88).8 Nicht alle konnten gleichermaßen Land zugeteilt bekommen oder erwerben. Metöken, also ortsansässige Fremde, hatten keinen Bürgerstatus und damit auch keinen Anspruch auf Land. Sklaven und Frauen waren vom Bürger-recht selbstredend ganz ausgeschlossen: _______________ 7 Für die Antike gilt, was Polanyi ganz allgemein für vorbürgerliche Gesellschaften sagt: Der Unterschied zwischen eingebetteter und herausgelöster Wirtschaft ist zentral. Ganz in diesem Sinne konstatiert der Althistoriker Jochen Bleicken: „Vorab ist festzuhalten, dass der Staat, und das heißt: die Bürgerschaft Athens, kein fixiertes Verhältnis zur Wirtschaft hatte. `Wirtschaft' ist ihr als ein möglicher Gegenstand des Nachdenkens nicht einmal bewusst” (Bleicken 1991: 97). Auch die französischen Historiker Vidal-Naquet und Austin betonen, dass die Wirtschaft im modernen Sinne für die Griechen nie eine unabhängige Kategorie bildeten, „so sollten wir bei den griechischen Autoren kein wahres wirtschaftliches Denken oder ökonomische Analyse erwarten" (Austin/ Vidal-Naquet 1984: 9). 8 Dabei ist die landwirtschaftliche Besiedelung des attischen Gebiets gleichmäßig ver-teilt, es gibt keine Konzentration zu einer Stadt, wie später im Mittelalter, um die herum die Landwirtschaft angesiedelt ist. 139" Ali Emas/Matze Schmidt/Susi Meyer ------------------------------------------------------------------------ 4. verteidigt das Portal der Fantasie (Fortsetzung aus im n0name newsletter #133) Kritisch an der "Oekonomie der Freundschaft", die nicht nur in sondern auch neben der hegemonialen Oekonomie bestehe, ist, dasz diese sog. Geschenkoekonomie, auf die Z anspielt, an der Tatsache der Oekonomie der bestehenden Produktion des Mehrwert, die ja ebenfalls fuer die Produktion "extrem fluechtiger Produkte" (302) und Dienstleistungen gilt, nichts aendert. Die Ideen des Potlatsch, wie sie in Peer-to-peer Netzwerken (#www.kazaa.com (2003), das fruehe napster (2000), usw.#) wiederentdeckt werden, uebersehen die Tatsache der basalen Anbindung ihrer Hintergrundverhaeltnisse an die kapitalistische Oekonomie. Sie sind nicht mehr als ein Spielfeld, ein digitalisierter Flomarkt und Schwarzmarkt, geduldete oder illegale Maerkte, die als "informelle Oekonomie" an die 'formelle Oekonomie' gebunden bleiben. Einfach, weil Produkte und Arbeitsleistung, die innerhalb dieser Felder auftreten, der Arbeitsfremdverwaltung verhaftet bleiben und der Mehrwert in andere Felder abflieszt. Die Syndikalisierung, wie sie Z vorschlaegt, (313) kann nur eine Autonomie-Insel sein, deren Auszenpolitik mit der allgemeinen gekoppelt ist. Diese Insellage nimmt er sogar dankend an, wenn er sagt die "Oekonomie der Freundschaft besitzt[e] keine Verallgemeinerungsfaehigkeit"; ihr utopischer Gehalt wird also von ihm selbst auf die Funktionen der Tauschboerse und des Privaten zurueckgestutzt. Z sieht im selbstbestimmten Verfuegen ueber Zeit einer weiteren Ansatz und verwechselt den Kairos, verstanden als die individuelle Kontrolle von Zeit mit der Kontrolle des ueberindividuellen Wirtschaftskreislaufs. Trotz einem in den Text von ihm hineingesampleten Zitat von Max Horkheimer und dessen Erkenntnis, dasz Geld Zeit ist, tut er so, als wuerde Zeit, als die knappste aller 'Ressourcen', die finanziellen Ressourcen des Individuums bestimmen und nicht umgekehrt. Dabei geht er soweit, romantisch zur Rueckgabe von Zeit an ein offenbar gemeintes Publikum seitens der "Kulturproduzenten" aufzufordern ... deren Ressource somit jedem (zeitbasiertem Medienkuenstler) aequivalent offenliege? Wohl nur dem, der sie gestaltet (Kinozeit?). P? Was dem Kuenstler bleibe, sei der Eingriff in die Struktur der Funktionalisierung von Zeit. ( > Mapping Zeit http://www.n0name.de/3000/di0605.html) Anstatt die oekonomischen Bedingungen zu diskutieren, wie sie die Rest-Zeit, also die ueberhaupt verfuegbare Lebenszeit zum Lifetime-Value (Arbeit./.Zeit=Arbeitsleistung) macht, setzt er nach George Bataille auf den Topos einer Praxis der "Verschwendung" (320). Verschwendung kann aber, aus materialistischer Perspektive, nur stattfinden, wenn ETWAS verschwendet werden kann. Dieses Etwas wuerde Zielinski wahrscheinlich mit "symbolischem Kapital" (Bourdieu) gleichsetzen. Zu fragen waere, was die Quellen zur Generierung dieser Kapitalform sind. Die sozialisationswertverneinenden und ahistorischen Antworten der Aesthetiker darauf sind: der Kuenstler ist begabt, ... hat Talent, ... ist ein Genie, ... ist gut. Z gibt darauf diese klare Antwort: der alternative Markt: positiver Verlust des Einen und Bereicheurng des Anderen (320). Von der "Enteignung der Produktionsmittel" geht er ueber zur 'Enteignung von Zeit' (317), die nur beendet wuerde, wenn die Souveraenitaet ueber die Zeit wiedergewonnen wuerde. (320) Die Logik dieser Praxis der Verschwendung muesste dann wohl grob lauten: Das "symbolische Kapital" oder "kulturelle Kapital" setzt der Kuenstler ein, indem er dessen Produkt frei, d.h. bedingungslos (ohne Tausch, ohne verlangte Gegenleistung = verschwendend) an das Publikum abgibt und es auf diese Weise aus seinem (unerschoepflichen?) Besitz entlaesst, womit die Unterschiedsbalance der Besitztuemer von Produkten symbolischen Kapitals (Wissen, Erfahrung, Sinn) aufgehoben wird oder dieser gesamte oekonomische Aufbau gleich ganz verlassen wird, indem er ignoriert oder durch eine Handlung, die nicht (Waren-)Tausch ist und keine Zugangsbeschraenkungen zum Objekt aufstellt, ersetzt wird ("Aufhebung der Oekonomie"). Man kann - hier zunaechst ohne Begruendung - feststellen, dasz das immanent und symbolisch bleibt und nach Unterhaltung und Sinnproduktion klingt, die reellen, monetaeren und Eigentumsbezogenen Kapitalverhaeltnisse jedoch voellig unberuehrt laesst und im Gegenteil, die Frage der Deterniniertheit von Zeit, Zeitproduktion und Zeitbewusztsein von der Frage nach den Produktivkraeften entkoppelt. Um die Produktionsstaette des 'verschwendbaren Etwas' zu chrakterisieren und gegen die Oekonomie anzusetzen, argumentiert Z (mit Pierre Klossowski, -> siehe unten S. 325) fuer den Status von Kunst als Ort risikofreundlicher experimenteller Forschung, fuer das Spiel mit Erfolg und Scheitern, und rehabilitiert wiederum klischeehaft Kunst als Feld des Zweckfreien (Geld des Zweck-losen, und Interesselosen ? -> Kant's "interesseloses Wohlgefallen" -> _Kritik der Urteilskraft_) als Alternative entgegen dem Rentabilitaetsdenken des Profits. Attituede? ------------------------------------------------------------------------ 5. 6. 7. ======================================================================== Sie erhalten den n0name newsletter, weil sie da sind!/You get the n0name newsletter, because you are there! *Bitte weiterleiten!/Please forward!* Archiv: http://www.n0name.de/newsletr.html (c) 1999-2009 n0name, die Autorinnen & Autoren und die Maschinen Unterstuetzt von XPECT MEDIA http://www.xpect-media.de Sponsored by FONDS Dank an >top e.V. ------------------- Ende des n0name newsletter #134 -------------------- -- NUR NOCH BIS 31.01.! GMX FreeDSL - Telefonanschluss + DSL für nur 16,37 EURO/mtl.!* http://dsl.gmx.de/?ac=OM.AD.PD003K11308T4569a
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