Scenography Now! und bauhaus lab 2009 präsentieren im Rahmen des Bauhausjahres 2009:
Das Festival als Laboratorium! Crash! Boom! Bau! - Festival Neue Szenografie, 1. bis 17. Mai 2009, Theaterhaus Jena www.festival.bauhauslab.org [en] www.theaterhaus-jena.de [de] www.bauhauslab.org [en] Jede künstlerische Avantgarde setzt sich - in Abgrenzung zum Alten - neu ins Verhältnis zum Raum; zum Raum der Kunst, der Politik und des Lebens. Neue kulturelle Wirkungsräume wollen erobert werden! In der kurzen Zeit ihres Bestehens experimentierte die Bühnenwerkstatt am Bauhaus, später Bauhausbühne genannt, mit dem Raum als Voraussetzung des Theaters. Aktuell verstärken sich - zwischen bildender und darstellender Kunst verortet -szenografische Konzepte, in denen der Bühnenraum selbst zum eigenständigen Akteur, zur künstlerischen Situation wird. Das Festival “Crash! Boom! Bau!” schlägt einen Bogen von der Avantgarde des Performativen am Beginn des 20. Jahrhunderts, der Bauhausbühne, zu aktuellen bühnenbildnerischen und szenografischen Konzepten und Formen in den darstellenden Künsten. NEU! NEU! NEU! Crash! Boom! Bau! „Neu“ war das Wort der Stunde am Bauhaus. Man wollte die Welt verbessern, und das mit aller Perfektion: neue Städte, neue Teekannen, neue Menschen und natürlich auch: Ein neues Theater! Die Bühnenwerkstatt am Bauhaus war ein einzigartiges Laboratorium. Hochkomplex beschrieb der Bauhaus-Meister László Moholy-Nagy, worum es ging: „Die richtige heutige Forderung ist: eine wirkliche Form- und Bewegungsorganisation, welche gleichwertig den heute erzeugbaren akustischen und optischen (elektrischen) Phänomenen beigeordnet ist und die Bewegung nicht als Träger literarischer und gefühlsmäßiger Ereignisse missbraucht.“ Ganz schön kompliziert, aber: Neu! Auf der Suche nach einem anderen Verhältnis von Körper und Raum wurde mit Apparaten, mit Maschinen und Mechaniken experimentiert. Walter Gropius: „Jede Kunst will Raum gestalten!“. Oskar Schlemmer präsentierte ein »Figurales Kabinett«, Kurt Schmidt ein »Mechanisches Ballett« und Moholy-Nagy einen »Licht-Raum-Modulator«. Übrigens 1923 erstmals als »Mechanisches Kabarett« am Theater Jena. Mit dem Festival „Crash! Boom! Bau!“ feiert das Theaterhaus Jena 90 Jahre Bauhaus - mit neuem und aktuellem Theater, Gastspielen und Eigenproduktionen, mit künstlerischen Installationen und Workshops. Allen Projekten ist ein besonderer Umgang mit dem Raum, der Bühne, mit dem Verhältnis von Agieren und Zuschauen und interdisziplinären Ansätzen eigen. Zwischen Architektur, Medientechnologie und Politik gehen Künstler mit der Frage um, wie Raum entsteht, konstituiert wird und sich inszenatorisch erweitern lässt. Das Festival als Laboratorium! Und: Wir bauen an! In Kooperation mit der Architectural Association in London entsteht auf dem Theatervorplatz ein temporärer Bau, ein neuer Spiel- und Begegnungsort, mit dem wir unser Theater erweitern. NEU! NEU! NEU! Crash! Boom! Bau! Das Festival Crash!Boom!Bau! ist im Rahmen von "Scenography Now!" gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes und im Rahmen vom "bauhaus lab" gefördert durch das Kultur-Programm der EU.
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