Hi,

finde es toll, was ihr so treibt, denn ja, auch ich glaube, dass Ruby mit Rails das Zeug hat, die Software-Szene zu verändern

warum ich jetzt erst schreibe? Ich habe lange Zeit gegrübelt, ob...

Jetzt allerdings bin ich auf Eure Hilfe angewiesen: Ich hätte gern möglichst viele Feeds von Euch genannt, die ihr für die *deutsche* Rails-Szene für relevant halte.

ob mein Beitrag für die deutsche Rails-Szene "relevant" ist, weshalb ich einfach fragen möchte - ob es unter dieses Kriterium fällt.

Mein Beitrag ist nämlich erstens kein Blog und zweitens richtet er sich an eine "nicht-typische" Zielgruppe. Aber, wie Thomas Baustert meinte, sie existiert immerhin. Und zwar wende ich mich an "meinesgleichen" - Programmierer, die wissen, wie Cobol und Fortran sich noch in Lochstreifen und Lochkarten stanzen ließen, die Millionen von Statements noch im Spaghetti-Modus beherrschten, aber dafür eben nie HTML, CSS und Apache verinnerlichten. Andererseits ist Programmierung immer bloß Programmierung und Komplexität lässt sich nicht verringern - nur auf ein Minimum zurückführen (Kolgomorov, nicht wahr?). Die Erfahrung der alten Hasen ist deshalb sicher auch in den modernen Medien noch nützlich, besonders wenn es um die pragmatische Aufgabe geht, Kundenanfragen in etwas zu übersetzen, was sich dann auch machen lässt. Das Problem mit alten Hasen ist nur meist, dass sie jahrelang die umschwärmten Masterminds waren und jetzt langsam einsehen müssen, dass diese Zeit endgültig vorbei ist - die alten Technologien werden zwar noch einige Zeit weiterleben, weil umfangreiche Software eigene "Trägheitsmomente" vorweisen kann, doch für neue Projekte greift keiner mehr auf etwas zurück, was sich nicht irgendwie auch im Internet präsentieren lässt. Das begreifen langsam auch die hartnäckigsten "Konservativen", doch je unbekannter ein Terrain ist, desto mehr Furcht und Unsicherheit flößt es ein.

Deshalb habe ich genau für diese Zielgruppe eine Einführung in Rails geschrieben (http://www.bussole.de/html/buch05.htm) - von mehr als allgemeiner Programmiererfahrung gehe ich dabei nicht aus, und versuche zu zeigen, wie Ruby und Rails sich auch für solche Leute erschließen können, die nicht aus dem Stand 10 Methoden kennen, Webserver zu optimieren. Dabei führe ich schlicht einfach vor, wie ich mich selbst einarbeitete und hoffe dadurch, meine Zielgruppe nicht durch zuviel Perfektion zu verschüchtern ;-)

auch eine kleine Anwendung - schrittweise - zum Abkupfern (mit Beurteilung der Schwächen, natürlich), biete ich zum "Herumspielen" an, denn offen gestanden glaube ich, dass die Zielgruppe weitaus größer ist, als sie sich zu offenbaren wagt - denn es ist sehr schwer für Menschen, die gewohnt waren, Lösungen locker-flockig aus dem Ärmel zu schütteln, wenn sie wieder zugeben müssen, dass sie keine Ahnung haben

und, ja sicher möchte ich Werbung für mein Buch machen - ich möchte aber vor allem Werbung für Ruby und Rails machen, denn ich denke, dass diese flexible Sprache das Zeug hat, die modernen Integrationsaufgaben lose gekoppelter Architekturen par excellence zu bewältigen - und Rails erlaubt es gerade für "Außenseiter", die oft doch haarigen Zickigkeiten der Primadonna "Web" in den Griff zu bekommen, weshalb es gerade für die alten Hasen eine riesige Chance ist, nicht als "altes Eisen" abgeschoben zu werden

und schrieb nicht Thomas Baustert über die Rails-Konferenz 2007, dass zwar weniger Teilnehmer als zuvor, dafür aber weitaus mehr Firmen anwesend waren? Rails ist in Amerika längst auf dem "Durchmarsch" - und ich würde wirklich unglaublich gerne dabei helfen, Ruby auch in Deutschland die verdiente Aufmerksamkeit zukommen zu lassen

mit freundlichen Grüßen

Bevier

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bussole InformationsVerlag e.K.
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Amtsgericht Landau in der Pfalz, HRA 21281

IKI: Infinity Kills Information - how the knowledge of what you're doing 
betters the result
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Level of Math limits Level of Technology
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4fF method to evaluate databases: compare - count
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ML method to grip problems: think - write - relate - count - program
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Information: wiederholbare und zusammenhängende Wertveränderung von 
Eigenschaften - als mathematische Gruppe erklärt sie einerseits die hohe 
Nützlichkeit mengenmathematischer Techniken in der Naturwissenschaft, 
andererseits die Notwendigkeiten des Lernens in offenen Umgebungen sowie 
Strategie und Aufbau von Informationsverarbeitungen

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