Österreichische Gesellschaft für Architektur
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Veranstaltungen Woche 23
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**Freitag, 6. Juni 2008, 19 Uhr*
Schwerpunkt Links von Wien: Verkehr + Raumentwicklung
Eine verkehrswissenschaftliche Analyse
Günter Emberger
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Die
Österreichische Gesellschaft für Architektur
lädt herzlich zum Vortrag
*Verkehr + Raumentwicklung*
Eine verkehrswissenschaftliche Analsyse
Vortrag von Günter Emberger, Wien
Eine Veranstaltung im Rahmen des Schwerpunkts Links von Wien - Planung
in der Stadtlandschaft
Zeit: Freitag, 6. Juni 2008, 19 Uhr
Ort: mica - Veranstaltungsraum
Stiftgasse 29/Innenhof, 1070 Wien
Der enge Zusammenhang zwischen Verkehr und Raumentwicklung wurde von den
wissenschaftlichen Disziplinen Verkehrsplanung und Raumplanung über
lange Zeit nicht beachtet und führte so zu einer Vielzahl ungewünschter
und ungeplanter (Fehl-)Entwicklungen. Um zu einer sinnvollen Lösung des
Verkehrsproblems zu gelangen, ist es als erstes notwendig, die Ziele
eines verwobenen Stadt-Umlandsystems festzulegen. Diese Ziele sind nicht
aus der Disziplin der Verkehrsplanung ableitbar, sondern müssen auf der
Ebene der Gesellschaft abgeleitet werden. Damit vermeidet man
symptomorientierte Ziele wie beispielsweise Stauvermeidung. Eine
richtige, systemadäquate Zieldefinition ist zum Beispiel das Ziel, das
Zusammenleben von Menschen in Städten und dem Umland menschen- und
umweltgerecht zu ermöglichen. Auf dieser Basis ist es ein leichtes,
Maßnahmen auf ihre Zielerreichungsqualität hin zu untersuchen und zu
bewerten. Dabei wird augenscheinlich, dass ein Großteil der derzeitig
angepriesenen und implementierten Maßnahmen im Bereich Verkehrsplanung,
aber auch im Bereich Siedlungsentwicklung konträre Wirkungen zur
Zielvorgabe hervorrufen. Beispiele dafür sind der Ausbau der
Straßeninfrastruktur rund um Wien und in NÖ, die Einführung von
Telematiklösungen zur Kapazitätssteigerung im motorisierten
Individualverkehr, aber auch existierende rechtliche Rahmenbedingungen
wie Pendlerpauschale, Wohnbauförderung (auch für Garagen) oder die
Widmung von Gewerbegebieten ohne ÖV-Anschluss, etc.
Wie soll man sich diesen tradierten und ideologisch gegründeten
"Lösungsvorschlägen" nähern und sie so adaptieren, dass sie
zielorientiert wirken? Um sich dieser Fragestellung annähern zu können,
müssen die Begriffe Verkehr und Mobilität definiert werden. Im
landläufigen Sinne werden die Begriffe Verkehr und Mobilität synonym
verwendet, in der Wissenschaft versteht man unter Verkehr fast immer nur
den motorisierten Individualverkehr, unter Mobilität aber jedwede
Ortsveränderung zum Zwecke einer Bedürfnisbefriedigung. Der Begriff
Verkehrsplanung ist daher zu eng gefasst -- Verkehrsplanung müsste
Mobilitätsplanung heißen. In der tradierten Verkehrsplanung existieren
eine Reihe von Mythen, die auf subjektiver Wahrnehmung basieren und
leicht zu "falschen" Schlüssen verleiten. Von der Verkehrswissenschaft
zu unumstößlichen Prämissen erhoben, prägten sie die
verkehrswissenschaftlichen Lehrmeinungen und die davon abgeleiteten
Maßnahmen zur Lösung des Verkehrsproblems. Eine kritische
wissenschaftliche Hinterfragung dieser Prämissen ist heutzutage kaum
mehr möglich, da sie das Fundament für die vergangene und gegenwärtige
Verkehrspolitik bilden und ein Anzweifeln dieser zu einer neuen
Bewertung der verkehrspolitischen Maßnahmen führen würde, was von den
Nutznießern des gegenwärtigen Systems aufs Heftigste bekämpft wird.
Die oben angesprochene kritische Analyse wurde in den vergangenen
Jahrzehnten am Institut für Verkehrsplanung und Verkehrstechnik der TU
Wien konsequent durchgeführt und setzt sich immer mehr und mehr als
Paradigmenwechsel in der Verkehrswissenschaft durch. Diese neue
interdisziplinäre Lehrmeinung ist in der Lage, die heute zwischen Umland
und Stadt auftretenden Probleme zu erklären und Lösungswege aus der
Sackgasse der Automobilität aufzeigen.
*Günter Emberger* ist Professor am Institut für Verkehrsplanung und
Verkehrstechnik, Fakultät für Bauingenieurwesen der Technischen
Universität Wien; seit 1990 in der Verkehrsplanung tätig.
Projektleiter/Mitarbeiter bei über 30 nationalen und internationalen
Forschungsprojekten zum Thema nachhaltige Mobilität, über 60
wissenschaftliche Publikationen. Weitere Forschungsaktivitäten im
Bereich Umweltmonitoring (verkehrsinduzierte Luftschadstoffmessungen),
Verkehrsnachfragemodellierung und Verkehrserhebungen/Befragungen,
Forschung im Bereich Güterverkehr (Habilitation) und Entwicklung von
dynamischen kombinierten Flächennutzungs- und Verkehrsmodellen auf
regionalem, nationalem und internationalem Abstraktionsniveau.
Wir danken für die Unterstützung:
bm:ukk -- Kunstsektion
MA 7 Referat für Wissenschafts- und Forschungsförderung
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