Österreichische Gesellschaft für Architektur
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Veranstaltung Woche 14

Montag, 30. März 2009, 19 Uhr
Auftaktveranstaltung der ÖGFA Schwerpunktreihe
/Status Quo Vadis - Die Zukunft der Architektur als Prognose und Programm/*/
/Über die Fähigkeit, /anderweitig/ zu agieren/
/*Vortrag von Tatjana Schneider, Sheffield, UK
Eintritt frei!
Weitere Informationen <http://www.oegfa.at/event.php?item=5114>

Call for Papers UmBau 25 *
Architektur im Ausverkauf?
*Auf dem Weg zu einer Ökonomie des Überflusses.*
* *Verlängerung Einreichfrist **bis 22. April 2009
*Weitere Informationen <http://www.oegfa.at/publication.php?item=139>
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Die
Österreichische Gesellschaft für Architektur
lädt herzlich zur Auftaktveranstaltung der Reihe /Status Quo Vadis - Die Zukunft der Architektur als Prognose und Programm/
*
**Über die Fähigkeit, /anderweitig/ zu agieren*
Vortrag von Tatjana Schneider, University of Sheffield, UK*

** Zeit:* Montag, 30. März 2009, 19 Uhr
*Adresse: *Project Space - Kunsthalle Wien, Karlsplatz
Eintritt frei!


Den Auftakt der ÖGFA-Schwerpunkt-Reihe /Status Quo Vadis/ macht Tatjana Schneider, die an der School of Architecture der University of Sheffield forscht und lehrt. Mit ihrem Vortrag "Über die Fähigkeit, /anderweitig/ zu agieren" geht sie sowohl Fragen der (zukünftigen) Rolle von ArchitektInnen wie auch Modellen alternativer architektonischer Praxen nach.

In den letzten Jahren ist es wieder vermehrt zu Publikationen und Symposien zum Thema der Architekturproduktion gekommen. Es geht um "kritische" Architektur oder "projektive Praxis", um die Frage der "Autonomie" oder "Autopoiesis", um das Aufkommen einer neuen "Avantgarde". Während diese Diskussionen im besten Falle die Fokussierung auf Architektur als rein ästhetisches und/oder technisches Objekt frei von moralischen oder ethischen Dimensionen in Frage stellt, so wird nicht über die Rolle des Architekten per se debattiert. Das Unterlassen einer Reflektion über das agierende Subjekt führt dabei zu einer Marginalisierung sowohl der Profession und das Wissenszweiges Architektur. Darüber hinaus untermauert es auch eine selbstverschuldete Beschränkung der Fähigkeiten des Architekten und von dessen ,Macht' zu handeln. Peter Marcuse bemerkte in einem Interview mit AnArchitektur, dass Architekten in einer Art und Weise benutzt wurden und werden, die diese versuchen sollten zu vermeiden. Die Formulierung des benutzt werden spricht hier eine der größten Schwächen des Systems an, nämlich das der Reaktivität. Architekten reagieren und realisieren so nicht das Potenzial, welches in der Position des aktiv Handelnden, des Fordernden, des Agierenden liegt. Die Referenz zu Anthony Giddens Definition des Begriffs agency, welche im Titel anklingt, beginnt hier eine Auseinandersetzung darüber, wie Architekten und andere als agents, als (Ver)mittler, mit anderen in der Produktion von sozialem Raum tätig sein können. Architektur als agency deutet auf ein Verständnis von Architektur als politische und soziale Praxis hin. Es ist eine Praxis, die fest im Kontext der Welt jenseits der Architektur verankert ist, und deswegen kritisch ob ihrer Struktur sein kann, um in umgestaltender Art und Weise eingreifen zu können. Diese Verschiebung des Selbstverständnisses von Architektur und architektonischer Praxis würde die Rolle des Architekten erweitern und dadurch ebenso die Konsequenzen der Architektur und des Bauens wie auch deren Objekte berücksichtigen. Gleichzeitig bedeutet dies auch eine Überwindung eines internalisierten Diskurses und die Öffnung der Disziplin, um zu berücksichtigen, einzubinden, miteinzubeziehen und einzuplanen. Im Hinblick auf weitreichende soziale, ökonomische und ökologische Veränderungen, welche die Architektur keinesfalls außen vor lassen, sind ,alternative' Modelle der architektonischen Praxis gefragt, die sozialen Wandel aktiv herbeiführen, wobei der Architekt allerdings nicht der (Ver)mittler oder agent ist, sondern nur einer von vielen.


*Status Quo Vadis -- Die Zukunft der Architektur als Prognose und Programm**
*Das neue Schwerpunktprogramm der ÖGFA versucht, Architektur gleichzeitig als spezifisches Feld und als Symptom für breitere Entwicklungen im Feld der Kreativ- und Wissensberufe zu sehen. Basierend auf der Analyse aktueller Entwicklungen geht es um eine Prognose und um ein Programm, also um Vorschläge für bestimmte, momentan noch unscharfe Entwicklungstendenzen. Wer strukturiert die Architektur? Im Schwerpunktprogramm werfen wir Blicke von außen wie von innen auf dieses Feld und gliedern thematisch in drei Blöcke: Den Anfang machen Erkundungen zum Thema /Neue Produktionsweisen -- Planungsmethodik und Arbeitsprozesse in der Architektur: heute und historisch/. Im Herbst 2009 folgt eine Auseinandersetzung mit dem weiten Feld /Neue Aufgaben -- Planen im Bestand, Planen im Klimawandel, Planer./ Im Frühjahr 2010 wollen wir schließlich die Beziehungen zwischen PlanerInnen und NutzerInnen mit /Neue Änderungen im Verhältnis zwischen Produktion und Rezeption /erkunden. Weitere Informationen zum aktuellen Schwerpunkt <http://www.oegfa.at/index/page.php?item=1318>

Wir danken für die Unterstützung:
bm:ukk -- Kunstsektion www.bmukk.gv.at <http://www.bmukk.gv.at/>
MA 7 Referat für Wissenschafts- und Forschungsförderung www.wien.gv.at/kultur/ <http://www.wien.gv.at/kultur/abteilung/> <http://www.wien.arching.at/>

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Die Fakultät für Architektur und Raumplanung, Abteilung Architekturtheorie und
Die Österreichische Gesellschaft für Architektur
laden herzlich zum

Call for Papers UmBau 25
*Architektur im Ausverkauf?
*Auf dem Weg zu einer Ökonomie des Überflusses.*
*
Architektur als kultureller Wert jenseits des rein Nützlichen scheint heute am ehesten dort entstehen zu können, wo keine demokratischen Gremien zu konsultieren und Bebauungsvorschriften einzuhalten sind. Jede Investition in öffentliche Gebäude, die über das rein Nützliche hinausgeht, wird als verdächtig betrachtet. Verliert Architektur daher ihre historische Rolle, gesellschaftliche Werte zu repräsentieren? Soll Architektur öffentlicher Bauten nur nach einer streng ökonomischen Logik bewertet werden, oder soll sie als öffentliches Gut gesehen werden, dessen Preis nach Marktkriterien nicht angemessen bestimmt werden kann? Und was sind tatsächlich die von PlanerInnen immer wieder beschworenen positiven nicht quantifizierbaren Effekte, durch die eine Gesellschaft indirekt von guter Gestaltung profitiert? Die eigentliche Frage, die sich hier stellt, lautet: Was ist uns Architektur heute wert?

Die Fakultät für Architektur und Raumplanung, Abteilung Architekturtheorie der TU Wien und die Österreichische Gesellschaft für Architektur laden zur *Einreichung von Abstracts bis 22. April 2009*. Der Aufruf wendet sich an wissenschaftlich Tätige der Bereiche Kunst und Kultur, Architektur, Ökonomie, Soziologie sowie Philosophie. Die ausgewählten Texte werden im UmBau 25 publiziert. Weitere Informationen <http://www.oegfa.at/publication.php?item=139>
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Die nächsten Veranstaltungen der ÖGFA (Details siehe ÖGFA-Website <http://www.oegfa.at>)

17.04.2009 | 17:30
Ausstellungsführung
*Jean Prouvé - Die Poetik des technischen Objekts*
In Kooperation mit dem Hofmobiliendepot  . Möbelmuseum Wien
Ermässigter Eintritt für TeilnehmerInnen der ÖGFA-Führung.

20.04.2009 | 19:00
Schwerpunktprogramm 2009/10: Status Quo Vadis - Die Zukunft der Architektur als Prognose und Programm
*Kieran Timberlake - Evolving an Ethical Aesthetic*
Vortrag von James Timberlake (USA), in englischer Sprache
Eintritt frei!

24.04.2009 | 16:00
*Bauvisite 132: Austrian Airlines Trainingscenter
*BWM Architekten und Partner mit syntax Architektur*
*Eintritt frei!

*Fördernde Mitglieder der ÖGFA*
A-NULL EDV <http://www.a-null.com/>, BIG - Bundesimmobilien GmbH <http://www.big.at>, Bogner Edelstahl <http://www.bogner.co.at/>, Kallco Projekt <http://www.kallco.at/>, Macke Malerbetrieb <http://www.macke.at/>, Silent Gliss <http://www.silentgliss.at/index.cfm>, proHolz <http://www.proholz.at/>, Wiesner Hager <http://www.wiesner-hager.com/de/home/home.html,1> und Zumtobel Staff <http://www.zumtobel.at/at/de/default.htm>

*ÖGFA-Mitgliedschaft*
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