Veranstaltungshinweis:  Buchpräsentation und Diskussion mit dem
Historiker Andreas Oplatka

"DER ERSTE RISS IN DER MAUER: September 1989 - Ungarn öffnet die
Grenze"
(soeben bei Zsolnay erschienen )

Montag, 30. März 2009
18 Uhr
Ungarische Botschaft
Bankgasse 6
1010 Wien

Begrüßung: Dr. Istvan Horvath, Botschafter
Einbegleitung: Dr. Erhard Busek, Vorsitzender des IDM
Moderation: Josef Kirchengast (Der Standard)

Einlaß nur möglich nach namentlicher Anmeldung unter [email protected] 

Eine gemeinsame Veranstaltung von Ungarischer Botschaft, Institut für
den Donauraum und Mitteleuropa und Zsolnay Verlag.

Der Fall der Berliner Mauer begann, als Ungarn seine Grenzen zu
Österreich öffnete. 

Am 10. September 1989 um 19 Uhr verkündete das ungarische Fernsehen,
dass sich die ungarische Regierung dazu entschlossen habe, die streng
bewachte Westgrenze für DDR-Flüchtlinge zu öffnen. Damit wurde eine
Kettenreaktion ausgelöst, die zur Wiedervereinigung Deutschlands, zum
Zerfall der UdSSR und zum EU- und Nato-Beitritt einiger Ostblockstaaten
führte. Mittlerweile ist eine Generation herangewachsen, die die Teilung
Europas nicht mehr erlebt hat. .  Anhand einer Analyse der ungarischen
Politik von 1989, basierend auch auf Gesprächen mit Hauptakteuren von
damals (von Gorbatschow bis Genscher und Miklós Németh, einzig Helmut
Kohl lehnte jedes Interview dazu ab), zeigt der  Historiker und
Journalist Andreas Oplatka, wie aus Missverständnissen und en passant
gefällten Entschlüssen, aus Zufällen und aus der Hartnäckigkeit
verzweifelter Menschen eine Entwicklung in Gang kam, die Europa von
Grund auf verändert hat. Und er demonstriert auf packende Weise, dass es
nicht immer die Weltmächte sind, die Weltgeschichte machen.

"Oplatka zeigt in seinem fesselnden Report, wie weltpolitisch
bedeutsame Entscheidungen im kleinen Kreis getroffen, geheim gehalten
und unter raffinierter Ausnutzung politischer Allianzen durchgesetzt
wurden." 
Urs Rauber, Neue Zürcher Zeitung am Sonntag

Andreas Oplatka, *1942, lebt seit 1956 in der Schweiz. Studium der
Germanistik und Geschichte in Zürich und Wien. Von 1968 bis 2004
außenpolitischer Redakteur der Neuen Zürcher Zeitung,
Korrespondententätigkeiten in Stockholm, Paris, Moskau und Budapest.
2004 Habilitation an der Universität Wien, seitdem Lehraufträge, seit
2005 Professor an der Andrassy Gyula Universität in Budapest. Bücher
u.a. "Der eiserne Vorhang reißt"  (1990), "Nachrufe auf den Ostblock"
(1998) und zuletzt 2004 bei Zsolnay "Graf Stephan Széchenyi. Der Mann
der Ungarn schuf."

Mit freundlichem Gruß
Katrin Wurch





Katrin Wurch
Presse & Veranstaltungen
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