Manfred Chobot und Rudolf Kraus
tausend schritte nach petersburg
donnerstag 9.april, 21 uhr
cafe ci.,16,payergasse 14
m.chobot
Blinder Passagier nach Petersburg
Seit Jahrzehnten schreibt Manfred Chobot Essays über Literatur und Bildende
Kunst für Zeitungen, Zeitschriften und Kunstkataloge. Erstmals sind sechzehn
davon in einem Buch versammelt. Ungewöhnliche Künstlerpersönlichkeiten, deren
Leben und Werk ihn faszinieren - frisch wahrgenommene Nachklänge von dem, was
ihm zu bewahren wichtig ist.
Darunter Autoren, die im Sog der politischen Entwicklungen des 20. Jahrhunderts
ganz unterschiedliche Bahnen zogen, wie Franz Jung, der 1920 ein Schiff entführt
hatte, um mit dem Genossen Lenin zu sprechen, Mitbegründer von Dada Berlin war
und knapp der NS-Todeszelle entkam oder Arnolt Bronnen, der sich für den
Nationalsozialismus begeisterte, später Widerstandskämpfer und Kommunist wurde,
und – nach Kriegsende – der erste Bürgermeister von Bad Goisern war.
Es finden sich künstlerische Wegbegleiter Chobots, wie Max Riccabona und
Christian Loidl, der eine Verfasser kurioser Prosa, der andere einer der
innovativsten Lyriker der jüngeren Generation. Nicht unerwähnt bleibt die
wichtige österreichische Kinderbuchautorin Christine Nöstlinger.
Manfred Chobot hat auch Gespräche geführt, mit dem spanischen Schriftsteller
Jorge Semprún, KZ-Überlebender und Spanienkämpfer; mit Leo Navratil, Gründer des
Gugginger „Haus der Künstler“ sowie mit Wolf Vostell, dem Pionier von „Fluxus“.
Seinen langjährigen Freunden Othmar Zechyr, Karl Anton Fleck und Alfred Hrdlicka
sind detaillierte Essays gewidmet.
r.kraus
tausend schritte neben mir
In seinen neuen Sprachbildern gibt der Autor seine Gefühle preis: eine
schonungslose Reise durch tiefe, männliche Empfindungen.
„Der Autor nimmt uns mit auf seiner Reise durch die Topografie der Gefühlswelt.
Wie kleine Fähnchen markieren die Texte die Orte ihres Entstehens: Wien,
Bozen, Köln, Rhodos, Hamburg u. a.
Ort und Zeit sind bestimmt - der Ausgang bisweilen ungewiss oder überraschend.“
Anton G. Leitner
„Nein, zu Rudolf Kraus’ neuer Lyrik empfehle ich kein vornehmes Glas Rotwein.
Das wäre doch zu banal! Ich würde vielmehr meinen, dass die Krausschen
Miniaturen am besten zusammen mit etwas genossen werden, das wir ,Petits Fours’
nennen, Objekte, die gleich den ,tausend schritten’ über eine gleichzeitig
wehrhafte wie schmückende Glasur verfügen. Und ein zauberhaftes Innenleben.
Genießen Sie!“
Heinrich Steinfest
www.buchimbeisl.at.tf