Fritzpunkt
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Büro für theatralische Sofortmaßnahmen


Das Büro für theatralische Sofortmaßnahmen freut sich, die Fortsetzung seiner langfristigen Maßlosigkeit anzukündigen:


Die Festung - Teil 4
Vorteile an sich ziehen, Nachteile delegieren
Juni und September 2009


Man erinnere sich: "Das Projekt Die Festung, benannt nach dem Arbeitstitel des Gesamtwerks von Marianne Fritz, begreift diese Texte in ihrer dramatischen Vielfalt als Handlungsanweisung für das Theater, als Verhaltensweisen generierenden Wahrnehmungsapparat, der in seiner formalen Avanciertheit, seiner Klang- und Rhythmuskapazität für das zeitgenössische Theater virulent werden muß." (Eigenzitat 2008)

Nach öffentlicher Meinungspflege, Klausur und 11 TageundNächte dauernder Theatermaßnahme im steirischen herbst 2008 steht das Theaterkollektiv Fritzpunkt mittlerweile vor Teil 4 seines Festungsprojektes: Fritzpunkt wagt sich in Kooperation mit der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien mit diesem, dem Roman Naturgemäß I und einigen unveröffentlichten Texten von Marianne Fritz gewidmeten Projektteil, in das weite Feld des zeitgenössischen Musiktheaters und hofft damit seinen wachsenden Unmut über einige Ausformungen dieses allseits beliebten Genres produktiv dämpfen zu können. Und um auch ja nichts auszulassen, ermöglicht uns Marianne Fritz mit luziden Analysetexten aus ihrem Nachlass, dem gegenwärtigen Krisenwahnsinn Die Partitur zu Krise zur Seite zu stellen:

"Es geht natürlich um die Tendenz, den Sozialdarwinismus mit aller Ungeniertheit und nicht einmal mehr schamvoll verschleiert nicht nur "gesellschaftsfähig" zu "formen", schlimmer: Sogar Rechts"geschichte" soll der Sozialdarwinismus werden, zukünftiges Rechtsverständnis, heutiges Recht. Geltendes Recht. Unglaublich. So besehen ist die Kulturbudgetfrage natürlich zu Gunsten der Spektakelwelt "auszulegen", zumal doch fraglich ist, ob diese Art "künftige Elite": etwas verkraftet, was jenseits der eigenen "Auserwähltheit" ist. Kaum.- Raffgier einer Minderheit, die sich tollkühn erdreistet, ein ökonomisches System, es ist das kapitalistische, - hemmungslos, schrankenlos - mit dem tatsächlichen Menschen in seiner Mehrdeutigkeit, in seiner Vielfalt, in seiner Verschiedenheit, in seiner kreatürlichen "Verletzlichkeit", zur Zusammenschau zu zwingen, um sie zu entzweien." (Marianne Fritz, 2005)


Die Festung - Teil 4a
Die Partitur zur Krise
Ein Musiktheaterkollaps
Juni 2009

Die Festung - Teil 4b
Wenn du mein Hirn gefunden hast, erzähle ihm Vertrautes
Eine musiktheatralische Bodenübung
September 2009

Eine Kooperation mit der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien / Prof. Ingomar Rainer

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