viennartweek

einladung zur gallerynight am 17.11.2009 ab 19h im kunstraum nr.5,
köstlergasse 5, 1060


das kremeium

eine installation von gilbert marx und philipp wegan


da kunst-gremien meist ein unzugängliches personenkomittee darstellen, soll
hier eine 
möglichkeit zur kommunikation geschaffen werden. Durch hinterlassen von
nachrichten und fragen wird diese situation vieler kunstschaffender sichtbar
und nachfühlbar gemacht. Es darf auch geschimpft werden.


 
wer bestimmt die aktuellen werte der kunst? von der kunst-politik
auserwählte personen versuchen den zeitgenössischen kunstbegriff zu
definieren. das nicht nur scheinbare fremdbestimmte arbeiten der
künstlerInnen für und vor kommissionen, kunstbeiräte usw führt zu einer
gelenkten arbeitsweise. nicht raumübergreifend wird eine nationale
kunstkultur bestimmt. es wird versucht sich den internationalen kunsttrends-
und standards anzupassen, was zu einer nicht mehr bestimmbaren kunstarbeit
führt. was bedeutet die kunstarbeit? der selbstbestimmte eigene diskurs, der
selbsteigene, oft jahrelang angeeignete kunstbegriff wird umgelenkt zu den
gewünschten angepassten künstlerInnen. die haben zu funktionieren in den
ausstellungswesen der grossen institutionen, was durchaus zu einer
unterwerfung vor kuratorInnen und kunsthallendirektorInnen führt. kritik an
diesen systemen ist nicht erlaubt, wers doch tut bezahlt mit dem
ausschliessen des angeblich freien kunstmarktes. politik und (staats)kunst
arbeiten in bestgelauntem einverständnis zusammen und förderungen werden
trotz unverhältnismässig grossen aufwands der künstlerInnen willkürlich
bewilligt. unbezahlte kunstarbeit führt zu desaströsen wirtschaftlichen
verhältnissen, was viele kunstarbeitende in eine soziale, nicht
gesellschaftlich akzeptierte notlage bringt.
warum schliesst man also grosse teile von kunstarbeit aus der kultur aus?
eine grosse anzahl von künstlerInnen akzeptieren diese vorgangsweise und
schliessen ihre ansprüche aus. arbeit ist jedenfalls nicht kunst-arbeit.
gleich einer über-heblichkeit trotz einer konventionellen ausbildung an den
kunstuniversitäten. die gleichstellung und auch gleichberechtigung am
kunst-arbeitsmarkt wird nicht angestrebt. sozialversicherungsfonds mit
auflagen für künstlerInnen werden beansprucht, was eine gewollte
ungleichstellung bedeutet!? 
die ethischen werte des tuns wollen mit arbeit nicht gleichgestellt werden
um sich eine sonderstellung zu geben.

<<attachment: Kremeium1.jpg>>

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