Montag, 22. März, 19.00
Alltag und Handeln in Psychiatrien
Vortrag und Diskussion

In der Historiographie der Psychiatrie werden Fragen danach, wie  
PatientInnen mit den restriktiven Maßnahmen umgingen, mit denen sie in  
psychiatrischen Institutionen konfrontiert waren, nur selten gestellt.  
Dabei können gerade Krankenakten und Selbstzeugnisse wie Zeichnungen,  
textile Arbeiten oder Briefe vielfältige Antworten auf diese  
Fragestellungen geben. Ein praxistheoretischer Ansatz stellt der  
Wirkmächtigkeit räumlicher und diskursiver Strukturen die  
Eigenmächtigkeit gewöhnlicher Praktiken gegenüber. Mit dem Fokus auf  
alltägliche Handlungsweisen von Frauen in Psychiatrien um 1900, soll  
diese ?Kunst des Handelns? (Michel de Certeau) beleuchtet werden.

Monika Ankele, Historikerin, Kunstvermittlerin, Künstlerin Schwestern Brüll
Respondenz: Andrea Griesebner, Historikerin, Universität Wien

Monika Ankele: Alltag und Aneignung in Psychiatrien um 1900.  
Selbstzeugnisse von Frauen aus der Sammlung Prinzhorn.  
Wien/Köln/Weimar: Böhlau 2009



Dienstag, 23. März, 19.00
Subversiv?
Podiumsdiskussion

Der Begriff der Subversion bleibt in der gegenwärtigen Kunstpraxis und  
Kunsttheorie bezüglich seiner Bedeutungen oft unreflektiert. Ist  
"subversiv" weit entfernt von seiner ursprünglichen Bedeutung als  
"unterwandernd" zu einem Label der Rezeption geworden, das  
KunstkritikerInnen, KuratorInnen und Institutionen für all jene Kunst  
anwenden, die sie für radikal halten? Oder ist ein solcher  
"Subversions-Pessimismus" fehl am Platz und die Subversion noch immer  
ein effektives Konzept künstlerischer Intervention?

Jens Kastner, Soziologe, Kunsthistoriker, Akademie der bildenden Künste Wien
Jakob Lena Knebl, Künstler_in, Akademie der bildenden Künste Wien
Oliver Ressler, Künstler
Moderation: Astrid Peterle, Depot



ACHTUNG, EINE TERMINVERSCHIEBUNG:
Die für Mittwoch, 24. März, angekündigte Veranstaltung
Das Vaterspiel
Let´s talk about ... SCRIPTS!
muss verschoben werden. Der neue Termin: Montag, 19. April



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