Montag, 19. April, 19.00
Das Vaterspiel
Let?s talk about ... SCRIPTS!

Eigentlich ist Rupert Kramer, genannt Ratz, Sohn eines sozialdemokratischen
Ministers, ein unpolitischer Mensch, ein Politikverweigerer.  
Ausgerechnet er gerät, als er einen Anruf von seiner Jugendliebe Mimi  
erhält, in einen brutalen geschichtlichen Lehrgang. Ratz fliegt zu ihr  
nach Amerika und bald wird klar, er soll ihr helfen, das Versteck  
ihres Vaters, eines litauischen Nazis, der für die Ermordung zahlloser  
Juden verantwortlich ist, auszubauen.

Michael Glawogger, Regisseur und Drehbuchautor Das Vaterspiel (AT 2009)
im Gespräch mit Robert Buchschwenter, drehbuchFORUM

In Kooperation mit dem drehbuchFORUM Wien



Dienstag, 20. April, 19.00
BackTalk ? Strategien gegen Rechts
Gespräch

Das Bündnis gegen den Rechtsruck ist nun DAS BÜNDNIS
für Menschenrechte & Zivilcourage ? gegen Diskriminierung &
Extremismus; und immer noch eine Plattform für Menschen,
die nicht tatenlos zusehen wollen, wie Rassismus, Ausgrenzung,
Diskriminierung und Verrohung in Politik und Gesellschaft
immer mehr um sich greifen und zur ökonomischen
Notwendigkeit erklärt werden. Was unternehmen die Parteien
gegen diese Tendenzen?

Sirvan Ekici, ÖVP, Abgeordnete zum Wiener Landtag und Gemeinderat
Alev Korun, Die Grünen, Abgeordnete zum Österreichischen Nationalrat
Nurten Yilmaz, SPÖ, Abgeordnete zum Wiener Landtag und Gemeinderat
Moderation: Hikmet Kayahan, DAS BÜNDNIS



Mittwoch, 21. April, 19.00
‚Kunst dem Volk‘
Dissertation
 
Zwischen 1939 und 1944 gab Heinrich Hoffmann, „Hoffotograf“ Adolf  
Hitlers, in Wien die Zeitschrift „Kunst dem Volk“ heraus. Durch das  
Heft ziehen sich bestimmte Topoi der NS-Kunstliteratur, die ihre  
Parallelen in der akademischen Kunstgeschichtsschreibung finden.  
Untersucht wurden dabei die – häufig absurd erscheinenden  
–Zuschreibungen an die deutsche sowie die „ostmärkische“ Kunst; zudem  
ließen sich bestimmte zeittypische Künstlerideale herausarbeiten.  
Obwohl sich „Kunst dem Volk“ auf den ersten Blick weniger  
offensiv-propagandistisch gebärdete als andere NS-Kunstzeitschriften,  
diente auch in diesem Heft die Erzählung von Kunstgeschichte eindeutig  
propagandistischen Zwecken.

Nina Schedlmayer: Die Zeitschrift ‚Kunst dem Volk‘.  
Populärwissenschaftliche Kunstliteratur im Nationalsozialismus und  
ihre Parallelen in der akademischen Kunstgeschichtsschreibung.  
Dissertation, Universität Wien 2010
“


Donnerstag, 22. April, 19.00
Corazón del tiempo / Heart of Time
kinokis mikrokino # 171

Während die Armee der Bundesregierung widerständige
Gebiete besetzt, soll mitten im aufständischen Gebiet der
Zapatistas Sonia verheiratet werden. Doch ihr Herz schlägt für
einen anderen, einen Aufständischen. Damit gerät sie nicht
nur mit den überlieferten Gebräuchen in Widerspruch, sondern
auch mit dem revolutionären zapatistischen Gesetz.
Dieser erste zapatistische Spielfilm aus der Selva Lacandona
wurde nicht zuletzt möglich durch die Zusammenarbeit der
aufständischen Räteregierungen mit Hermann Bellinghausen,
der den indigenen Aufstand seit 1994 journalistisch begleitet.

Anschließend Gespräch mit Tom Waibel, kinoki
Jens Kastner, Soziologe und Kunsthistoriker
Luz Kerkeling, Filmemacher und Autor

Corazón del tiempo / Heart of Time (MEX 2008). Regie: Alberto Cortés.
90 min. OmeU



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