SOHO IN OTTAKRING 2010 Kick The Habit – Pfeif drauf! Ventil Rassismus 8. – 22. Mai 2010; Wien Brunnenviertel
Projekt von: Verein SOHO IN OTTAKRING Konzept: Ula Schneider, Beatrix Zobl, Wolfgang Schneider Projektleitung: Ula Schneider (t. 0699 195 33 594) E-Mail: [email protected] SOHO-Öffnungszeiten: Eröffnung Samstag, 8. Mai: 17.00 Uhr bis Mitternacht Sonntag 09. Mai | Mittwoch-Sonntag 12.-16. Mai | Mittwoch-Samstag 19.-22. Mai jeweils 17.00 – 22.00 Uhr PRESSEFOTO-DOWNLOAD: http://www.gamuekl.org/kunst/soho/soho10.html Im politisch heißen Wahljahr 2010 untersucht SOHO IN OTTAKRING in kritischer Weise eine aus Sicht des SOHO-KuratorInnen-Teams weit verbreitete „schlechte Angewohnheit“: das Denken in rassistischen Schemen. Also die seltsame Sitte, sich aufgrund von Diskriminie¬rung anderer über¬legen zu fühlen. Die anhaltende Krisenstimmung und steigende Arbeits¬losigkeit verstärken offen¬sichtlich die in Wien latent vorhandene Angst vor allem, was als „fremd“ empfunden wird. Daher ist es Zeit für eine sozialhygienische Kampagne: Kick the Habit/Gewöhn’s Dir ab! SOHO stellt sich seit seiner Gründung vor zwölf Jahren der anspruchsvollen Aufgabe, mit künst¬lerischen Mitteln und dennoch niederschwellig Sehgewohnheiten und „Normalität“ zu stören und zu bereichern. An¬dere, neue Bilder des interkulturellen Alltags einer modernen Großstadt, die nicht nur die aktuellen Machtverhältnisse reproduzieren, werden erarbeitet. In diesem Jahr soll Rassismus als gesellschaftlich-politisches Phänomen untersucht werden: Wie konnte es dazu kommen, dass rassistische Politik immer öfter als Lösungsmittel für öko-nomische und soziale Probleme akzeptiert wird? Worin liegt das verführerische Potential die-ser so offen¬sichtlichen Verkennung? Information: http://www.sohoinottakring.at/ „SOHO IN OTTAKRING. What’s up? Was ist hier los?“, 2008 in Deutsch/Englisch bei springer Wien/New York erschienen, 152 Seiten. ISBN: 978-3-211-78587-4, erhältlich im Buchhandel. SOHO-PROGRAMM „Theater & Bühne“: „heimat sichern grenzerfahrung in ottakring“ Performance Ort & Zeit: Die Patrouillierenden kommen und gehen, sind nie zu halten und doch überall und ziehen ihre Schleifen durch das Brunnenviertel und das erweiterte SOHO-Areal. Knappe Informationen im Straßenraum lassen Zusammenhänge erkennen. Seit einigen Jahren befassen sich die Landschafts- und StadtplanerInnen von bauchplan und Yuji Oshima damit, wie sich der Mauerfall auf Landschaften auswirkt. Unterschiedliche Projekte fokussieren auf soziale Entwicklungen an der ehemaligen Grenze zwischen Ost und West, auf ein Verständnis des Grünen Bandes (ehema¬liger Todesstreifen) als Möglichkeitsraum sowie auf Vermittlungsarbeit zu diesem Thema im Bildungsbereich. Anlässlich von SOHO IN OTTAKRING 2010 wird die ehemalige Ostblockgrenze ins reale Leben der Ottakringer geholt: Ehemalige Grenzsoldaten werden eingeladen, für den Eisernen Vorhang vor 1989 in Ungarn, Yugoslawien und der Tschechoslowakei überwachten. Aus Österreich wer¬den Grenzsoldaten patrouillieren, die heute die angeblich offenen Grenzen bewachen. Die TeilnehmerInnen aus dem Osten sind heute zwischen 40 und 70 Jahre alt, jene aus Öster¬reich unter 30. Die ehemaligen Grenzbewacher werden sich in Wien versammeln. Das Projekt sieht vor, die Grenzsoldaten im Ottakringer Brunnenviertel mit ihrer originalen Uniform mar¬schieren zu lassen. Sie werden ihren Weg durch das Ottakringer Brunnenviertel zufällig wählen, fallweise werden sich Wege kreuzen, die zuvor parallel verliefen. Die einzige Vorgabe ist, konti¬nuierlich zu marschieren. Ziel ist es, herauszufinden, wie sich die Grenze in der Landschaft manifestieren wird. Bisher gingen die Grenzsoldaten entlang der Grenze. Jedoch bei „heimat sichern grenzerfahrung in ottakring“ sind es die Soldaten selbst, die die Grenze hinter sich „ziehen“. Die BewohnerInnen erleben entweder ein Flashback oder pure Realität und flechten sich ins Labyrinth ein. Die Zusammenkunft der ehemaligen Grenzsoldaten bietet Gelegenheit, durch deren Präsenz und ihre Vergangenheit einen sensiblen Blick auf die Verbindung zwischen Körper und Land¬schaft zu werfen. Projekt von Yuji Oshima mit bauchplan (marie-theres okresek, rupert halbartschlager, tobias baldauf, florian otto, ernst körmer, tina roj, michael franke, elisabeth judmaier, elise matter, loie jacotey) „AUF ACHSE 10: alle kommen zu uns“ Theaterperformance Ort: Treffpunkt vor Restaurant „Oase“, Brunnengasse, 1160 Wien 12. Mai, 17 Uhr – 19.30 Uhr, Die FLEISCHEREI zeigt drei Szenen aus der soziotheatralen Straßenprozession: 1. „[immer] WIEDER WEGSCHAUN“ Leitung: Eva Brenner (A/USA) Mit: Tanja Witzmann (A), Francis Okpata (NGA) Eine Bearbeitung von Elfriede Jelineks „RECHNITZ“ und WOLE SOYINKAS „DIE LAST DER ERINNERUNG“. Gegenstand des Textes ist der Kontaktmangel zwischen „Mehrheitsgesellschaft“ und AsylwerberInnen sowie der Wunsch beider Gruppen, diese Isolation zu verändern. 2. “NO EXPECTATIONS” Leitung: Martina Gimplinger (A), Juan Pablo Vacaflor del Carpio (BOL) Mit: Dada Alexander (NIG), David Oluwaleke (NIG) u.a. Im Mittelpunkt stehen Möglichkeiten und Grenzen, eine Gemeinschaft zu bilden. „In diesem Theaterlaboratorium geben wir es auf, irgendetwas zu wissen, zu können, zu machen, zu wollen […].“ 3. “IMPROVISING FREEDOM” Leitung: Michael Fischer (A), Sakina (Kurdistan) „Eigenes und Fremdes“. Text und Musik gehen neue Allianzen ein, ZuhörerInnen werden zu Suchenden von Bedeutungen... Anschließend Gastmahl mit Gespräch und kurdischem Gesang „17. Juli 2003 – Reenactment“ Performance Ort: Piazetta am Yppenplatz,1160 Wien FR, 14. Mai, 20 Uhr Seibane Wague kam 2003 während eines Polizeieinsatzes im Wiener Stadtpark ums Leben. Er wurde minutenlang auf dem Boden seitens der Einsatzkräfte fixiert. Im Rahmen der Performance wird die Situation im öffentlichen Raum nachgestellt. Das Publikum wird zum unmittelbaren Zeugen dieser Geschehnisse. Original-Amateurvideo zum Seibane Wague Vorfall im Stadtpark: http://www.youtube.com/watch?v=Oak8yvrBpHY Konzept&Umsetzung: Christina Werner „In-Between Identities“, ein Theaterstück von Charles Ofoedu Theaterperformance Ort: Kalvarienberggasse/ im Hof des Gasthaus Gruber, 1170 Wien SA, 15. Mai, 20 Uhr Das Stück „In-Between Identities“ von Regisseur und Autor Obiora Charles Ofoedu thematisiert die Situation von Menschen, deren Schicksal zum politischen Spielball geworden ist. Ihr Dasein bewegt sich im Spannungsfeld eines ausgebeuteten, durch Krieg und Korruption gelähmten Kontinents und einer Gesellschaft des Überflusses, deren Politiker die Ängste und Orientie-rungslosigkeit der BürgerInnen für ihre Zwecke nutzen. Das Leben hat sich in einen abstrakten Projektionsraum verlagert. Die AkteurInnen werden als Betroffene zu ZuschauerInnen und kommentieren ihr Schicksal von Außen. Text, Regie: Obiora Charles Ofoedu | Dramaturgie: Herbert Schnepf | Freestyle, Technik: Leo Singh „UNTERNEHMEN MUTTERSCHIFF“ Ausstellung & Performance Ort: Kubus EXPORT – Der transparente Raum, Gürtelbogen 48, 1160 Wien Dauer der Installation: April Juli 2010 VALIE EXPORT präsentiert die Fotoinstallation „STADTBILDER“ mit digital bearbeiteten Frauenbildern, welche mit Architektur- und Textelementen verknüpft sind. Samstag 15. Mai, 20 Uhr An diesem Abend verwandelt sich der „Kubus EXPORT“ ins Basislager einer Expedition, die den urbanen Raum erforscht. Im Spannungsfeld zwischen innen und außen, am Übergang vom Tag zur Nacht, unternehmen die beiden Reisenden Vanja Fuchs und Kazuko Kurosaki eine For-schungs¬reise ins Ungewisse. „man to man“ in der Scheiberlkistn Performance/ zum Nachspielen Ort: Huberpark, 1160 Wien (Eingang Kreuzung Hubergasse/ Payergasse) 15. Mai, 17 Uhr Fussball ist die Sprache der nächsten Monate. Rechtzeitig vor der ersten Fussball-WM auf afrikanischem Boden stellt die „Initiative Zukunft“ aus dem Yspertal, vertreten von Wolfgang Zechner und Tobias Thaler, ein neues, nachhaltiges Produkt vor: die „Scheiberlkistn! Kick racism!“ Projekt von: Sini Coreth in Zusammenarbeit mit Wolfgang Zechner und Tobias Thaler -- ---- GAMUEKL - Gabriele Müller-Klomfar Pressebetreuung A-1040 Wien; Favoritenstraße 58/Top 15 Tel.0699-1-913 14 11 E-Mail: [email protected] http://www.gamuekl.org Hinweis auf Grund einer geänderten Gesetzeslage im Rahmen desTelekommunikationsgesetzes (TKG § 107) ab 1.3.2006: Sollten Sie unsere Presseinformationen nicht mehr erhalten wollen,ersuchen wir um ein kurzes Rückmail mit der genauen Angabe Ihrer Mailadresse und dem Vermerk "unsubscribe". _______________________________________________ Safari - Die Mailingliste fuer Kunst und Wien http://listen.esel.at/mailman/listinfo/safari MAILS SENDEN: mailto:[email protected] Anmelden: mailto:[email protected]?subject=subscribe Abmelden: mailto:[email protected]?subject=unsubscribe Termin RECHTZEITIG für eSeL Mehl & kalender.esel.at eintragen: http://esel.at/fuettern >:e)
