Österreichische Gesellschaft für Architektur
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Veranstaltungen Woche 25

Freitag, 25. Juni 2010, 14 Uhr
Bauvisite 145: Siemens City
Architektur: Georg Soyka, Wolfgang Silber
Eintritt frei!
Weitere Informationen


Freitag,
25. Juni 2010, 20 Uhr
Schindler Lecture #11:
Méditerranées
Marc Barani, Nice - Paris
Anmeldung notwendig.
Weitere Informationen



Die
Österreichische Gesellschaft für Architektur
lädt herzlich zur Bauvisite 145

Siemens City

Termin: Freitag, 25.6.2010, 14 Uhr
Adresse: Siemensstraße 88-92, 1210 Wien
Erreichbarkeit: S-Bahn Siemensstraße, ca. 7 Gehminuten.
Treffpunkt:  Zugang Siemensstraße 92, vor Portier

Architektur: Georg Soyka, Wolfgang Silber
BauherrIn: Siemens AG Österreich
Projektleitung: Stefan Pollhammer

Es führen Georg Soyka und Wolfgang Silber.

Siemens Österreich will auf dem Gelände der Unternehmenszentrale in Wien Floridsdorf seine derzeit in Wien verteilten Unternehmensbereiche an einem Standort konzentrieren. Das Siegerprojekt der Architekten Soyka/Silber/Soyka sieht eine Öffnung des bisher geschlossenen Areals und eine Nord-Süd-Durchquerung mittels einer neuen öffentlichen Straße vor. Der Schwerpunkt der baulichen Struktur ist im Schnittpunkt der öffentlichen Infrastrukturanbindung im Nordbereich der Liegenschaft.

Der Siemens-Tower setzt dabei den städtebaulichen Akzent, seine architektonische Form ergibt sich aus der einladenden sich öffnenden Geste zur Hauptzugangsrichtung für Fußgänger von der Siemensstraße bzw. der bestehenden S-Bahn-Station.
Im Verknüpfungspunkt entsteht zur Aufwertung und Markierung des öffentlichen Raums die Siemens-Plaza. Eine weiterführende L-förmige Bebauung stellt die robuste städtebauliche Grundstruktur dar, an die die modularen Bürobaukörper angegliedert werden. Die so genannte Communication Line soll als zusammenhängender großzügiger lichtdurchfluteter Bereich erlebbar sein, an die eine Vielzahl von Funktionen angelagert sine soll; Restaurants, Espressobars, Bücherei, Fitness- und Medizincenter, Bank, „Für-Uns-Shops“ und Loungebereiche zum Entspannen und zu vernetzten informellen Touch-Down-Arbeitsbereichen.

Die Erschließung der einzelnen Bürobaukörper erfolgt über entsprechende Security Checks an den jeweiligen Rezeptionen und organisiert sich in modularen Pavillons um ein kleines glasgedecktes Atrium. Dieses ist die weitere baum- oder nervenbahnartige Verästelung der Communication Line mit ähnlichem Funktionsgehalt, allerdings beschränkt auf den Kommunikationsfluss des jeweiligen Bereichsfelds.

Der Zufahrtsbereich zum neuen Siemens-Boulevard wird an der Kreuzung zur bestehenden Siemensstraße durch ein Flugdach im 5. Obergeschoss in Fortsetzung des Eingangsbauwerkes als Portal zur Siemens-City markiert. Dieses bildet einen wettergeschützten Bereich, unter dem sich die Stationen der öffentlichen Buslinie als auch die Pkw-Vorfahrten und Fußgängerzugänge in die Communication Lines befinden. Die im Südosten gelegene Wohnbaustruktur interpretiert 4-geschossige Punkthäuser in weitläufiger Parkumgebung in einer Mischform aus Stadtvilla und Laubengangtypus.

Insgesamt soll ein identitätsstiftendes und sympatisches Arbeits- und Wohnumfeld entstehen, das als Impulsgeber für das städtebauliche Gesamtgefüge fungieren und mit zeichenhafter neuer Architektur der Darstellung eines Weltkonzerns symbolhafte Ausformulierung geben soll.

Text: Soyka-Silber-Soyka

Kuratierung: Severa Horner


Die
Österreichische Gesellschaft für Architektur
lädt herzlich zur Schindler Lecture #11

Méditerranées
Marc Barani, Nice - Paris

Zeit: Freitag, 25. Juni 2010, 20 Uhr
Ort: Westlicht. Galerie für Fotografie, Westbahnstraße 40, 1070 Wien

Méditerranées

Die Schindler Lecture #11 beschließt das heurige Frühjahrsprogramm der ÖGFA mit Marc Barani, einem der aufstrebenden französischen Architekten der mittleren Generation, die auf dem Sprung zu einer internationalen Karriere stehen. Spätestens seit seiner Nominierung zum Mies-van-der-Rohe-Preis 2009 ist er aufmerksamen Beobachtern auch in Österreich ein Begriff für präzise umgesetzte, aus dem jeweiligen topografischen und sozialen Kontext heraus entwickelte Projekte. Komplexität, Vielschichtigkeit, Interdisziplinarität sind Denkvoraussetzungen und Eckpunkte der Arbeitsweise dieses in Nizza und Paris angesiedelten Büros. Das Projekt für das intermodale Zentrum der Tramway von Nizza, das nach 8-jähriger Bearbeitungs- und Bauzeit 2008 mit dem Prix de l’Équerre d’Argent ausgezeichnet wurde stellt in Hinblick auf diesen Arbeitsansatz einen vorläufigen Höhepunkt dar: Es überlagert im wörtlichen Sinn die Endstation der neuen Tramway-Linie mit einer Remisen- und Wartungsanlage, dem Kontrollzentrum und Verwaltungsgebäude der Bahnlinie, einer P&R-Garage, einem Kulturzentrum sowie begehbaren Decks und Freiflächen, die die umliegenden Wohnhochhäuser mit der Stadt verbinden. Marc Barani reizt hier wie in anderen Entwürfen die Möglichkeiten von Architektur, Programme zu hinterfragen, in extremer Weise aus, unterzieht sie einem regelrechten Umbauprozess, um die Potenziale einer spezifischen Lage maximal wirksam werden zu lassen. Im Sinn von Sebastien Marot hat in den Arbeiten des Atelier Barani eine Umwertung der Prinzipien der Moderne stattgefunden: Die Situierung geht den programmatischen Fragen voraus, die gerade dadurch aber zum Gegenstand intensivster Auseinandersetzung werden und eine überraschende Frische gewinnen.

Räumliche und geografische Bezüge stehen im Mittelpunkt dieser Schindler Lecture. Die biografischen Wurzeln in Menton, dem Nachbarort von Le Corbusiers Altersrefugium Roquebrune-Cap-Martin an der Côte d’Azur, machen das Mittelmeer für Marc Barani zur unvermeidlichen Referenz. Ein Raum der „Differenzen“ aber auch der „Familiarität“, dessen Horizont zugleich als „Basis“ und als „Ort der Unbestimmtheit“ in allen Projekten wirksam ist, zugleich „Distanz und Leere mit unbegrenzten Potenzialen“- im Plural: Méditerranées.
Mit den hier erstmals vorgestellten neuesten Projekten, der Bibliothek in Tripolis und dem Rafic Hariri Memorial in Beirut wird dieser geografische und kulturelle Raum definitiv zum Gegenstand der Arbeiten des Atelier Barani.
Marc Barani stand für uns seit langem für ein besonderes kuratorisches Anliegen: den zusehends – wirtschaftlich wie kulturell – an den Rand gedrängten Süden Europas (Barani würde vom Nordrand des Mittelmeers sprechen) als dynamischen Raum eigenständiger architektonischer Diskurse zur Debatte zu stellen.

Der Vortrag findet in englischer Sprache statt.

Marc Barani
Nach dem Universitätsstudium in Architektur und Szenografie vervollständigt Marc Barani seine Ausbildung mit anthropologischen Studien, die ihn für ein Jahr nach Nepal bringen.
Gemeinsam mit der Szenografin Birgitte Fryland gründet er 1989 das Atelier Marc Barani und beginnt seine professionelle Laufbahn mit dem Projekt für die Erweiterung des Friedhofs Saint-Pancrace in Roquebrune-Cap-Martin, gefolgt von der Restaurierung des Cabanon in Cap Martin von Le Corbusier.
Das Team seines Ateliers ist interdisziplinär und vernetzt je nach Projekt Architekten, Szenografen, Designer und Landschaftsplaner. Eine Reihe realisierter Projekte stehen in engem Zusammenhang mit Gegenwartskunst, wie das Kunstzentrum in Crestet, die Kunstdidaktischen Ateliers am Espace de l’Art Concret von Mouans-Sartoux, die Renovierung und Restrukturierung des Leger-Museums in Biot oder die Studios für digitale Kunst und Medien an der Ecole Pilote Internationale d’Art et de Recherche der ENSA Villa Arson in Nizza. Zur Zeit arbeitet das Büro an so unterschiedlichen Bauvorhaben wie dem neuen Kongresszentrum von Nancy, einer Alzheimer-Klinik in Nizza, dem Parkhaus am Flughafen Nizza, an städtischen Infrastrukturen wie der Renault-Brücke in Boulogne-Billancourt (Paris) und der Eric Tabarly-Brücke in Nantes, sowie an einer Bibliothek in Tripolis und am Rafic Hariri Memorial in Beirut.
Von 1993 bis 2003 war Marc Barani Professor für Architekturentwurf an verschiedenen französischen Universitäten.

2008 erhielt er für die Realisierung des multimodalen Zentrums der Tramway von Nizza den von Le Moniteur ausgelobten Prix de l’Équerre d’Argent. Mit demselben Projekt ist er unter den Finalisten beim Mies-van-der-Rohe-Preis 2009.

Veranstaltungs-Kuratierung: Elise Feiersinger und Andreas Vass

Anmeldung:
ÖGFA-Website

Wir danken der Schindler Aufzüge und Fahrtreppen GmbH für die freundliche Unterstützung.

Wir danken für die Unterstützung:
bm:ukk – Kunstsektion www.bmukk.gv.at
MA 7  Referat für Wissenschafts- und Forschungsförderung www.wien.gv.at/kultur/

Kammer Arch+Ing für W, NÖ, B – Sektion Architekten  www.wien.arching.at

Fördernde Mitglieder der ÖGFA

A-NULL EDV, BIG - Bundesimmobilien GmbH, Bogner Edelstahl, Kallco Projekt,
Macke Malerbetrieb, Silent Gliss, proHolz, Wiesner Hager und Zumtobel Staff

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