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LCG10190 (KI)                             Dienstag, 31. August 2010
Wien/Kunst/Kultur/Ausstellungen


Frida Kahlo im Bank Austria Kunstforum - BILD/AUDIO

Anhänge zur Meldung unter http://presse.leisuregroup.at/kunstforum/kahlo

Utl.: Retrospektive von 1. September bis 5. Dezember 2010 im Wiener Bank
Austria Kunstforum =

Wien - Das Bank Austria Kunstforum präsentiert die erste umfassende Frida
Kahlo-Retrospektive in Österreich. Der Mythos um die mexikanische Künstlerin
hat globales Format angenommen; Frida ist eine Ikone mit Starcharakter:
Identifikationsfigur der mexikanischen Kultur, Vorreiterin der
feministischen Bewegung, Marke einer großen Merchandising-Maschinerie,
schillernd exotische Filmvorlage für das Hollywoodkino.

   Kahlos Kunst ist untrennbar mit ihrer Vita verbunden. Gemälde und
Zeichnungen sind nicht nur das Spiegelbild ihrer durch körperliches und
psychisches Leid geprägten Geschichte - Frida litt ihr Leben lang an den
Folgeschäden eines schrecklichen Busunfalls. In ihren letzten Jahren war
Frida ans Bett gefesselt. Ihr malerisches und zeichnerisches Œuvre zählt zu
den komplexesten Kapiteln der Zwischenkriegszeit zwischen Neuer Sachlichkeit
und Surrealismus.

   In den 1920er Jahren entstehen grazile Selbstdarstellungen, orientiert
am Figurenideal der Renaissancemalerei. Zu Beginn der 1930er Jahre malt sie
die ersten surrealistisch anmutenden Bilder: In kombinatorischer Strategie,
beeinflusst von den Cadavres exquis, den spontanen Zeichnungscollagen der
Surrealisten, mit denen Frida regen Kontakt pflegte, malt sie ikonografisch
vielschichtige Kompositionen, die ihrer inneren Welt entspringen. Um 1940
gewinnen Kahlos Selbstbildnisse an Expression. An Stelle eines neutralen
Blicks tritt das »autoritäre Auge«: Frida inszeniert sich wie eine
»anbetungswürdige« Heiligenfigur; ihrer dominanten Ausstrahlung ist nicht zu
entkommen. 

   Die Ausstellung Frida Kahlo umfasst 50 Gemälde und 90 Arbeiten auf
Papier. Hinzu kommt eine repräsentative Auswahl von fotografischem
Dokumentationsmaterial, das von Cristina Kahlo, Fridas Großnichte,
zusammengestellt wurde. Darunter befinden sich unter anderem Porträts, die
Nickolas Muray von ihr aufgenommen hat und die mittlerweile zu regelrechten
Foto-Ikonen avanciert sind: Eindrückliche Beispiele für Kahlos
Selbstinszenierung, die zur Mythenbildung entschieden beigetragen haben.

   Der Großteil von ihrem künstlerischen Vermächtnis befindet sich in
Mexiko und in den USA. Angesichts der marginalen Zahl an Gemälden (das
Werkverzeichnis zählt lediglich 143 Nummern), die Kahlo geschaffen hat, der
mangelnden Präsenz von Kahlos Œuvre in europäischen Sammlungen und den
spärlichen Ausstellungsprojekten in Europa, darf diese Schau als Sensation
für Wien angesehen werden.

   Diese Ausstellung ist eine Kooperation mit dem Martin-Gropius-Bau
Berlin.

~
Frida Kahlo - Retrospektive

Dauer:     1. September bis 5. Dezember 2010
Ort:       Bank Austria Kunstforum
Adresse:   1010 Wien, Freyung 8
Öffnung:   täglich 10.00 bis 19.00 Uhr
           Freitag: 10.00 bis 21.00 Uhr
Website:   http://www.bankaustria-kunstforum.at
Lageplan: 
http://maps.google.at/maps?q=freyung+8,+1010+wien&oe=utf-8&client=firefox-a&;
ie=UTF8&hl=de&hq=&hnear=Freyung+8,+Wien+1010+Wien&z=16
~

   Das Bildmaterial steht zum honorarfreien Abdruck bei redaktioneller
Verwendung zur Verfügung. Weiteres Bild- und Informationsmaterial im
Pressebereich unserer Website unter http://www.bankaustria-kunstforum.at.
(Schluss)


Rückfragehinweis:
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   Mag. Wolfgang Lamprecht
   Tel.: (+43 664) 8563002
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