*10 Jahre derive**
urbanize!
Internationales Festival für urbane Erkundungen
1.10.-10.10.10, Wien*
/derive -- Zeitschrift fuer Stadtforschung/ ist im Sommer 2000 erstmals
erschienen. Der 10. Geburtstag ist Anlass nicht nur eine umfangreiche
Sonderausgabe von /derive/ zu veroeffentlichen - mehr dazu in Kuerze -,
sondern auch die disziplinaere und thematische Breite der Stadtforschung
im Rahmen eines Festivals zu praesentieren. /urbanize!* */verbindet die
Vielfalt an Disziplinen und ProtagonistInnen der Stadtforschung in ihrer
Auseinandersetzung mit der Stadt als Kunst-, Forschungs- und Lebensraum.
Das Festival buendelt die multiperspektivischen Stadtsichten von
KuenstlerInnen, MusikerInnen, FilmemacherInnen, LiteratInnen und
ForscherInnen aus Architektur und Staedtebau, Soziologie, Philosophie,
Politik, Europaeischer Ethnologie, Geographie und
Wirtschaftswissenschaften, um das weite Feld auszuloten. 10 Tage
Urbanismus-Theorie und -Praxis erkunden die Stadt als Motor
gesellschaftspolitischer, kultureller und wissenschaftlicher
Entwicklungen im 21. Jahrhundert.
*Auftaktveranstaltung*: 10 Jahre derive - /Understanding
Stadtforschung,/ Zeitschriftenpraesentation und Diskussion, *1. Oktober
2010, 19 Uhr*, (TU Wien, Prechtlsaal)
Programmdetails und aktuelle Informationen auf: www.derive.at
<http://www.derive.at/index.php?p_case=4> /// derive on facebook
<http://www.facebook.com/derivemagazin> /// derive on twitter
<http://twitter.com/derivemagazin>
Kontakt: [email protected]
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*PROGRAMMUEBERSICHT* (Details siehe weiter unten)
*Fr, 1.10.10, 19 Uhr*
10 JAHRE derive
UNDERSTANDING STADTFORSCHUNG
<http://www.derive.at/index.php?p_case=4#UNDERSTANDING%20STADTFORSCHUNG>
Jubilaeumsheft-Praesentation mit Diskussion
*Sa, 2.10.10, 14 Uhr*
DIE SCHRITTE UND DIE WORTE
<http://www.derive.at/index.php?p_case=4#DIE%20SCHRITTE%20UND%20DIE%20WORTE>
Gehen als urbanistische Wissensproduktion
aus feministischer Perspektive
*So, 3.10.10, 11 Uhr*
FILMFRUEHSTUECK: STADT UND FILM
<http://www.derive.at/index.php?p_case=4#FILMFR%DCHST%DCCK:%20STADT%20UND%20FILM>
Filmfruehstueck: 11 Uhr, Filmstart: 12 Uhr
*Mo, 4.10.10, 19 Uhr*
DIE STADT INS WERK SETZEN
<http://www.derive.at/index.php?p_case=4#DIE%20STADT%20INS%20WERK%20SETZEN>
Ein Abend ueber Henri Lefebvre
*Di, 5.10.10, 20 Uhr*
URBAN LITERATURE
LITERARISCHE STADTDARSTELLUNG
<http://www.derive.at/index.php?p_case=4#URBAN%20LITERATURE>
Lesungen von Herbert J. Wimmer und Thomas Ballhausen
*Mi, 6.10.10, 19 Uhr*
AUF DER SICHEREN SEITE
<http://www.derive.at/index.php?p_case=4#AUF%20DER%20SICHEREN%20SEITE>
Dokumentarfilm, D 2009; anschliessend
Filmgespraech mit der Regisseurin
*Do, 7.10.10, 17 Uhr*
STADT LAUT LESEN
<http://www.derive.at/index.php?p_case=4#STADT%20LAUT%20LESEN>
Spaziergang mit Bertram Weisshaar
und Studierenden der Klasse Landschaftsdesign,
Universitaet fuer angewandte Kunst Wien
*Fr, 8.10.10, 21 Uhr*
URBANIZE! 10 JAHRE derive FEST
<http://www.derive.at/index.php?p_case=4#URBANIZE%21%2010%20JAHRE%20d%E9rive%20FEST>
mit IWI Soundsystem und Heinrich Deisl (SKUG)
Live Act: LNC - Large Neuron Collider
*Sa, 9.10.10, 13 Uhr*
laboratoire derive
FORSCHUNGSREISEN INTERNATIONAL
<http://www.derive.at/index.php?p_case=4#laboratoire%20d%E9rive>
Situationistische Stadterkundungen
mit internationaler Vernetzung
*So, 10.10.10, 13 Uhr*
*EIN PARADIES* <http://www.derive.at/index.php?p_case=4#*EIN%20PARADIES*>
Die Gehsteig-Guerrilleros laden
nach Zwischenbruecken
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*Kuratierung*: Christoph Laimer, Elke Rauth, Elke Krasny, Thomas
Ballhausen, Nik Hummer /// *Projektleitung*: Elke Rauth /// *PR*: Sonja
Tomandl /// Dank an André Krammer, Axel Laimer, Erik Meinharter,
Christian Klettner
*Foerderer*: BMUKK, Wien Kultur, MA7 - Referat fuer Wissenschafts- und
Forschungsfoerderung /// *Kooperationspartner*: Filmarchiv Austria, IWI
entertainment group, Literaturhaus Wien, Technische Universitaet (TU)
Wien/Institut fuer Staedtebau, Landschaftsarchitektur und
Entwerfen/Fachbereich Staedtebau, Secession Wien, Topkino Wien,
Universitaet fuer angewandte Kunst Wien/Klasse Landschaftsdesign
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*Fr, 1.10.10, 19 Uhr
*10 Jahre derive
UNDERSTANDING STADTFORSCHUNG
Zeitschriftenpraesentation und Diskussion
_Zeit_: Freitag, 1. Oktober 2010, 19 Uhr
_Ort_: Technische Universitaet Wien, Prechtlsaal, Karlsplatz 13, 1040 Wien
Keine Anmeldung, Eintritt frei!
/derive 40/41 - Understanding Stadtforschung/ versammelt aktuelle
Positionen internationaler AutorInnen aus den Bereichen Architektur und
Staedtebau, Landschaftsarchitektur, Politikwissenschaft, Europaeische
Ethnologie, Soziologie, Geographie und oekonomie, sowie zahlreiche
Arbeiten internationaler Kunstschaffender in ihrer Auseinandersetzung
mit dem urbanen Raum, und bildet einen langlebigen Reader zum Status Quo
und zur Zukunft der Stadtforschung.
Zur Praesentation und zum Auftakt des Festivals URBANIZE! bittet derive
fuenf VertreterInnen urbanistischer Disziplinen aufs Podium, um
Forschungszugaenge und Zukunftsfragen zu eroertern.
Es diskutieren:
*Erich Raith*, A.o. Professor fuer Staedtebau, TU Wien
*Brigitta Schmidt-Lauber*, Professorin fuer Europaeische Ethnologie,
Universitaet Wien
*Sabine Knierbein*, Leitung SKuOR -- Stadtkultur und oeffentlicher Raum,
TU Wien
*Walter Matznetter*, Ass. Professor fuer Geographie und
Regionalforschung, Universitaet Wien
*Philipp Klaus*, INURA Zuerich Institut; Universitaet Zuerich
Moderation: Christoph Laimer, Herausgeber derive
Im Anschluss laden wir zum Umtrunk.
In Kooperation mit dem Institut fuer Staedtebau, Landschaftsarchitektur
und Entwerfen an der Technischen Universitaet (TU) Wien, Fachbereich
Staedtebau.
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*Sa, 2.10.10, 14 Uhr*
DIE SCHRITTE UND DIE WORTE
Gehen als urbanistische Wissensproduktion
aus feministischer Perspektive
_Zeit_: Samstag, 2. Oktober 2010, 14 Uhr
_Start_: Juedischer Friedhof, Waehringer Park, Schrottenbachgasse 3,
1180 Wien
_Ziel_: Flakturm im Augarten, 1020 Wien
_Fuehrung_: *Elke Krasny*
Keine Anmeldung, Eintritt frei!
Der Gang der Staedte ist der Gang ihrer Bewohner und Bewohnerinnen.
Salonièren, oekonominnen, Malerinnen und Komponistinnen haben diesen Weg
vom Juedischen Friedhof zum Flakturm in der Geschichte der Stadt
gekreuzt. Der Weg erlaubt es, die Polyperspektivitaet von Wahrnehmung
der Stadtgeschichte mit der heutigen Stadt zu konfrontieren. Zu den
historischen Spuren der Erinnerung treten ausgewaehlte Textpassagen von
Doreen Massey, Gillian Rose, Doina Petrescu und Beatriz Colomina. Die
Re-Lektueren und das Querlesen produziert ein neues Bild der Stadt
entlang des Weges.
Elke Krasny ist Kulturtheoretikerin mit den Arbeitsschwerpunkten Kunst,
Architektur und Urbanismus des 20. und 21. Jahrhunderts, Gender Studies,
Bildung und Didaktik.
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*So, 3. 10.10, 11 Uhr*
FILMFRUEHSTUECK: STADT UND FILM
_Zeit_: So, 3.10.10, 11 Uhr (Fruehstueck), 12 Uhr (Filmstart)
_Ort_: Filmarchiv Austria/Studiokino, Obere Augartenstrasse 1, 1020 Wien
_Einfuehrung und Publikumsgespraech_: *Thomas Ballhausen*
Keine Anmeldung, Eintritt frei!
Die Entwicklung urbaner Lebens- bzw. Unterhaltungs-raeume und die
Ausbildung des Kinos stehen in unmittelbarem Zusammenhang. Auch neuere
filmische Arbeiten gehen immer wieder auf die Moeglichkeiten und
Herausforderungen des Lebens im staedtischen Raum ein. Insbesondere der
phantastische Film als Seismograph gesellschaftlicher Entwicklungen hat
sich intensiv besagtem Spannungsverhaeltnis gewidmet. Das
Filmfruehstueck Stadt und Film zeigt einen ueberraschungsfilm aus diesem
Genre als oesterreichpremiere.
Thomas Ballhausen ist Film- und Literaturwissenschaftler, Dozent an der
Universitaet Wien, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Filmarchivs
Austria und Autor von derive.
In Kooperation mit dem Filmarchiv Austria.
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*Mo, 4.10.10, 19 Uhr*
DIE STADT INS WERK SETZEN
Ein Abend ueber Henri Lefebvre
_Zeit_: Montag, 4. Oktober 2010, 19 Uhr
_Ort_: 3raum Anatomietheater, Beatrixgasse 11, 1030 Wien
Mit Beitraegen von *Klaus Ronneberger*,* Helmut Weber*,* Sabine Bitter
*und *Elke Krasny*
Keine Anmeldung, Eintritt frei!
Das Werk des 1991 verstorbenen franzoesischen Soziologen und Philosophen
Henri Lefèbvr e ist einer der wichtigsten Grundpfeiler der kritischen
Stadtforschung und erfreut sich in juengster Vergangenheit zum
wiederholten Male internationaler Aufmerksamkeit. Im deutschsprachigen
Raum besteht das Paradox, dass trotz der kaum zu ueberschaetzenden
Bedeutung Lefèbvres fuer die Stadtforschung einige seiner wichtigsten
Buecher nie uebersetzt wurden (z.B. La production de l'espace) bzw.
vorliegende uebersetzungen teils von zweifelhafter Qualitaet sind. Thema
des Abend sind daher Henri Lefèbvres multiple Anknuepfungspunkte an
Stadt, Architektur, Urbanismus und Politik: Fragen der Autogestion
(Selbstorganisation), das Fallbeispiel Novi Beograd, die
Wirkungsgeschichte Lefèbvres im deutschsprachigen Urbanismusdiskurs und
kuenstlerische Praktiken, Recherchen und Produktionen, die zu Lefèbvres
Texten in einem Verhaeltnis stehen.
Zu Beginn der Veranstaltung praesentiert derive zur Einstimmung auf
Lefèbvres Werk das Video NEW Novi Beograd 1948 -- 1986 -- 2006 des
KuenstlerInnen-Duos Bitter Weber. Die Video-Arbeit zeigt junge
ArchitektInnen und Kulturschaffende beim Lesen eines Textes von Henri
Lefèbvre, den er 1986 mit zwei Architekten als Teil eines
Wettbewerbbeitrags fuer Neu Belgrad verfasst hat. Als heutige
BewohnerInnen von Belgrad lesen die DarstellerInnen innerhalb der
Architekturen des ehemaligen sozialistischen blockfreien Jugoslawiens
Ausschnitte des Texts von Lefèbvre, um mit den Potenzialen von Das Recht
auf Stadt und Selbstmanagement ueber neue Konzepte von Stadtbewohner und
Moeglichkeiten einer Selbst organisation von unten nachzudenken.
*Videoscreening*: NEW Novi Beograd 1948 -- 1986 -- 2006; Sabine Bitter
und Helmut Weber.
*Vortraege*: Klaus Ronneberger und Elke Krasny.
Klaus Ronneberger, Studium der Kulturanthropologie, Europaeischen
Ethnologie, Soziologie und Politikwissenschaften. Langjaehriger
Mitarbeiter am Institut fuer Sozialforschung Frankfurt am Main.
Gegenwaertig freier Publizist.
Bitter Weber, Sabine Bitter und Helmut Weber, arbeiten seit 1993 an
Projekten zu Architektur und urbanen Geographien, Fotografie, Neuen
Medien und visuellen Politiken.
Elke Krasny ist Kulturtheoretikerin mit den Arbeitsschwerpunkten Kunst,
Architektur und Urbanismus des 20. und 21. Jahrhunderts, Gender Studies,
Bildung und Didaktik.
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*Di, 5.10.10, 20 Uhr*
URBAN LITERATURE
Literarische Stadtdarstellung
_Zeit_: Dienstag, 5. Oktober 2010, 20 Uhr
_Ort_: Literaturhaus Wien, Seidengasse 13, 1070 Wien
Lesungen: *Herbert J. Wimmer*, *Thomas Ballhausen*
Keine Anmeldung, Eintritt frei!
Wien ist nicht nur immer wieder literaturgeographischer Schauplatz der
zeitgenoessischen Literatur, es ist auch die Heimat zahlreicher
Autorinnen und Autoren, die sich aktiv an Diskussionen zu
stadtspezifischen Themen beteiligen und literarisch an der Reflexion
urbanen Lebens im beginnenden 21. Jahrhundert mitwirken. Mediale
Interventionen und aktuelle Leseproben bilden die Klammer eines Abends
des Dialogs.
Herbert J. Wimmer, ist Schriftsteller, arbeitet als Rundfunkjournalist
und schreibt literatur- und filmkritische Texte sowie Hoerspiele.
Mitglied der Grazer Autorenversammlung. 2009 Heimrad-Baecker-Preis.
Thomas Ballhausen ist Schriftsteller und Autor von derive; zahlreiche
literarische und wissenschaftliche Veroeffentlichungen. 2006 Reinhard
Priessnitz-Preis, 2008 Holfeld-Tunzer-Preis.
In Kooperation mit dem Literaturhaus Wien.
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*Mi, 6.10.10, 19 Uhr*
Oesterreichpremiere von
AUF DER SICHEREN SEITE
Dokumentarfilm von Corinna Wichmann
und Lukas Schmid, D 2009
Im Anschluss Filmgespraech mit *Corinna Wichmann* und *Michael Zinganel*.
_Zeit_: Mittwoch, 6. Oktober 2010, 19 Uhr
_Ort_: Topkino, Rahlgasse 1, 1060 Wien
Eintritt: EUR 7.- / 6.-
Auf allen Kontinenten wachsen mehr und mehr Staedte zu Megacities heran.
Die Privatisierung des staedtischen Raumes wird zum Ausweg aus den
ungeloesten Problemen zwischen den verschiedenen Gesellschaftsschichten,
die Aufloesung der staedtischen und sozialen Gemeinschaft schreitet
weltweit voran: Hohe Mauern, Elektrozaeune, Videoueberwachung und
bewaffnete Sicherheitskraefte sind eine Antwort der hoeheren
Einkommensklassen auf diese Entwicklungen. Der Dokumentarfilm Auf der
sicheren Seite zeigt Innenansichten von drei Gated Communities auf drei
Kontinenten: "Dainfern" in Johannesburg / Suedafrika; "Palm Meadows" in
Bangalore / Indien und "Spanish Trail" in Las Vegas / USA. Mit
detaillierten Portraets von BewohnerInnen und Bediensteten, von
Lebensumstaenden inner- und ausserhalb der privatisierten Areale bietet
der Film eine seltene Innenansicht des Lebens Auf der sicheren Seite. Im
Anschluss an die Oesterreich-Premiere laedt derive zum Filmgespraech mit
Corinna Wichmann und Michael Zinganel.
AUF DER SICHEREN SEITE (D 2009)
Regie: Corinna Wichmann und Lukas Schmid
Buch: Corinna Wichmann
Kamera: Lukas Schmid
*Corinna Wichmann* ist Autorin, Regisseurin, Fotografin, Kamerafrau und
Dozentin.
*Michael Zinganel* arbeitet als Architekturtheoretiker, Kuenstler und
Kurator.
In Kooperation mit dem Topkino Wien.
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*Do, 7.10.10, 17 Uhr*
STADT LAUT LESEN
Spaziergang mit *Bertram Weisshaar* (Spaziergangsforscher / Leipzig)
und Studierenden der Klasse Landschaftsdesign, Universitaet fuer
angewandte Kunst Wien
_Zeit_: Donnerstag, 7. Oktober 2010, 17 Uhr
_Treffpunkt_: 11. Haidequerstrasse / Busstation 76A
_Erreichbarkeit_: U3 Enkplatz, 76A Richtung Kaiserebersdorf Muennichplatz
Keine Anmeldung, Eintritt frei!
Eine promenadologische Exkursion zu den optischen und auditiven Chiffren
der Stadt, vermutet und gesucht in Wien-Simmering. Die
Spaziergangsforschung versucht eine Stadtwahrnehmung zu etablieren, die
alle Raeume der Stadt umfasst. Wo finden sich also unbekannte
»Wuerdigkeiten«, zu denen dann insbesondere Denk-Wuerdigkeiten oder
Merk-Wuerdigkeiten gehoeren.
Was ist zu finden, folgt man nicht nur den Augen sondern auch einmal
seinen Ohren? Was unterscheidet Laerm von Klang? Und gibt es da neben
dem Lautstaerkeregler vielleicht auch noch einen anderen Regler? Solchen
und aehnlichen Fragen geht dieser Spaziergang nach. Auf den Fuessen. Im
Gebiet Simmering.
Bertram Weisshaar*/*Atelier Latent, Leipzig, ist Spaziergangsforscher
und leitet Workshops zur Spaziergangswissenschaft an verschiedenen
Universitaeten. Seit 1996 realisiert er zahlreiche Projekte im Kontext
von Ausstellungen und Stadtentwicklung. Im September und Oktober 2010
ist Bertram Weisshaar AIR Gast von Orte - Architekturnetzwerk
Niederoesterreich.
In Kooperation mit der Universitaet fuer angewandte Kunst Wien, Klasse
Landschaftsdesign.
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*Fr, 8. 10.10, 21 Uhr*
URBANIZE!
10 JAHRE. 40 AUSGABEN.
500 AUTORINNEN. 1000 ARTIKEL.
WIR FEIERN!
22:00h *LNC - Large Neuron Collider* LIVE
23:00h *IWI Soundsystem* und *Heinrich Deisl *(SKUG - Journal fuer Musik)
_Zeit_: Freitag, 8. Oktober 2010, 21 Uhr
_Ort_: Secession Wien/Bar, Friedrichstrasse 12, 1010 Wien
Unkostenbeitrag: EUR 5.-
LNC -- Large Neuron Collider ist ein intermediales Projekt von Uli Kuehn
(analogsat) und Michael Kuttner (gommoral), das dem
Audio/Video-Spannungsfeld zu neuer Synthese verhilft. Experimentelle
elektronische Musik verschmilzt durch meist direktes Abtasten und
Zerlegen in Einzelfrequenzen und Amplituden mit echtzeitgenerierten
Formen und Farben. Statt dem Nebeneinander von Bild und Ton bestimmt bei
LNC der Klang die Form -- erzeugt sie sogar und laesst dadurch die
Betrachter beinahe koerperlich am Geschehen teilnehmen, was zu neuen
aesthetischen Qualitaeten fuehrt.
Visual programming: Uli Kuehn / anlaogsat
Audio programming: Michael Kuttner / gommoral
Tags: keyframing, real time audio capturing, synthetic filming, random
processing
Tools: ableton live, final cut, after effects, max/msp/jitter, screen
recorder, analoge synthesizer
*Cocktail-Robotik*: White Russian Hippie www.roboexotica.org
<http://www.roboexotica.org>
In Kooperation mit der Secession Wien.
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*Sa, 9. 10.10, 13 Uhr*
laboratoire derive
FORSCHUNGSREISEN INTERNATIONAL
_Zeit_: Samstag, 9. Oktober 2010, 13 Uhr
_Treffpunkt_: laboratoire derive Forschungsgruppe, Karlsplatz Wien,
Ausgang Resselpark
oder individuell an jedem beliebigen Verkehrsknotenpunkt
Keine Anmeldung, Eintritt frei!
In den 1990er Jahren von der iwi entertainment group aus der Taufe
gehoben, die spaeter massgeblich fuer die Gruendung von derive --
zeitschrift fuer stadtforschung verantwortlich zeichnete, macht
laboratoire derive die Stadt zum Forschungsobjekt. Inspiriert von der
Situationistischen Internationalen und den Theorien Guy Debords sowie
der Idee der Psychogeographie, bestimmt der Zufall die Richtung des
ziellosen Driftens, geleitet von Plaetzen, Strassen und Orten selbst. Es
gibt nichts und alles zu erforschen, in einem weitgehend planungs- und
erwartungslosem Zustand. Dokumentiert wird die urbane Forschungsreise in
frei waehlbaren Formaten von Wort, Bild, Ton. Die Ergebnisse sollen nach
Moeglichkeit anderen laboratoire-derive-ForscherInnen durch
Veroeffentlichung auf der derive-Website zugaenglich gemacht werden, um
kontinuierlich und weltweit ein multidimensionales Gedaechtnis der
fluiden Stadt zu formen.
/The derive (with its flow of acts, its gestures, its strolls, its
encounters) was to the totality exactly what psychoanalysis (in the best
sense) is to language. Let yourself go with the flow of words, says the
psychoanalyst. He listens, until the moment when he rejects or modifies
(one could say detourns) a word, an expression or a definition. The
derive is certainly a technique, almost a therapeutic one. But just as
analysis unaccompanied with anything else is almost always
contraindicated, so continual dériving is dangerous to the extent that
the individual, having gone too far (not without bases, but...) without
defenses, is threatened with explosion, dissolution, dissociation,
disintegration. And thence the relapse into what is termed 'ordinary
life,' that is to say, in reality, into 'petrified life.' In this regard
I now repudiate my Formulary's propaganda for a continuous derive. It
could be continuous like the poker game in Las Vegas, but only for a
certain period, limited to a weekend for some people, to a week as a
good average; a month is really pushing it. In 1953-1954 we derived for
three or four months straight. That's the extreme limit. It's a miracle
it didn't kill us./
Ivan Chtcheglov, excerpt from a 1963 letter to Michèle Bernstein and Guy
Debord, reprinted in Internationale Situationniste #9, p. 38.
laboratoire derive spielregeln
1. BILDET FORSCHUNGSGRUPPEN
Maximal 5-7 Personen schliessen sich an einem beliebigen Knotenpunkt des
oeffentlichen Verkehrs zu einer Forschungsgruppe zusammen. Benoetigte
Utensilien: Wuerfel, Tagesfahrschein, Notizblock, variable
Dokumentationsmittel (Foto, Film, Audio, Notizbuch, Skizzenblock,
Online-Medien, etc.)
2. DOKUMENTIERT MIT ALLEN MITTELN
Die Aufgaben der Dokumentation werden unter den TeilnehmerInnen
verteilt: Protokoll, Fotografie, Film, Audio, Skizze, Text, etc. Neben
der genauen Aufzeichnung von Zeitpunkt, Forschungsgruppe und Strecke
besteht freie Wahl, was dokumentiert wird. Bestenfalls wird die Reise
von allen TeilnehmerInnen individuell erfasst.
3. LASST DIE WUERFEL ENTSCHEIDEN
Die vorhandenen Verkehrsmittel und -linien am Ausgangsort bekommen einen
Wuerfelwert von 1-6 zugeordnet. Nach Bedarf wird nun z.B. als 1. das
Verkehrsmittel (U-Bahn, Strassenbahn, Bus, etc.), 2. die Linie und 3.
die Anzahl der zu fahrenden Stationen per Wuerfel ermittelt. Die Reise
beginnt.
4. ERGEBT EUCH DER *PSYCHOGEOGRAPHIE
Nach Verlassen des Verkehrsmittels ueberlaesst sich die Forschungsgruppe
der psychogeographischen Wirkung der vorgefundenen Umgebung. Der
neugierige Blick wird zum Wegweiser der umher schweifenden Erkundung.
Die Gruppe entscheidet, wann und wo die Fahrt fortgesetzt wird,
idealerweise mit einer neuen Linie oder einem anderen Verkehrsmittel.
Stehen mehrere zur Wahl, entscheiden die Wuerfel, ebenso wie ueber die
Anzahl der Stationen. Dieses Prinzip wird so lange fortgesetzt, bis die
Gruppe die Forschungsreise fuer beendet erklaert.
5. TEILT EURE FORSCHUNGSERGEBNISSE
Das entstandene Dokumentationsmaterial wird gesammelt und
zusammengestellt, die erforschten Wegstrecken erfasst. Recherchen im
Nachhinein sind erwuenscht. Die Forschungsreisen werden auf
www.derive.at veroeffentlicht. Die so anwachsenden
laboratoire-derive-Eintraege formen ein internationales Netzwerk
angewandter Stadtforschung und bilden in Summe ein multidimensionales
Gedaechtnis der Stadt.
Alle Materialien (Fotos, Videos, Skizzen, Texte, Toene bzw. deren Links)
zur Veroeffentlichung auf der derive Website bitte an [email protected]
*/Psychogeography is the study of the effects of geographical setting,
consciously managed or not, acting directly on the mood and behaviour of
the individual. Psychogeography research is carried through
non-scientific methods such as the derive -- aimless drifting through
the city, trying to record the emotions given by a particular place. /
Nottingham Psychogeographical Unit. What is Psychogeography?
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*So, 10. 10.10, 13 Uhr*
Die Gehsteig Guerrilleros laden zu
*EIN PARADIES*
Vorhang auf! Die Stadt beginnt!
_Zeit_: Sonntag, 10. Oktober 2010, 13 bis 17 Uhr
_Ort_: Zwischenbruecken, 1020 Wien
Die Veranstaltung findet bei jedem Wetter statt.
Material vor Ort vorhanden, Eintritt frei.
Die Flaeche der Zwischenbruecken ist Teil einer aktiven
Stadtentwicklungszone. Von geplanten Neubauten noch unberuehrt,
ueberzeugt die urspruengliche Situation durch die ploetzliche Wildnis in
der Stadt. Auf dieser Industriebrache soll die aktionistische Parabel
*Ein Paradies* entstehen. Gemeinsam mit Gaesten und PassantInnen werden
ueberdimensionale Origamiphantasietiere gebaut, und entwickeln in einer
Zwischenzone eine Landschaft als Ausdruck kollektiver Identitaet. Die
wilden Tiere der Stadt symbolisieren auch das Potenzial fuer
unkonventionelle Nutzungen von staedtischen Brachflaechen. Das Spielen
mit Raum, Massstab und Moeglichkeiten erklaeren Raum als relational.
Welche Chancen zur Entfaltung einer individuellen Identitaet bestehen
noch abseits Konsum und Marken generierter Rollenbilder und
zielgerichteter Profitstrategien? Wir leben in einer fuer die Ewigkeit
und fuer bestimmte Zielgruppen geplanten staedtischen Umwelt, und somit
auch in einer Gussform fuer den Buerger von morgen. Eine Stadt formt
sich als Wechselspiel zwischen menschlicher Handlung und gebauter
Struktur. Lokale Identitaet gruendet sich nur dann, wenn auch die
Moeglichkeit besteht in einen Ort eine Bedeutung selbststaendig
einzuschreiben. Bedeutungsinhalte werden heute vorprogrammiert, lokale
Identitaeten werden strategisch geplant. Unsere Stadt zerfaellt von
einem permanent in Veraenderung befindlichen Raum der imaginaeren
Vielfalt und gleichzeitigen lokalen Unterschiede in betonierte Fragmente
definierter Gegensaetzlichkeiten. Planer und Planerinnen kontextloser
und inszenierter Stadtsplitter wollen gegenseitig ueberbieten. Sie
folgen den Gesetzen einer globalen Aufmerksamkeitsoekonomie. Die Stadt
schreit zu uns. Themenwohnen und Einkaufsparadiese locken uns mit
zahllosen Versprechen der Erfuellung einer Sehnsucht nach einem
emotionaleren Leben. Die aktionistische Parabel in Zwischenbruecken
thematisiert die Komplexitaet der urbanen Identitaetsfindung und den
scheinbar aussichtslosen Kampf einer staedtischen Gesellschaft in die
Gestaltung ihrer kulturellen und sozialen Welt einzugreifen. Origami,
eine japanische Falttechnik, die auf einer uralten Tradition aufbaut,
nuetzt die Strategien der Meditation zur Selbstfindung und
Entschleunigung um dem Wettlauf mit der Zeit konzentriert kontemplativ
entgegenzuwirken. In Zwischenbruecken entsteht ein abstraktes Bindeglied
zwischen Fantasie und Wirklichkeit, ein PARADIES.
Eine urbane Intervention der Gehsteig Guerrilleros.
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derive - Zeitschrift fuer Stadtforschung
Liechtensteinstrasse 46a/5
A-1090 Wien
http://www.derive.at
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unserem Verteiler.
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