Montag, 18. Oktober, 19.00
Wie europäisch ist Österreich?
Buchbesprechung

Die Publikation Europäische Bilderwelten geht dem oft monierten ?Bilderdefizit? anhand von österreichischen Fallbeispielen nach. Wie kommen die BürgerInnen Europas in jenen Bildern vor, die EU-Europa visuell repräsentieren? Sind es traditionelle Symbole ? wie die EU-Fahne und das ?-Zeichen ? die identitätsstiftend wirken, oder nicht doch jene Bilder, die unsere alltäglichen visuellen Umwelten in der Informations- und Mediengesellschaft ausmachen? Wie Europa in österreichischen Medien visuell dargestellt wird, welche Vorstellungen vom EU-Europa dabei kommuniziert werden, ist Ausgangspunkt der Diskussion über die ?Europeanness? Österreichs.

Otmar Lahodynsky, Europapolitik, profil
Vrääth Öhner, Ludwig Boltzmann Institut für Geschichte u. Gesellschaft
Sieglinde Rosenberger, Universität Wien, Institut für Politikwissenschaft
Heidemarie Uhl, Österreichische Akademie der Wissenschaften,
Institut für Kulturwissenschaften und Theatergeschichte
Moderation: Gertraud Diendorfer, Demokratiezentrum Wien

Gertraud Diendorfer / Heidemarie Uhl (Hrsg.): Europäische Bilderwelten. Visuelle Darstellungen EU-Europas aus österreichischer Perspektive. Innsbruck, Wien, Bozen: Studienverlag 2009



Dienstag, 19. Oktober, 19.00
Die Fight-For-Freedom-Gruppe
Buchpräsentation

Bis heute ist der Mythos vom ?anderen Österreich? und die Legende vom ?anderen Deutschland? die Grundlage jenes volksverliebten Antifaschismus, dem die Verteidigung der Ehre der Nation schon immer so wichtig war, dass er die im Nationalsozialismus Realität gewordene Volksgemeinschaft konsequent ignorieren musste. Die Fight for Freedom-Gruppe, ein Kreis von exilierten Linken aus Deutschland und Österreich, deren Schriften nun erstmals auf Deutsch im ça ira-Verlag erschienen sind, gehörte zu den Ersten, die sich mit diesem Antifaschismus kritisch auseinandergesetzt haben.

Jan Gerber, Politikwissenschaftler, Autor, Universität Leipzig
Peter Pirker, Politikwissenschaftler, Autor, Universität Wien
Gerhard Scheit, wissenschaftlicher Autor, Universität Wien
Moderation: Stephan Grigat, Politikwissenschaftler, Autor, Univ. Wien

Jan Gerber, Anja Worm (Hg.): Curt Geyer, Werner Loeb u.a.: Fight for Free dom. Die Legende vom anderen Deutschland. Freiburg: ça ira Verlag 2010

Eine Veranstaltung von Café Critique



Mittwoch, 20. Oktober, 19.00
Rammbock
Lets talk about...Scripts

Ein schreckliches Virus vermehrt sich im Norden Europas in rasantem Tempo und verwandelt die daran Erkrankten zu wütenden Bestien. Aus Angst vor Ansteckung und aggressiven Übergriffen verbarrikadieren sich die noch Gesunden oder flüchten an vermeintlich sichere Orte. Genau zu diesem Zeitpunkt trifft der 35-jährige Michael in Berlin ein, um seine Liebe, seine Ex-Freundin zu besuchen. Doch während die Stadt im Chaos versinkt, fehlt von ihr jede Spur.

Marvin Kren, Regisseur, Benjamin Hessler, Drehbuchautor Rammbock (D 2010) im Gespräch mit Robert Buchschwenter, drehbuchforum



Donnerstag, 21. Oktober, 19.00
Wilde Minze ? Die Gegenwart der Vergangenheit
kinokis mikrokino #175

1944 werden am NS-Volksgerichtshof acht Todesurteile vollstreckt. Unter den Ermordeten ist auch die Villacher Kommunistin Maria Peskoller. Ihre Tochter, Helga Peskoller, entgeht einer Anklage und überlebt. Die Dokumentation Wilde Minze portraitiert die Jugendliche von damals und zeigt in behutsamen Einstellungen, wie sie zu den verstörenden Bildern eine Sprache gefunden und gelernt hat, das Leben zu lieben. Der Film rekonstruiert ihre bewegenden und persönlichen Lebenserinnerungen: dem Schmerz zum Trotz,den Nazis zum Trotz, ihrer Mutter zuliebe.

Anschließend Diskussion mit den Filmemacherinnen Lisa Rettl und Jenny Gand.

Wilde Minze (A 2009). Regie: Jenny Gand, Produktion: Lisa Rettl. 85 min



Freitag, 22. Oktober, 19.00
Kunst der Kritik
Buchpräsentation und Diskussion

Michel Foucault hat die Frage nach der Kunst der Kritik mit dem viel erörterten Diktum ?die Kunst, nicht so regiert zu werden? beantwortet. Damit eröffnet sich eine bestimmte Perspektive auf die Verknüpfung von Kritik und Politik. Der neue Band der eipcp-Reihe republicart behandelt dementsprechend nicht nur die klassischen Professionen der Kunst- und Kulturkritik. Im weiteren Sinn werden kritische Haltung und kritische Praxis einerseits von ihrem Verhältnis zur Regierung her gedacht, andererseits aus der Notwendigkeit, in einer Kunst der Kritik die Potenziale des Politischen selbst zu aktualisieren.

Isolde Charim, Philosophin, Kritikerin, Wien
Ruth Sonderegger, Philosophin, Akademie der Bildenden Künste, Wien
Birgit Mennel, Stefan Nowotny, Gerald Raunig (Hg.): Kunst der Kritik
(republicart, Band 10). Wien: Turia+Kant 2010

In Kooperation mit Creating Worlds / eipcp

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Tel: +43 1 522 76 13
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Das Depot wird vom Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur und der Kulturabteilung der Stadt Wien gefördert.


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