Am 9. Dezember erscheint die neue Ausgabe von ROKKO'S ADVENTURES!
Diesmal beginnen wir im Kellergeschoss, mit einem Abstieg in die Wiener
Kanalisation, wo unseren eigenen Spuren nachgegangen wird, bis sie sich
in Rauch auflösen. Es folgt ein Interview mit einem Wiener Exorzisten,
der selten detaillierte Einblicke in die Welt der Teufelsaustreibung
gibt, die heutzutage sehr wohl noch stattfindet, auch in Österreich. Dr.
Nachtstrom, die wandelnde Bibliothek der Abseitigkeiten, hat nun
endgültig mit den Beatles abgerechnet. Jörg Vogeltanz schuf zur
Illustration Bilder, die eigentlich ins Museum gehören. Literat und
Pilot Jürgen Ploog schrieb einen Text für uns. Er ist eine der wenigen
wahrlichen und essentiellen Größen der (literarischen) Gegenkultur, hat
DIE Zeitschrift des Underground mit Jörg Fauser und Carl Weissner
gegründet - Gasolin 23 - und mit ihnen allen zusammengearbeitet:
Burroughs, Warhol, Bukowski. Reicht dem Mann eine Zigarre! Mathias
Cmolik berichtete von seinem früheren Arbeitsleben, das nach einem bis
an die Grenze absonderlichen Film klingt - das Band lief mit. Raumschiff
Engelmayr, den andere besser als Bulbul-Fredl kennen, ließ dazu eines
seiner vielen Hendln durch ein Zaunloch ins Heft schlüpfen. Der
Filmemacher Klaus Lemke, der einige der schönsten Momente deutscher
Filmgeschichte schuf und schon vor Jahrzehnten die Straße zu seiner
Heimat erklärte, erzählte über Leben und Schaffen. Apropos Film: Tanja
Wögerbauer holt die verborgene Lebensgeschichte von Jean-Claude Lesage
an die Oberfläche, die extrem eindringlich von einer inzestuösen
Besessenheit erzählt. Thomas Fröhlich wagte sich ins Profondo Rosso, das
Herz des Italo-Horrorfilms, und lieferte seine Logbucheinträge ab.
Jürgen Marschal befasste sich mit den Pozzern, die sich nichts mehr
wünschen, als sich endlich mit Aids zu infizieren. Friedrich Dolezal
erzählt seine Geschichte vom Aufwachsen in den Händen des Staates über
Bordelleigentümerei, spektakuläre Coups und zahlreiche
Gefängnisaufenthalte. Daniel Krčál sprach in seiner Serie "Paranoia
Chroniken" mit der umstrittenen Wissenschaftlerin Claudia von Werlhof
und unterhielt sich außerdem mit den beiden Musikerinnen Baby Dee und
Little Annie. Stefan Kushima lud gleichzeitig zum Interview ein und
verweigerte das Gespräch. Weiters im Porträt: die famose
Liverpooler-Combo Barberos, die Galerie Pache, Dirty Beaches und das
paranoide Multiversum der Steel Pans. 
http://www.rokkosadventures.at/
 
 
2 Release-Shows:
 
#1: 9. Dezember 21 Uhr im fluc, gratis: The Striggles, Hella Comet,
Heifetz, [[[ALTAR:THRON]]]
The Striggles
The Striggles waren für einige die Überraschung des Jahres, als sie die
geballte Ladung deftig gewürzten Schweinerocks mit Cpt. Beefheart'schen
Zerhäckslungen und weiß der Henker welchem Hexenkraut in offene Ohren
reindrückten, bis die Masse das Hirn von innen stimulierte und uns in
Zustände kommen ließ, von denen wir gar nicht gewusst haben, dass wir
sie begehren! Die Allstar-Combo besteht aus Robert Lepenik (Fetish 69,
Melville), Slobodan Kajkut (Kajkyt), Gottfried Krienzer (Code Inconnu)
und Martin Plass. Und wenn es grade passt, dann schmeißt sich auch noch
Klaus Nomi ans Mikro. No sappalot.
http://www.myspace.com/thestriggles
 
Hella Comet
Hella Comet ist schon vor über zehn Jahren in Graz gelandet, doch legte
mit "Celebrate Your Loss" (Pumpkin Records/Schnapsidee Records) erst
Anfang 2010 das Debütalbum vor. Damit rollt die Gruppe den Post-Rock neu
auf, ohne ihn zu zerstören. Voluminöse Noise-Flächen erfüllen mit
vollstem Druck den ganzen Raum, vom Boden bis zum Plafond. Dazu peitscht
Schlagzeuger Maex die Pferde nach vorne, während Lea diese mächtige
Szenerie in das breite Spektrum ihrer Stimme einhüllt.
http://www.myspace.com/hellacomet
 
Heifetz
Das Duo Heifetz ist immer offen für Neues, jede ihrer Veröffentlichungen
klingt anders. Von Grindcore über Traktormusik und Ambient bis hin zum
John Cage-Tribute lässt sich in ihrem Katalog alles finden. Im Kern
besteht Heifetz aus Arrrna Conda aka Herr 2 an der Gitarre und Dr. Wu
aka Herr 2, seines Zeichens Schlagzeuger. Doch nach Lust und Laune
werden Harfenspieler, Saxofonisten, Rapper oder schwere Maschinengeräte
hinzugefügt. Heifetz growlen, zirkulieren, verschachteln, zerpflücken
und entzücken in den verschiedensten Sprachen des Wahnsinns. Was an
diesem Abend passiert? Es gibt nur einen Weg, das rauszufinden.
http://www.myspace.com/heifetzband
 
[[[ALTAR:THRON]]]
Eigentlich sollten Ader Rebell gespielt, die haben aber Troubles mit
ihrem Schlagzeuger. Die hätte ich so beschrieben:
Mit einer reduzierten Masse von dem, was man Ur-Energie nennen könnte,
werden monumentale Klangmassen herum geschoben. Als Anhaltspunkte möge
die Brutalität früher Melvins oder von Mutter dienen. Die Musik von Ader
Rebell beschränkt sich auf die Essenz und schmeckt wie gut
abgehangenenes Fleisch. Über die zähe Instrumentalmasse aus Gitarre,
Schlagzeug und Bass windet sich die beinahe opernhafte Stimme von Franz
Cavagno. Markus Krispel, Bassist der Band, der u. a. auch mit Action
Beat und Licht spielt(e): "Die Musik klingt sehr ausgegoren, stimmig,
lange bewährt über Jahre. Jeder Schnörkel ist weg, die Zeit zeigt, was
übrig bleibt."
 
Nun sieht es so aus, dass Cavagno und Krispel zu zweit kommen und die
erste [[[ALTAR:THRON]]]-Show darbieten: Bass, Gitarre, Stimme und
Drumcomputer. Das dürfte ordentlich wuchten!
http://www.myspace.com/altargegenthron
 
 
 
#2: 17. Dezember 21 Uhr im brut/Künstlerhaus, 12VVK/15AK: HGich.T
Das sollte reichen: http://www.youtube.com/watch?v=yeaTAWVcKFc

...wenn nicht: Die Hamburger Künstlergruppe HGich.T wurde mit ihren
Videos, bei denen u. a. ein abgenutzter Goa-Charakter eine Odyssee durch
drogengeschwängerte Zentralnervensysteme meistert, zu einem
Massenphänomen im Internet, der bald reale Effekte hatte und sämtliche
Pressestellen zu Begeisterungsstürmen hinriss. Zu Begeisterungstürmen -
und zu absoluter Verwunderung. Denn die Frage, die bis heute noch
niemand klären konnte, lautet: Was verdammt noch mal ist das? Ein
avantgardistisches Goa-Scharmützel? Ein post-dadaistischer
Weltentstehungsmythos? Oder doch die letzte, apokalyptische Äußerung
einer explodierenden Spaßgesellschaft? Ihre Shows sind energetische
Wahnsinnsschübe, bei denen das Publikum auf sich selbst aufpassen muss.
Und hinterher sieht es schlimmer aus als nach einem gängigen
Rockkonzert. HGich.T sind die Zukunft der Zukunft - und die ist in ihren
Extremlagen genauso unterhaltsam wie verstörend.
ACHTUNG: Vorverkaufskarten waren bereits ausverkauft. Das Kontingent
wurde erhöht, die Showse findet jetzt nicht im Konzerthaus, sondern im
Künstlerhaus von brut statt! Man sollte sich beeilen.
http://www.hgicht.de/
 
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