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GEGEN DEN STAND DER DINGE
01 Wo die Dinge stehen:
Das Museumsdepot als Archiv
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. . . . . . . . . . ihr schnittpunkt team . .
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: Sonntag, 16.01.2011, 16.30-21.00 Uhr
: Hofmobiliendepot - Möbel Museum Wien
: Andreasgasse 7, A-1070 Wien
: Konzeption und Organisation:
: Martina Griesser-Stermscheg und
: Nora Sternfeld, schnittpunkt
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Der erste Teil der neuen schnittpunkt-Veranstaltungsreihe
"Gegen den Stand der Dinge" widmet sich dem Ort, wo die
Dinge stehen: dem Museumsdepot in seiner historischen Dimension
und seiner gegenwärtigen Bedeutung.
In den vormusealen Wunderkammern machte man noch kein Geheimnis
daraus, dass was gesammelt wird, auch verstaut werden muss:
Schachteln, Wandhaken und Regale zierten den Ausstellungsraum.
Das 18. Jahrhundert mit seinen Aufbewahrungsmöbeln und Techniken
des Archivs brachte die Sammlungen in Ordnungen und entfaltete
eine sinnstiftende Kraft. Tatsächlich kam es aber erst im späten
19. Jahrhundert zur Institutionalisierung des Museumsdepots.
Während aktuell im Kunstfeld die inneren Logiken der
Wissensproduktion im Archiv thematisiert werden, stellt sich
MuseumspraktikerInnen zunehmend die Frage nach dem Umgang mit den
überfüllten Räumen, in denen unter Ausschluss der Öffentlichkeit,
Bedeutungsträger als "Masse "verwaltet werden. Gigantische
Zentraldepots werden an der Peripherie geschaffen und rücken die
Sammlungen noch weiter aus dem Blickfeld. Gleichzeitig wird das
Depot als Ansammlung und "verborgener Ort" immer öfter Thema der
künstlerischen Praxis und Reflexion.
Im Rahmen der Veranstaltung werden Depots und Archive in ihrer
öffentlichen Dimension diskutiert: Welches Wissen und Gegenwissen
liegt im Museumsdepot verborgen? Was erfahren wir über das Depot,
wenn wir es als Archiv betrachten? Können historische Sammlungs-
strategien Antworten auf aktuelle museale Fragestellungen liefern?
Ist das Ent-sammeln eine legitime Alternative zum Bau von immer
größeren Speichern?
PROGRAMM
Begrüßung
Ilsebill Barta, Hofmobiliendepot und Silberkammer
Nora Sternfeld und Martina Griesser-Stermscheg, schnittpunkt
16.45–17.45 Uhr
Dematerialisierung des Depots
Stephan Schmidt-Wulffen, Akademie der bildenden Künste Wien
18.00–18.30 Uhr
Die ungeschriebene Geschichte des Museumsdepots
Martina Griesser-Stermscheg, schnittpunkt / Universität für
angewandte Kunst Wien
18.30–19.15 Uhr
Paradigmenwechsel im Museumsdepot? Masse, Ewigkeit und
Tragbarkeit in der Sammlungserhaltung
Joachim Huber, Museumsberater / Prevart Winterthur
19.15–19.45 Uhr Pause
19.45–21.00 Uhr
Diskussion:
Das Museumsdepot zwischen Öffentlichkeit und Massenverwaltung
Joachim Huber, Martina Griesser-Stermscheg
Moderation: Nora Sternfeld
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Mit Unterstützung des Österreichischen Bundesministeriums
für Unterricht, Kunst und Kultur
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Die Teilnahme ist kostenlos. Die Plätze sind allerdings
begrenzt und werden nach Eintreffen der Anmeldungen gereiht.
Fragen und Anmeldungen bitte per mail an
. . . . . . . . : schnittpunkt. ausstellungstheorie & praxis
. . . . . . . . : [email protected]
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