_______/ Einladung zur Diskussionsveranstaltung

__/ Tatort Kulturpolitik #6
__/ aus der Serie "fair statt prekär" 2010/11:

__/ UrheberInnenvertragsrecht – in Österreich: bitte warten?
__/ Oder: Wie kann ein rechtlicher Rahmen aussehen, der zumindest ein 
Verhandeln auf Augenhöhe erlaubt?

_______/ Regie: Kulturrat Österreich
_______/ http://kulturrat.at

__/ Zeit: Mittwoch 19.1.2010, 19h
__/ Ort: Depot, Breite Gasse 3, 1070 Wien


In Ermangelung eines UrheberInnenvertragsrechts ist es in Österreich 
UrheberInnen und ProduzentInnen überlassen, sich auf konkrete 
Vertragsbedingungen zu einigen. Insbesondere die Frage der Honorierung, 
aber auch andere Nutzungsbedingungen unterliegen folglich dem freien 
Spiel der wirtschaftlichen Kräfte, bei dem UrheberInnen in der Regel die 
schlechteren Karten haben.
Ein UrheberInnenvertragsrecht würde dagegen die Position der 
UrheberInnen stärken und ihnen einen Anspruch auf angemessene Vergütung 
gesetzlich ebenso garantieren wie etwa die Teilhabe an außerordentlichen 
Erfolgen, die in Deutschland im sogenannten „Bestsellerparagraphen“ 
geregelt ist. Gemeinsame Vergütungsregeln, die zwischen den 
repräsentativen Vereinigungen der UrheberInnen und WerknutzerInnen 
auszuhandeln wären, würden für Klarheit und Rechtssicherheit sorgen und 
könnten im Streitfall von einem Schiedsgericht erlassen werden.
Was ein UrheberInnenvertragsrecht können soll, warum es dieses 
hierzulande noch nicht gibt und wie es um die politische Durchsetzung 
steht, wollen wir an diesem Abend mit jenen PolitikerInnen diskutieren, 
die sich in den vergangenen Monaten zu diesem Thema geäußert haben.

__/ Besetzung:
Sonja Ablinger, Kultursprecherin SPÖ
Werner Richter, Übersetzergemeinschaft/ IG Autorinnen Autoren
Wolfgang Zinggl, Kultursprecher Die Grünen

__/ Moderation:
Maria Anna Kollmann, Dachverband Filmschaffende



_______/ Serie „fair statt prekär“ 2010/ 2011

Wie die Studie zur sozialen Lage der Kunstschaffenden bestätigt hat, 
mangelt es in der Kunst vor allem an einem: Einkommen. Während die 
daraus resultierende unzureichende soziale Absicherung der KünstlerInnen 
diskutiert wird und auch erste kleine Versuche zur Verbesserung 
vorliegen, herrscht im Bereich der Einkommen weitgehend Stillstand.

Mit dem Kunstförderungsgesetz bekennt sich der Staat Österreich zwar zur 
Förderung von Kunst und Kultur aus dem Bundeshaushalt, nur ist dort 
nicht definiert, dass es auch um soziale Standards wie ausreichende 
Einkommen gehen muss. Umgekehrt lassen die Rahmenbedingungen für 
künstlerische Arbeit auch dort, wo diese kapitalistisch verwertbar ist, 
sehr oft keine fairen Verträge zu.

Woraus speist sich das Einkommen im Kunst-, Kultur- und Medienfeld? 
Welche Bestandteile hängen wie mit welchen Rahmenbedingungen zusammen? 
Und natürlich: Wie wird es besser?


__/ PROGRAMMVORSCHAU:


_______/ Tatort Kulturpolitik #7

__/ Richtgagen, Fair Pay und/ versus Subventionsgestaltung
__/ Im März 2011.



_______/ Kontakt

Kulturrat Österreich
Gumpendorfer Str. 63b
A-1060 Wien
[email protected]
http://kulturrat.at/




_______/ Erklärung gemäß § 107 TKG

Angesichts einer zunehmend erdrückenden Medienkonzentration leistet der 
nicht-kommerzielle Versand von kulturpolitischen Informationen einen 
wichtigen Beitrag zur Herstellung diskursiver Öffentlichkeiten. Die 
neuen Bestimmungen des Telekommunikationsgesetzes (TKG § 107) bedeuten 
eine diesbezügliche Einschränkung, denn seit 1. März 2006 dürfen 
e-Mail-Zusendungen ausschließlich mit dem Einverständnis der 
EmpfängerInnen zugesendet werden.

Sollten Sie keine weiteren Informationen des Kulturrat Österreich 
beziehen wollen, so ersuchen wir Sie um eine kurze Verständigung.
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