Das Wiener Künstlerhaus bittet zu einem Konzertabend im Rahmen der
Ausstellung

A R T U R   P A U L   D U N I E C K I
C H A R L O T T E   W E I N M A N N
Retrospektive

Wiener Künstlerhaus
Donnerstag, 3. Februar um 19 Uhr

ANDREA ECKERT liest Lyrik von CHARLOTTE WEINMANN (aus “WASSERSCHRIFTEN³,
2010) 
Kammermusik und neue Lieder von HANNES DUFEK, MEINHARD RÜDENAUER und
ANGELIKA SILBERBAUER nach Gedichten aus dem gleichnamigen Band.
Mitwirkende: Alba Cruz (Sopran), Ana Topalovic (Violoncello) und Pierre
Doueihi (Klavier)



Die Retrospektive umfasst die wichtigsten Werke des Architekten Artur Paul
Duniecki (seit der Bürogründung 1975 bis 2005) sowie architekturbezogene
Arbeiten der 2008 verstorbenen Malerin Charlotte Weinmann, die meist in
Zusammenarbeit mit Duniecki bzw. im Kontext mit seinen Werken entstanden
sind sowie wichtige Beispiele aus ihrem malerischen Werk.
Die beiden Künstlerpersönlichkeiten lernten einander 1982 kennen und ihre
Partnerschaft entwickelte sich zunehmend auch zu einer künstlerischen.
Mikrokosmos, Makrokosmos und ihre gegenseitige Spiegelung sind die fast
alchemistischen Grundthemen des Kunstwollens von Charlotte Weinmann. Die
stringente Werkentwicklung fußt in den Erscheinungen der Natur und ihrer
künstlerischen Transformation, im Erkennen der allgegenwärtigen Metamorphose
und dem Fokus auf den “kleinen Dingen³ und ihrer insistierenden Mächtigkeit.
Zuletzt, im Zusammenspiel mit den architektonischen Räumen, gewinnen ihre
Arbeiten eine zusätzliche Qualität: sie machen ihre Farbwelten begreiflich
und begleiten das Funktionale hinein in den sozialen Sinn.

Monumentalität und Physiognomie sind Schlüsselbegriffe in der
architektonischen Sprache von Artur Paul Duniecki. Das klare Bekenntnis zum
“strikten Volumen³ dient einer notwendig funktionellen und doch “redenden³
Ästhetik. Gebaute Beispiele dafür sind u.a. der Wohnbau der Stadt Wien in
der Adalbert Stifterstrasse / Dresdnerstrasse, das Spardat Rechenzentrum in
der Geiselbergstrasse oder das kika Einrichtungshaus in der Wagramerstrasse.
Mit der Gestaltung der Ausstellung “Das Gleichnis der Natur³ von Charlotte
Weinmann im Palais Wittgenstein (1990) betritt Duniecki das Feld der Farbe
und in Zusammenarbeit mit der Künstlerin nimmt das Konzept der “Colour
Fields³ einen immer breiteren Raum ein (Spardat Rechenzentrum 1994, Colour
Walking Galerie Cachet 1997). Schließlich durchdringen sich architektonische
und künstlerische Manifestationen in glückhafter Symbiose (Kindergärten in
der Rosenbergstraße und in der Bernoullistraße, Bank Austria in der
Speisingerstraße) und bei fast allen späteren Bauten von Duniecki wurde
Charlotte Weinmann mit der Farbgestaltung betraut. Die Retrospektive kann
also auch als ein Beitrag zum Thema “Bauen mit Kunst³ im zeitgeschichtlichem
Kontext gesehen werden.



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