Gerda Fassel - BRÜCHE. Plastiken & Zeichnungen
Eine Ausstellung zum Siebzigsten
noch bis 15. April 2011, Mo–Fr 14–18 Uhr
Universität für angewandte Kunst Wien
Refektorium/Heiligenkreuzerhof
Schönlaterngasse 5, 1010 Wien
Die Ausstellung enthält 39 Plastiken (24 Bronzen, 5 Gipse) und 27 „typische“
Zeichnungen, die die Entwicklung der bildhauerischen Formen der Künstlerin
repräsentieren. Gezeigt werden Köpfe, Torsi und Fragmente in fünf Räumen. Die
Ausstellung trägt einen retrospektiven Charakter.
Gerda Fassels Interesse gilt figurativen Plastiken, nicht der naturalistischen
Abbildung. Um jedwelcher Ideologie vom unversehrten Körper entgegenzuwirken,
hat sie sich dem Fragment verschrieben. Im Vordergrund ihres Schaffens steht
das Fragment der weiblichen Figur. Zum einen liefert ihr die Figur die
erforderliche Begrenzung als formaler Bezugsrahmen, zum anderen hebt sie durch
die Fragmentarisierung die Begrenzung wieder auf.
Jenseits aller Kunstmoden hat sie ihre Arbeiten mit Eigensinn und
Beharrlichkeit gestaltet. Dem diagnostizierten Ende der Kunst begegnet sie mit
einer Ästhetik des Beharrens, mit einem widerständigen Festhalten der Kunst,
der Moderne, gegen die fiktive virtuelle Bilderflut: Die Skulptur/die Plastik
als ein Monument prädigitaler Gesellschaft.
Ihre Arbeiten hat sie in zahlreichen in- und ausländischen Ausstellungen
gezeigt. Sie wurden mit dem Theodor Körner-Preis (1981), einem
Förderungsbeitrag des Wiener Kunstfonds (1981), dem Preis der Stadt Wien für
bildende Kunst (1982), dem Wiener Festwochenpreis für Plastik (1983), dem
Österreichischen Staatsstipendium für bildende Kunst (1984) und dem Ehrenkreuz
für Wissenschaft und Kunst I. Klasse (2001) gewürdigt.
Gerda Fassel leitete von 1996 bis 2006 in der Nachfolge von Alfred Hrdlicka die
Abteilung Bildhauerei am Institut für bildende Kunst an der Universität für
angewandte Kunst Wien, zwei Jahre lang als Gastprofessorin, dann als Ordinaria.
Sie wurde 1941 in Wien geboren, begann früh zu malen, besuchte als Jugendliche
die Künstlerische Volkshochschule und die Wiener Kunstschule (Abstrakte Malerei
bei Hans Staudacher). 1964 begann sie ein Studium der Bildhauerei an der Art
Students League in New York (bei José De Creeft). Während des Experimentierens
innerhalb der non-figurativen Kunst und auf der Suche
nach neuen Ausdrucksmöglichkeiten war sie dem Theoretischen näher als dem
Material. Diese Erkundungen gewährten ihr eine tiefere Einsicht in das Phänomen
Kunst und überzeugten sie von der Notwendigkeit einer neuerlichen Einführung
des „Gegenständlichen“, der menschlichen Figur in die Kunst als die
unverzichtbare “Begrenzung” zur Wahrnehmung formaler Bezüge und Aussagen – ihr
Beweggrund, sich einem Studium der menschlichen Figur zu widmen. Von 1968 bis
1972 setzte sie ihr Bildhauereistudium in Wien bei Hans Knesl und Wander
Bertoni an der Angewandten fort.
Kontakt
Universität für angewandte Kunst Wien
Anja Seipenbusch-Huschschmied, Marietta Böning
Öffentlichkeitsarbeit und Veranstaltungsmanagement
Oskar-Kokoschka-Platz 2, A-1010 Wien
T: +43-1-71133-2161, F: -2169
marietta.boening @uni-ak.ac.at
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