k/haus


FREIES KINO im künstlerhaus — EINTRITT FREI


jeden dienstag, mai - juli 2011

künstlerhaus k/haus kino
akademiestraße 13
1010 wien


"after all, the unknown is pure adventure." (nathaniel dorsky, devotional cinema)

kino als geste. das "freie kino im künstlerhaus - eintritt frei" zeigt – im künstlerhauskino – zwischen dem 17. mai und dem 12. juli 2011 an jedem dienstag um 21:00 uhr hierzulande selten oder noch nie öffentlich projizierte filme von linda christanell, gabriele hochleitner, jon jost, michael pilz und peter schreiner.

"es gibt für mich ein schönes schweigen von bauten, das ich verbinde mit begriffen wie gelassenheit, selbstverständlichkeit, dauer, präsenz und integrität, als auch wärme und sinnlichkeit; sich selber sein, ein gebäude sein, nicht etwas darstellen, sondern etwas sein." (peter zumthor, architektur zum denken)

"das element des kinos ist die geste und nicht das bild. sie ist weder ein zweck in sich, noch verschreibt sie sich einem zweck. vielmehr besteht sie im "sichtbarmachen eines mittels als solches". genau in diesem sinn ist sie politisch, denn politik entzieht sich der instrumentellen vernunft, sie ist die sphäre des reinen mittels. sollte sie zumindest sein." (giorgio agamben, mittel ohne zweck. noten zur politik)

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programm-vorschau

dienstag, 17. mai 2011, 21:00 uhr
michael pilz
invocation of bliss
österreich 2006/2009, 92 minuten, farbe, 16:9

dienstag, 24. mai 2011, 21:00 uhr
peter schreiner
auf dem weg
österreich 1986/1990, 120 minuten, 16 mm, s/w, 1:1,33

dienstag, 31. mai 2011, 21:00 uhr
gabriele hochleitner
sweet briar
österreich 2003/2004, 40 minuten, farbe, 4:3
tagebuch eines neuankömmlings
österreich/argentinien 2007, 76 minuten, farbe, 16:9

dienstag, 7. juni 2011, 21:00 uhr
michael pilz
silence
österreich 2006/2007, 96 minuten, farbe, 16:9

dienstag, 14. juni 2011, 21:00 uhr
peter schreiner
blaue ferne
österreich 1993/1995, 95 minuten,16 mm, s/w, 1:1,33

dienstag, 21. juni 2011, 21:00 uhr
jon jost
imagens de uma cidade perdida
usa/portugal/south korea 2006/2011, 92 minuten, farbe, 16:9

dienstag, 28. juni 2011, 21:00 uhr
linda christanell
carrousel
österreich 1998, 16 mm, 6 minuten, farbe, 1:1,33, ohne ton
ns-trilogie
österreich 1996/2000, 16 mm, 30 min, farbe und schwarzweiss, 1:1,33, ton
meomsa
österreich 1986, 16 mm, 43 minuten, farbe, 1:1,33, ton

dienstag, 5. juli 2011, 21:00 uhr
gabriele hochleitner
alles ist indien
österreich 2009/2010, 102 minuten, farbe, 16:9

dienstag 12. juli 2011, 21:00 uhr
michael pilz
roman diary
österreich 2010/2011, 124 minuten, farbe, 16:9


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programm-details


dienstag, 7. juni 2011, 21:00 uhr
michael pilz
silence
Leise Klavierklänge am Anfang. Die Töne tasten sich voran, zwischen ihnen wirkt die Zeit. Warten, was kommt. Sich der Welt nähern und die Welt sich nähern lassen. Ein Mann und eine Frau, einander zugeneigt. Tage und Nächte durchleben. Berührungen. In einer langen Wolkensequenz trifft ein Sonnenstrahl die Kamera, verschiebt sich langsam das Gefüge. Schauen, wie das Haar am Nacken, wie der Vorhang sich im Wind bewegt. Eine Liebeserklärung an die Welt. (Tina Glaser)
http://www.michaelpilz.at/films/silence/


dienstag, 31. mai 2011, 21:00 uhr
gabriele hochleitner
sweet briar
österreich 2003/2004, 40 minuten, 4:3, farbe, mono, dvd
Spätsommer in Virginia. Gewitterbilder aus dem Fenster des Quartiers im Center for the Creative Arts. Aus zufälligen Begegnungen entwickeln sich kurze Gespräche; mit dem Gärtner etwa, der seinen Rasenmäher „El Toro“ nennt. Inmitten dieser Leichtigkeit verharren die Bilder der Selbstbeobachtung. (Tina Glaser)

gabriele hochleitner
tagebuch eines neuankömmlings
österreich/argentinien 2007, 76 minuten,16:9, farbe, mono, dvd
Sonnenverbrannte Haut, auf der weiße Stellen als Spuren zurückbleiben. Dann ein paar Alltagsszenen einer Stadt: ein Imbissstand; ein Platz. Passanten, die vorüberziehen. Es ist heiß. Ein junger Mann taucht den Kopf in einen Brunnen. Die Frage nach dem Ort wird nicht sofort beantwortet. Wozu auch? Es braucht Zeit um irgendwo anzukommen. Die Bilder nähern sich der neuen Umgebung nur langsam an. Ein Friedhof etwa, vor dessen Mauern sich im Sonnenlicht Blätter und Pollenstaub bewegen oder ein Mann, der auf einem Schubkarren Fleisch brät. Dazwischen, ähnlich einem Leitmotiv, reflektieren verschiedene Menschen über die brüchige argentinische Identität. Am Ende des Tages löst sich der Blick aus den Geschichten anderer und verweilt auf den Wäscheklammern vor dem Fenster. (Tina Glaser)


dienstag, 24. mai 2011, 21:00 uhr
peter schreiner
auf dem weg
österreich 1986/1990, 120 minuten, 16 mm, s/w, 1:1,33, magnetton, mono
Die Erde bewegt sich und wir mit ihr. Fremd und seltsam wie der Mond erscheinen die Faschingsmasken der Kinder. Schreiners Sohn Leo sieht zum ersten Mal das Licht. Ein Jahr gleitet in das nächste. Silvesterknaller. Dunkle Wolken ziehen um den Umriss einer Kuppel, daneben das schwarze Geäst einer Baumkrone. Kirchenglocken läuten. Die Bilder, tief versenkt, verlassen uns nicht mehr. Und trotzdem verfallen sie nicht in Schwermut, sondern bewegen sich immerfort mit der schwebenden Sicherheit eines Kindes. Szenen, in denen Schreiner und seine Freunde aus dem Text Conversazione in Sicilia von Elio Vittorini rezitieren, Grimassen schneidend, diskutierend, darüber wie man eine Welt ohne Kränkung „zusammenkriegt“. Übermut und Nachdenklichkeit treffen aufeinander. Langsam zieht die Welt vorüber. (Tina Glaser)
http://www.echtzeitfilm.at/en/echtzeitfilm.html


dienstag, 17. mai 2011, 21:00 uhr
michael pilz
invocation of bliss
österreich 2006/2009, 92 minuten, farbe, 16:9, stereo
Michael Pilz’ meditatives Kino in seiner radikalsten Form. Die Berührung des alabasternen Grabmals des berühmten persischen Dichters Khwajeh Shams al–Din Muhammad Hafez–e Shirazi als bewegtes und sich bewegendes Gemälde. Aus der Dunkelheit trägt uns ein Plätschern fort. Hinein in eine Szene, die sich immer wieder neu formt. Komposition und Licht sind stets schon da. Nichts, das erfunden werden müsste. In die Welt und in sich hineinhorchen. Die Zeit dehnt sich. Wie aus dem Nichts kommt der Gehstock einer alten Frau hinter der Säule hervor. Regengeräusche setzen ein. Schwarz verhüllte Frauen ziehen vorüber, den Raum vor sich herschiebend. Immer mehr Menschen kreisen um das Grab. Schließlich verschwindet alles noch tiefer in der Zeit. Schatten ziehen vorüber und geben die Sicht auf arabische Schriftzeichen frei. Grabinschrift und Gedicht. Dann der neue Anfang. Ruhe, Klarheit. (Tina Glaser)
www.michaelpilz.at/films/invocation_of_bliss/


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Karlsplatz 5
1010 Wien
Tel. 01 / 587 96 63
Fax 01/ 587 87 36
Di-So 10-18, Do 10-21 Uhr
[email protected]
www.k-haus.at
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