Open Call for Works

transmediale 2012: in/compatible

 
Unser thematischer Call für Arbeiten und Projekte ist jetzt veröffentlicht! Die 
tm.12 verfolgt den Gedanken, dass das Inkompatible die Logik der 
zeitgenössischen Kulturproduktion vorantreibt. Das in/compatible bezieht sich 
auf ästhetische Objekte und Prozesse, die sich nicht zwangsläufig auf die Art 
und Weise anpassen, wie wir es gewohnt sind.
 
KONZEPTIONELLER RAHMEN
Das zu Neue und das zu Alte sind zwei Seiten derselben Medaille: Nichts 
funktioniert jemals perfekt. Das gleichzeitige monumentale Scheitern und die 
globale Allgegenwärtigkeit von Technik scheint uns über die Polarität von 
Utopie und Dystopie hinaus zu bewegen. Stattdessen dringen wir ein in das 
Umfeld des Unscharfen, Unangepassten, Monströsen und "Un-Unternehmerischen". 
Diese zunehmend unklaren Spannungs-Zustände, die zwischen offen und 
geschlossen, militärisch und bürgerlich, kommerziell und idealistisch liegen, 
führen zu einer neuen Art von "technologisch-kultureller Unruhe". Das 
In/kompatible ist in diesem Zusammenhang ein einmaliger Moment, in dem deutlich 
wird, dass bestimmte Technologien oder Denkweisen nicht in Kombination 
verwendet werden können. Künstler, Praktiker und Denker beschäftigen sich mit 
dieser unvollkommenen Natur der Technik. Sie geben ihr eine kulturelle Form, 
entwickeln eine kritische Reflexion, die auf die sich ständig ändernden 
gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Terrains der vernetzten Welt reagiert.
 
Die Inkompatibilität ist mehr als nur ein missglücktes Vorhaben: Sie ist eine 
Form des Umgangs und letztendlich der Steuerung von intrinsischen Unterschieden 
und Heterogenitäten der Netzwerkkultur. Dies bedeutet, dass das Inkompatible 
nicht das Äußere von Netzwerken darstellt, sondern ein interner und konstanter 
Teil der Störung, welcher gänzlich notwendig ist, um den “offenen” Zustand von 
niemals geschlossenen Systemen zu ermöglichen. Anders ausgedrückt ist das 
Erlauben von Inkompatibilität entscheidend für die kapitalistische Logik, die 
auf der konstanten Integration neuer Produktionsformen basiert und der 
Prämisse, stets “offen für Neues” zu sein. Für die Benutzer und sogar für die 
Produzenten – insbesondere die “Prosumer” und “Produser” des Web 2.0 oder Cloud 
Computing – wird dieser integrative Prozess aber zunehmend unsichtbarer. Im 
Gegensatz zu dieser Unsichtbarkeit stellt das Festival die Frage was passiert, 
wenn inkompatible Aspekte zum Vorschein gebracht werden anstatt sie auf der 
dunklen Schattenseite der digitalen Kultur verschwinden zu lassen?
 
In der gewöhnlichen sozialen Denkweise der globalen Netzwerkgesellschaft und 
–kultur ist es zunehmend schwerer sowohl dasjenige zu identifizieren, das sich 
nicht wirklich verbinden lässt, als auch die Unterschiede wahrzunehmen, die 
über die Verfremdung, Integration oder Entwaffnung durch die Politik von 
Spezialisierung hinaus von Bedeutung sind. Jedoch erlauben es nur einzelne 
Punkte willkürlicher oder unwillkürlicher Fehler und Störungen, die unbekannte 
und ungewöhnliche Wendungen einschließen, einige dieser Heterogenitäten der 
Netzwerkkultur wieder zu thematisieren. Solche Umschwünge können nicht nur über 
das Digitale sondern auch über das Netzwerk als ultimativem Horizont der 
Kulturproduktion hinausgehen und neue Formen von transversaler Materialität und 
Zeitlichkeit erforschen.
 
 
REICHE DEINE ARBEIT EIN
Einsendeschluss: 31. August 2011
 
Im konzeptuellen Rahmen von in/compatible sind wir auf der Suche nach 
künstlerischen Arbeiten und Projekten jeglichen Genres oder Formats, die sich 
entweder auf ausdrückliche oder subtile Weise mit der inkompatiblen Natur 
zeitgenössischer technologischer Kulturen beschäftigen. Wir erwarten von den 
Einreichungen, dass sie - anstatt die Lösung vorwegzunehmen – die ungelösten 
Spannungen innerhalb der translokalen Medienpraktiken und Systeme ansprechen, 
akzentuieren und sich darauf einlassen. Im Speziellen rufen wir auf zur 
Einreichung von Projekten, die uns dadurch überraschen, dass sie sich nicht 
einfügen bzw. nicht kompatibel sind.
 
Die ausgewählten Arbeiten werden sowohl Teil unserer Ausstellung, als auch Teil 
des Screenings-, Performance- und Konferenzprogramms sein. Obwohl es dieses 
Jahr keinen transmediale Award geben wird, können Projekte für das Vilém 
Flusser Residency Programme, einem 2-monatigen künstlerischen 
Forschungsaufenthalt, der von der transmediale und der UdK in Berlin 
organisiert wird, berücksichtigt werden.
 
Projekte, die für das Programm berücksichtigt werden, können sich auf folgende 
Schlüsselwörter und Bereiche beziehen:
 
Dissensual aesthetics, hacktivism, operating systems, speculative realisms, 
queer technologies, strange ontologies, displacements, ecologies, psychedelia, 
glitches, spam, media-archaeologies, technological obsolescence, haunted media, 
reverse remediations, the untimely, erotics, ambivalences, tools, law, 
anxieties, confusions, violence, obscurities, junk, addictions, restlessness, 
destructions, attractions, accidents, isolation, punk, surrealisms, 
aggressiveness, the uncommon, frustrations, spiritualities, risks, dubious 
calculations, psychosis, uneven structures, crimes.
 
 
ABLAUF
Einreichen können Künstler, Künstlergruppen und Kollektive sowie bekannte 
Organisationen oder Dritte, die im Namen des Teilnehmers handeln. Es werden 
keinerlei Gebühren für die Einreichung der Arbeiten erhoben. Einreichende 
müssen den Teilnahmebedingungen zustimmen. Unvollständige oder zu spät 
[Einsendeschluss: 31. August 2011 (24:00 CEST / UST+2)] eingereichte Beiträge 
können leider nicht berücksichtigt werden. Teilnehmer müssen sich zunächst auf 
der Webseite registrieren, um das Online-Einreichungsformular benutzen zu 
können. Verwenden Sie nur das Online-Einreichungsformular (zusätzliches 
Material kann per Post oder als Einschreiben gesendet werden, jedoch nur als 
Ergänzung/Vorschau, nicht als Teil der Online-Einreichung. Zugesandte Kopien 
werden nicht zurückgesandt es sei denn auf ausdrücklichen Wunsch und unter 
Beilage von 20 EURO in bar für die Rücksendung). Die Namen der ausgewählten 
Arbeiten werden im Oktober 2011 bekannt gegeben.

• Bitte lesen Sie vor der Einreichung die Einreichungsbestimmungen.

• Die Einreichung erfolgt durch das Onlineformular. Um dies zu tun, müssen Sie 
sich zuerst auf der transmediale Website registrieren, indem Sie ein eigenes 
Benutzerkonto erstellen oder, wenn Sie bereits registriert sind, eingeloggt 
sein.
 
_______________________________________________
Starsky mailing list
[email protected]
http://listen.esel.at/mailman/listinfo/starsky

liste supplied by http://esel.at
Kunst kommt von Kommunizieren.
_______________________________________________

      Safari - Die Mailingliste fuer Kunst und Wien 
http://listen.esel.at/mailman/listinfo/safari

      MAILS SENDEN: mailto:[email protected]

Anmelden: mailto:[email protected]?subject=subscribe
Abmelden: mailto:[email protected]?subject=unsubscribe

Termin RECHTZEITIG für eSeL Mehl & kalender.esel.at eintragen: 
http://esel.at/fuettern

>:e) 

Antwort per Email an