Incubate!
Industrial Sites as Urban Society Laboratories

Termin: Mi 28.09., 19 Uhr
Ort: Urania (mittlerer Saal), Uraniastraße 1, 1010 Wien

Vortrag
Eva de Klerk (Amsterdam)

Podiumsdiskussion

Willi Hejda (Wien)
Vorstand IG Kultur Wien, Initiative Platz da!? Bündnis für Freiräume, 
Stadtgestaltung, Nutzung von Leerständen und mehr! [3]Freiraum und Leerstand IG 
Kultur/Wien
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Eva de Klerk (Amsterdam)
NDSM-Gründerin, Projekt- und Konzeptentwicklerin
http://www.evadeklerk.com?utm_source=derive+Newsletter&utm_campaign=93ecf28a21-derive_bei_Coded_Cultures_9_26_2011&utm_medium=email

Thomas J. Jelinek (Wien)
Künstler, Produzent, Leiter Nomad Theatre und Labfactory
http://labfactory.at?utm_source=derive+Newsletter&utm_campaign=93ecf28a21-derive_bei_Coded_Cultures_9_26_2011&utm_medium=email

Brigitte Jilka (Wien)
Stadtbaudirektorin der Stadt Wien

Lorenz Potocnik (Linz/Wien)
Architekt, Leiter der Initiative "umbauwerkstatt", ein Forschungslabor zur 
Nachnutzung der Tabakfabrik Linz
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Moderation:
Elke Rauth, dérive, Wien
http://www.derive.at?utm_source=derive+Newsletter&utm_campaign=93ecf28a21-derive_bei_Coded_Cultures_9_26_2011&utm_medium=email

Die ökonomische Transformation von der Industrie- zur Wissens- und 
Dienstleistungsgesellschaft hatte nicht nur die Verfrachtung von Arbeitsplätzen 
in sogenannte „Billig-Lohn-Länder“ zur Folge, sondern hat auch das Bild vieler 
Städte verändert. Zahlreiche Industrieanlagen, Häfen, Bahngelände etc. haben 
durch diesen Wandel ihre ursprüngliche Bedeutung verloren und wurden in den 
letzten 2, 3 Jahrzehnten in Wohnsiedlungen, Businessparks und gelegentlich auch 
in Kulturzentren transformiert. Doch nach wie vor bestehen in vielen Städten 
ungenutzte Flächen dieser Art, während gleichzeitig mit der anwachsenden 
Bedeutung der „Creative Industries“ auch der Bedarf an günstigen und 
außergewöhnlichen Räumen für die „Creative Class“ gestiegen ist.

In vielen europäischen Städten wurden Industriebrachen daher von KünstlerInnen 
und AktivistInnen in Werkstätten, Ateliers, Veranstaltungsräume, soziale 
Treffpunkte, Wohnraum oder Forschungslaboratorien verwandelt und damit auch 
Mehrwert für die urbane Gesellschaft geschaffen.

Ein Beispiel für eine erfolgreiche kooperative Entwicklung eines ehemaligen 
Industrieareals ist die NDSM Werft in Amsterdam. Das Projekt wurde 1999 von Eva 
de Klerk initiiert und hat sich mittlerweile als größtes alternatives 
Kulturzentrum der Niederlande etabliert. Eva de Klerk präsentiert in einem 
Impulsvortrag den Werdegang des NDSM-Projekts und seine spezielle 
bottom-up-Entwicklung. Die anschließende Diskussion erläutert mit 
StadtentwicklerInnen, KünstlerInnen und StadtaktivistInnen Potentiale und 
Möglichkeiten solcher unabhängiger und informeller Kultur- und 
Forschungszentren und fragt nach der Notwendigkeit zur Etablierung einer 
solchen Initiative in Wien.

Eine Veranstaltung im Rahmen von coded cultures
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