Montag, 17. Oktober, 19.00 Der Erfolg des Scheiterns Theorie-Salon Wir leben in Ruinen gescheiterter Architektur-Experimente, und die Abwesenheit des einstigen Sinnes der Experimental-Anordnungen lässt uns diese ästhetisch erscheinen: die Idealstädte der Neuzeit genauso wie die "gegliederte und aufgelockerte Stadt" der Moderne oder die Betonpaläste des untergehenden Sowjetreichs. Das Urteil, ob ein Architektur- Experiment gescheitert oder erfolgreich ist, wird allerdings mit einer zeitlich begrenzten Gültigkeit ausgesprochen. Es ist immer möglich, dass die architektonische Hülle eines gescheiterten Experiments im Unterschied zu ihrem früheren Verwendungssinn neu besetzt wird, funktional wie semantisch.
Albert Kirchengast, Architekturtheoretiker, ETH Zürich Akos Moravansky, Architekturtheoretiker, ETH Zürich Andreas Rumpfhuber, Expanded Design In Kooperation mit Expanded Design Dienstag, 18. Oktober, 19.00 Ist Ungarn noch eine Demokratie? Podium Das neue ungarische Mediengesetz ist nur die Spitze des Eisbergs eines grundlegenden politischen Umbildungsprozesses in Ungarn unter der Regierung Orbán. Eine "geistige Erneuerung?, eine "Wiedergeburt der Nation" hat er versprochen, und er scheint seine "revolutionären" Wahlversprechen zu erfüllen: ein neues Kündigungsgesetz für alle staatlichen Bediensteten, die Verabschiedung einer neuen Verfassung, die Beschneidung von Kompetenzen des Verfassungsgerichts zeugen davon. Warum ist die europäische Öffentlichkeit so wenig an den Entwicklungen in einem der EU-Mitgliedsländer interessiert und wieso hat sich in Ungarn selbst bisher keine nennenswerte Oppositionsbewegung formiert? Michael Frank, Korrespondent, Süddeutsche Zeitung Andreas Pribersky, Institut für Politikwissenschaft, Uni Wien Moderation: Thomas Szanto, Philosoph Mittwoch, 19. Oktober, 19.00 Anti_Identität und Handlungsfähigkeit Vortrag Die Möglichkeiten zu selbstbestimmten Handlungen und ein freier Handlungsspielraum werden durch großteils negativ bewertete Identitäts-Bilder, durch Formen von Anti-Identitäten wie zum Beispiel jemand zu sein, "die /der keine Arbeit hat" eingeschränkt. In der Auseinandersetzung mit dem "Problem" Erwerbsarbeitslosigkeit und den Schwierigkeiten von Erwerbs- arbeitslosen-Initiativen stellt sich die Frage nach Identifikationsmöglichkeiten und praktischen Handlungsmöglichkeiten. Ist politische Handlungsfähigkeit trotz mangelnder Anerkennung und einem negativ besetzten Identitäts-Bild möglich? Werner Titelbach, Philosoph, sinnvoll tätig sein Eine Veranstaltung von sinnvoll tätig sein Donnerstag, 20. Oktober, 19.00 Ordnung. Macht. Extremismus!? Buchpräsentation und Diskussion Mit dem Begriff des "Extremismus" werden im wissenschaftlichen sowie im alltagspolitischen Diskurs unterschiedslos sämtliche Formen politischer Devianz bezeichnet und damit zum Gegenstand staatlicher Ordnungspolitik erklärt. Bedingung und Folge dieses Extremismusdenkens ist ein Konzept von Demokratie, das Fragen politischer Partizipation und bestehender Exklusionen ebenso verunmöglicht wie eine Analyse historischer und aktueller entdemokratisierender Tendenzen. Das kürzlich erschienene Buch analysiert die Praxis und Effekte der politischen Semantik "Extremismus" und beleuchtet mögliche Alternativen. Matthias Falter, Autor, Universität Wien Stefan Kausch, Herausgeber, Forum für Kritische Rechtsextremismusforschung Leipzig FKR Anne Mehrer, Herausgeberin, FKR Frank Schubert, Herausgeber, FKR Gregor Wiedemann, Herausgeber, FKR Moderation: Verena Stern, Politologin Forum für Kritische Rechtsextremismusforschung (Hrsg.): Ordnung. Macht. Extremismus. Effekte und Alternativen des Extremismus-Modells, Wiesbaden: Verlag für Sozialwissen-schaften, 2011. Freitag, 21. Oktober, 19.00 Repräsentationsformen von "Dritte Welt Frauen" feminismen diskutieren Mit der Kontextualisierung der entwicklungspolitischen Printmedien im postkolonialen Raum stellt sich auch die Frage welche Frauenbilder über diese Medien transportiert werden. Die Diplomarbeit Repräsentationsformen von "Dritte Welt Frauen" in den entwicklungspolitisch-österreichischen Printmedien stellt die diskursiven Prozesse dar, welche den kolonialen Weißen Blickregimen inhärent sind und macht somit bestimmte Repräsentationen die immer noch unhinterfragt bestehenbleiben, sichtbar. Stephanie Lettner, Sozialwissenschafterin, Wien Respondenz: Stephanie Fürtbauer, Sozialwissenschafterin, Wien Moderation: Sabine Prokop, VfW In Kooperation mit dem Verband feministischer Wissenschafterinnen Depot Breite Gasse 3 A - 1070 Wien Tel: +43 (0)699 1353 7710 E-Mail: [email protected] www.depot.or.at Das Depot wird vom Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur und der Kulturabteilung der Stadt Wien gefördert. _______________________________________________ Depot-news mailing list [email protected] http://mailman.sil.at/mailman/listinfo/depot-news Sollten Sie den Newsletter nicht mehr erhalten wollen, genügt ein E-mail an [email protected]. _______________________________________________ Safari - Die Mailingliste fuer Kunst und Wien http://listen.esel.at/mailman/listinfo/safari MAILS SENDEN: mailto:[email protected] Anmelden: mailto:[email protected]?subject=subscribe Abmelden: mailto:[email protected]?subject=unsubscribe Termin RECHTZEITIG für eSeL Mehl & kalender.esel.at eintragen: http://esel.at/fuettern >:e)
