Wie der Zufall es will, ist ein Aktivist der "Occupiy Vienna" auch
Mitglied in meinem Verein.

Es ist doch die "echte" Occupy Wien Gruppe, die ist aber leider einfach
brustschwach und glaubt, es reicht aus, auf facebook eine Gruppe zu
machen bzw. einen Event einzutragen.

Es schreit geradezu nach einer künstlerischen Intervention, dass die
sogenannte "Zivilgesellschaft" absolut gar nicht auf die Turbulenzen
rund um den Globus und die durchaus beherzten und fundierten Bewegungen
in anderen Ländern reagiert und die paar armen unbedarften Engagierten
in Wien in Stich lässt. Das Wien keine Antwort auf die Internationale
Bewegungen zustande bringt (von wegen Weltstadt Wien mit den zahlreichen
internationalen Organisationen) ist geradezu peinlich, wo doch erstmals
die von Norbert Elias beschworenen WeltbürgerInnen Realität werden könnten.

Die Selbstzerstörung von Franz Hörmann ist unverständlich. Es sollte für
einen Universitätsprofessor ein No-Go sein, eine Kleinpartei ohne
bereits vorhandene Bewegung mitzubegründen. Antisemiten mögen durchaus
sonst "liebe Menschen" sein und sollen ruhig als solche  behandelt
werden (Menschenrechte gelten für alle und die Widersprüchlichkeit von
Menschens scheint keine Grenzen zu kennen), aber wenn ich ein Freund
bin, versuche ich doch den lieben Freund ab und zu einen Anstoss zu
geben, seine verzerrte (politische) Wahrnehmung vielleicht doch zu
hinterfragen...

Erinnert irgendwie an Peter Zellmanns "Mittelstandspartei", ebenfalls
ein künstlerisches Einod. Warum Männer, die es sonst nicht notwendig
haben, in diesem Alter unbedingt Kleinparteien gründen wollen ...

Müssten wir nicht alle mal in einen Kunststreik treten, denn die
Realität ist schon so absurd, dass sie als (Aktions)Kunst zu bezeichnen
ist. Gegen diesen unlauteren Wettbewerb der Realität sollten (wir als)
KünstlerInnen schärfsten Protest einlegen!

LG

Martin

P.S.: Die geradezu inflationäre Ausrufung von internationalen
Protesttagen, noch dazu im Winter, muss ja nicht in jedem Land befolgt
werden, schon gar nicht in Österreich, wo ohne trifftigen Grund im
Winter kein Hund hinter dem Ofen hervorzuholen ist (der/die Österreicher
protestiert ja fast nur bei Schönwetter ;-) ("Schönwetterdemokratie"))

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