Montag, 16. April, 19.00
Marginalisierung und Straßensozialarbeit
Gespräch

Menschen, die "auf der Straße" leben, sind in hohem Maße stigmatisiert  
und zugleich Gegenstand widersprüchlicher politischer Zielsetzungen.  
Einerseits wird ihnen soziale Hilfestellung angeboten, da ihre  
Lebenslagen problematisiert werden, andererseits werden ihre  
Lebenssituationen und -strategien als selbstverschuldet dargestellt  
und damit ausgrenzende Maßnahmen gerechtfertigt. In diesem  
Spannungsfeld von gesellschaftlicher Ein- und Ausschließung ist  
Streetwork in vielfältiger Weise herausgefordert, eigene fachliche  
Prinzipien zu reflektieren.

Elvira Berndt, Gangway e.V., Straßensozialarbeit in Berlin
Marc Diebäcker, FH Campus Wien, kriSo

In Kooperation mit kriSo – Verein kritische Soziale Arbeit



Dienstag, 17. April, 19.00
Etta und ihre Freunde
Filmvorführung und Podiumsdiskussion

"Etta et ses amis" zeigt ein Interview mit einer 92-jährigen  
Kinderbuchautorin und -illustratorin, die sich vor langer Zeit in  
Frankreich eine neue Identität aufgebaut hat. Während die Autorin nur  
über ihre Kinderbücher reden möchte, wird das Gespräch von dem jungen  
israelischen Filmemacher Adrian Ruchwald wiederholt auf die Ebene  
ihrer jüdischen Herkunft gelenkt. Im Spannungsfeld zwischen diesen  
beiden Gesprächspolen stellt sich die Frage nach Motiven des Beharrens  
auf dem einen oder anderen Thema.

Vida Bakondy, Historikerin
Adrian Ruchwald, Filmemacher, Paris
Frank Stern, Institut für Zeitgeschichte, Uni Wien
Samy Teicher, Psychoanalytiker
Moderation: Sara Vorwalder, Institut für Theater-, Film– und  
Medienwissenschaft, Universität Wien

Etta et ses amis, R: Adrian Ruchwald, Anke Zeugner, F 2011, 29 min. OmdtUt

Veranstaltung in englischer Sprache




Mittwoch, 18. April, 19.00
Bruttonationalglück
Vortrag

Als Alternative zum Bruttosozialprodukt gibt es in Bhutans Verfassung  
den Begriff Bruttonationalglück. Dieser Begriff wurde erstmals 1972  
von Jigme Singye Wangchuck, dem damaligen König von Bhutan verwendet,  
um auszudrücken, dass das primäre Ziel politischen Handelns nicht eine  
rasche wirtschaftliche, sondern eine ausgewogene und nachhaltige  
Entwicklung sei. Wie wird dieses Staatsziel umgesetzt?

Petra Bayr, Nationalratsabgeordnete, Sprecherin für globale  
Entwicklung der SPÖ

Eine Veranstaltung vom Netzwerk sinnvoll tätig sein



Donnerstag, 19. April, 19.00
Guerilleros in den kurdischen Bergen
kinokis mikrokino #190

Die Repressionen gegen die kurdische Opposition in der Türkei nehmen  
zu. Je enger die Spielräume für legale politische Arbeit werden, desto  
mehr junge Leute schließen sich der Guerillabewegung an, die seit 1984  
gegen den türkischen Staat kämpft und 1993 eine eigene Frauenarmee  
gegründet hat.

Eine Gruppe junger Guerillero/as durchquert Kurdistan auf dem Weg zu  
ihrem Einsatz in der Türkei. Dabei besuchen sie die Frauenakademie, in  
der auch Männer geschlechtspolitisch geschult werden.
Guerilleros in den kurdischen Bergen, R: Stefano Savona, IQ 2006, 80  
Min. OmdtUt

Ein Spielfilm über die als Märtyrerin verehrte Kommandantin Gülnaz  
Karatas, Guerillaname Bêrîtan, die sich 1992 im Bruderkrieg zwischen  
irakischen und türkischen KurdInnen von einem Felsen stürzte, um nicht  
den Feinden in die Hände zu fallen.
Bêrîtan, R: Halil Uysal, TR 2006, 150 Min. OmdtUt

Nach den Filmen Diskussion mit kurdischen AktivistInnen


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