Montag, 23. April, 19.00 Kunst, Krise, Subversion Buchpräsentation Ob Kunst heute noch subversiv beziehungsweise ein Feld gesellschaftlich-verändernden Handelns sein kann, dieser Frage gehen TheoretikerInnen und KünstlerInnen anhand des Begriffes der Subversion nach. Im neu erschienenen Buch Kunst, Krise, Subversion. Zur Politik der Ästhetik" wird das Verhältnis von Kunst, Politik, Gesellschaft und Ökonomie sichtbar gemacht und nach alternativen Entwürfen gesucht.
Nina Bandi, Philosophin und Politikwissenschafterin, Zürich Michael G. Kraft, Sozialwissenschaftler, Universität Linz Sebastian Lasinger, Soziologe, Universität Linz Bandi, Nina; Kraft, Michael G.; Lasinger, Sebastian (Hg.): Kunst, Krise, Subversion. Zur Politik der Ästhetik. Bielefeld: transcript 2012 Dienstag, 24. April, 19.00 Pavel Stránský Zeitzeugengespräch 1941 wird Pavel Stránský von den Nationalsozialisten als Teil des "2. Aufbaukommandos" in das Ghetto Theresienstadt deportiert und zwei Jahre später weiter in das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau verschleppt, wo er in dem als "Theresienstädter Familienlager" bezeichneten Lagerteil im Kinderblock als Betreuer eingesetzt wird. Im Juli 1944 folgt eine weitere Deportation in das Konzentrationslager Schwarzheide. Von dort kommt er am Ende des Krieges wieder nach Theresienstadt, wo Pavel Stránský schließlich die Befreiung erlebt. Pavel Stránský, Zeitzeuge Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Gedenkdienst und erinnern.at statt Mittwoch, 25. April, 19.00 Feminismus in der biologischen Forschung feminismen diskutieren Die Frauenbewegung des 20. Jahrhunderts betrachtete Biologie vorrangig als Legitimation der Frauenunterdrückung. Gesellschaftskritisch und emanzipativ orientierte BiologInnen haben begonnen, ihre Fachdisziplinen diesbezüglich kritisch zu prüfen. Gleichzeitig hat sich eine moderne Molekularbiologie entwickelt, welche viele Argumente zur Frauenemanzipation beitragen kann. Können feministische Ansätze zu mehr Objektivität in der Biologie beitragen, oder ist Feminismus gar zum notwendigen Werkzeug biologischer Forschung geworden? Margarete Maurer, Philosophin und Mikrobiologin, Universität Innsbruck In Kooperation mit dem Verband feministischer Wissenschafterinnen, dem Rosa Luxemburg-Institut und dem Verein für interdisziplinäre Forschung und Praxis Donnerstag, 26. April, 19.00 Partizipative Bildung im ländlichen Raum Vortrag und Diskussion "Lernende Regionen" und "regionales Bildungsmanagement" sind die aktuellen Leitformeln für Bildungsinitiativen im ländlichen Raum. Traditionelle und alternative Formen lokaler Erwachsenenbildung werden dadurch mit neuen Veränderungsimperativen konfrontiert. Im Rahmen einer kurzen kritischen Entwicklungsgeschichte ländlicher Bildungs- und Kulturarbeit von den 1980er-Jahren bis heute werden aktuelle Chancen und Paradoxien dieses partizipativen Konzepts zur Diskussion gestellt. Ulrich Klemm, Institut für Kompetenzentwicklung und lebenslanges Lernen, Universität Leipzig In Kooperation mit dem Österreichischen Institut für Erwachsenbildung Freitag, 27. April, 9.00 - 18.00 Akteur-Netzwerk-Theorie Workshop VertreterInnen der Akteur-Netzwerk-Theorie haben Diskurse über die Materialität der Dinge, Objekte, Apparate und Körper maßgeblich geprägt und mit Blick auf den Zusammenhang von Kultur, Natur, Semiotik und Technik Fragen zu Grenzziehungen zwischen unterschiedlichen Disziplinen gestellt. Ist beispielsweise das Ozonloch dem Bereich der Kultur oder der Natur zuzuordnen? Bruno Latours Buch "Wir sind nie modern gewesen" widmet sich diesen Problemen. Michael Cuntz, Bauhaus Universität Weimar Beate Ochsner, Universität Konstanz Isabell Otto, Universität Konstanz Gabriele Schabacher, Universität Siegen Moderation: Jörg Türschmann, Andrea Seier, TFM Grundlegende Texte zum Workshop können unter: [email protected] angefordert werden. Eine Veranstaltung vom Institut für Romanistik und dem Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Universität Wien Freitag, 27. April, 20.00 Für eine kritische Poetik des Präsentierens Vortrag Präsentationen haben im späten 20. und 21. Jahrhundert in einer Vielzahl sozialer Bereiche die Funktion, Evidenz zu produzieren. Es geht dabei jedoch nicht nur um das Vorstellen von Arbeitsergebnissen, sondern auch darum, die Präsenz von Leistung zu erzeugen, in der sich eine "Produktion ohne Produkt" als anerkennenswert beweist. Die Präsentation im Kontext politischer Praxis braucht eine kritische Poetik des Präsentierens. Denn es ist zu vermuten, dass politische Mobilisierung zukünftig von Präsentierenden und nicht mehr von Repräsentanten initiiert wird. Kai van Eikels, Kultur-, Literatur-, Theaterwissenschaftler, FU Berlin, Universität Wien Depot Breite Gasse 3 A - 1070 Wien Tel: +43 (0)699 1353 7710 E-Mail: [email protected] www.depot.or.at Das Depot wird vom Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur und der Kulturabteilung der Stadt Wien gefördert. _______________________________________________ Depot-news mailing list [email protected] http://mailman.sil.at/mailman/listinfo/depot-news Sollten Sie den Newsletter nicht mehr erhalten wollen, genügt ein E-mail an [email protected]. _______________________________________________ Safari - Die Mailingliste fuer Kunst und Wien http://listen.esel.at/mailman/listinfo/safari MAILS SENDEN: mailto:[email protected] Anmelden: mailto:[email protected]?subject=subscribe Abmelden: mailto:[email protected]?subject=unsubscribe Termin RECHTZEITIG für eSeL Mehl & kalender.esel.at eintragen: http://esel.at/fuettern >:e)
