_______/ AUFRUF zur MayDay-Parade 012 in Wien

__/ Kulturrat Österreich fordert ein Ende der Politik der sozialen 
Entsicherung.
__/ Her mit dem schönen Leben!

_______/ http://kulturrat.at
_______/ http://mayday-wien.org


MAYDAY! Wien 012 - Parade der Prekären

__/ Treffpunkt: 1. Mai, 14 Uhr, Bruno Kreisky Park (bei U4 
Margaretengürtel, 1050 Wien)
__/ Endpunkt der Parade und Weiterfeiern: Straßenfest in der 
Heinestraße/Mühlfeldgasse (1020 Wien)

Am 1. Mai findet in Wien erneut eine MayDay-Parade statt. Anlässe gibt 
es genug - auch im Feld der Kunst-, Kultur- und Medienschaffenden.

Prekäre soziale Absicherungen bestimmen ebenso wie Mobilitätsbarrieren 
in bzw. nach EUropa seit Jahren den Alltag: Wann kommt das nächste 
bezahlte Projekt? Verdiene ich genug, um meine Aufenthaltspapiere nicht 
zu verlieren? Warum habe ich keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld? Kann 
ich mich wenigstens vor einer Rückforderung durch den 
Künstler*Innensozialversicherungsfonds retten? Wovon zahle ich nächsten 
Monat meine Miete? Wer betreut die Kinder bei der nächsten Lesung, 
Premiere oder Vernissage? Und wann schlägt sich das symbolische Kapital 
endlich auf dem Konto nieder? Die unsichere Zukunft stellt längst nicht 
ein Problem Einzelner dar, sondern ist Teil prekärer Alltagsrealitäten.

Kleine Verbesserungen im Gefüge der sozialen Absicherung hinken 
regelmäßig neuen Anschlägen auf die soziale Lage hinterher. Es ist 
längst an der Zeit für große Schritte:

Für eine Entkopplung von Einkommen und Erwerbsarbeit! Bedingungsloses 
Grundeinkommen für alle! Bleiberecht jetzt! Der Politik der Rechten das 
Wasser abgraben statt beständiges Zuarbeiten!




______/ AUFRUF zur MayDay-Parade 012 in Wien:

?? PREKÄR ARBEITEN ?? PREKÄR LEBEN ??
!! PREKÄR KÄMPFEN !! PREKÄR TANZEN !!

Gestern standen wir noch vor dem Abgrund, heute sind wir schon einen 
Schritt weiter!

Die jährliche MAYDAY-Parade steht vor der Türe. Der 1. Mai wird wieder 
zum Anlass genommen, um lustvoll und gemeinschaftlich die Straßen Wiens 
zu erobern. Prekarisierung wird dabei anhand verschiedener Stationen 
während der Parade thematisiert.

Wir wollen aufzeigen, dass viele verschiedene Menschen in 
unterschiedlichen Lebenslagen von prekären Verhältnissen betroffen sind. 
Dabei steht das Nicht-arbeiten-dürfen von Asylwerbenden neben den 
niedrigen Löhnen von Supermarktarbeiter*innen, den unsicheren 
Werkverträgen von Medien- und Kulturarbeiter*innen. Kritischen 
Projekten, Versuchen der Raumnahme und politischer Bewegung weht einmal 
mehr der raue Wind des rückläufigen Staates entgegen. Fleißig werden 
soziale Rechte abgebaut, wird gekürzt, privatisiert, geräumt, geprügelt, 
abgeschoben und weggesperrt. Durch die sich zuspitzende Krisendynamik 
des Kapitalismus soll Konkurrenz und Neid geschürt werden, um davon 
abzulenken, dass es längst zu viele Menschen, für zu wenig Lohnarbeit 
gibt. So ganz nebenbei steigen die Preise von allem, das mit 
Grundbedürfnissen (Mieten, Energiekosten, Nahrungsmittel) verbunden ist. 
Gleichzeitig macht sich ein Abnehmen sozialer Absicherungen bemerkbar.

Das ist nicht das gute Leben wie wir es uns vorstellen! Lasst uns 
vernetzen, tanzen und träumen. Finden wir Wege und Möglichkeiten, um uns 
zu organisieren. Setzen wir dem Wahnsinn unsere Utopie und praktischen 
Widerstand entgegen.

__/ http://mayday-wien.org
__/ https://www.facebook.com/events/224881807614098




_______/ Erklärung gemäß § 107 TKG

Angesichts einer zunehmend erdrückenden Medienkonzentration leistet der 
nicht-kommerzielle Versand von kulturpolitischen Informationen einen 
wichtigen Beitrag zur Herstellung diskursiver Öffentlichkeiten. Die 
neuen Bestimmungen des Telekommunikationsgesetzes (TKG § 107) bedeuten 
eine diesbezügliche Einschränkung, denn seit 1. März 2006 dürfen 
e-Mail-Zusendungen ausschließlich mit dem Einverständnis der 
EmpfängerInnen zugesendet werden.

Sollten Sie keine weiteren Informationen des Kulturrat Österreich 
beziehen wollen, so ersuchen wir Sie um eine kurze Verständigung.
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