Im Fluss
Dass alles im Fluss sei, wird dem griechischen Philosophen Heraklit
zugeschrieben. Dies bezog sich jedoch auf die konkrete Form der
beobachteten Natur, deren Wesen nicht in starrer Dauer, sondern in der
Dynamik von Werden und Vergehen besteht. Wer heute davon spricht, dass die
Dinge im Fluss seien, meint damit – in der einen oder anderen Weise – die
Effekte einer marktbasierten und Mehrwert produzierenden Ökonomie, die
sich in alle gesellschaftlichen Formen eingeschrieben hat.

Im Boot
In den Fluss geworfen finden wir unser Leben wieder in den fließenden
Formen und flüssigen Hierarchien der Arbeitswelt, einem nie endenden Strom
an Arbeit und Pflicht. Hier verschwimmen die Grenzen von Arbeit und
Freizeit, ebenso wie jene von freiem Willen und Befehl, von Eigen- und
Fremdinteresse. Dies ist der Fluss, der uns alle mit sich gerissen hat und
den jede Flussmetaphorik – gewollt oder ungewollt – zitiert.

Auf dem Floß
Wir wollen das Bild vom Boot gemeinsam mit interessierten Menschen aus dem
Mostviertel ernst nehmen und mit ihnen zusammen lernen, was es eigentlich
bedeutet. Es gehört zum Wesen und der Wirkweise solcher Metaphern, dass
sie in ihrer Bedeutung selbst flüssig scheinen.

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22. Juni ab 19:30 Uhr Symposium Ins Boot geholt ...
Café Zum Kuckuck, Linzerstraße 1, 3300 Amstetten

Frank Apunkt Schneider
Ins Boot geholt…!
Warum wir uns alle wie Boatpeople fühlen

Das Boot ist eine Schlüsselmetapher der Kontrollgesellschaft, die für
vieles herhalten muss: für menschenverachtende Asylpolitik („Das Boot ist
voll“) oder für die Neudefinition der Arbeitswelt, in der uns jemand, wenn
wir viel Glück haben, „ins Boot holt“. In ihm wird das Leben zum
Überlebenstrip in jener schweren See, als die wir die spätkapitalistische
Krisen erleben: Wir müssen uns mächtig ins Zeug legen, um nicht mit ihm
unterzugehen …


Roland Gratzer
Piraten die Erfinder des Sozialstaates

Die Geschichte der Piraterie ist voll von Legenden und Mythen und fast
alle davon sind wahr.


Franz Ablinger
Flößerei und Holztransport auf Wasserwegen
Verlorene Hochtechnologien im alpenländischen Raum

Prosperität und Lebenskomfort in den Städten waren wesentlich geschaffen
durch die technologischen Möglichkeiten des Transports von
Verbrauchsgütern wie beispielsweise Holz. Der Wasserweg war ein
natürliches Transportmittel. Das Wissen um die Technik von Schwemmkanälen
wurde mit dem Aufkommen des Ölzeitalters obsolet und ist daher weitgehend
in Vergessenheit geraten. Der Vortrag beleuchtet den Transport auf alten
Wasserwegen vor allem aus technologischer Sicht, streift kurz das Werk des
"Wasserrebellen" Viktor Schauberger, lässt aber auch die Lebensumstände
der damaligen Hochtechnologiearbeiter nicht ausser Acht.

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23. Juni ab 14 Uhr Beschiffung der Ybbs auf der Spur alter Floßfahrtswege

14:00 Uhr: Treffpunkt im Café zum Kuckuck, Linzerstraße 1, 3300 Amstetten.
Direktkontakt: +43 650 20 49 451 (Günther), +43 676 558 68 03 (Franky)
Schlauchboote, LKW-Schläuche, sonstige schwimmfähige Dinge und Badezeug
mitbringen!
14:30 Uhr: Autokonvoi nach Amstetten-Ulmerfeld, Josef-Hiebl-Straße 15,
altes Ybbskraftwerk.
Anschliessend: Wassern der Boote.
15:00 Uhr: Gemeinsame Befahrung der Ybbs bis Greinsfurth (ca. 3km, 45 min.)
16:00 Uhr: Anlandung am öffentlichen Badeplatz Greinsfurth, Ybbsstraße.
Natürlich besteht dort Bademöglichkeit. Parkplätze vorhanden.

Infos zur genauen Location der Bootsfahrt:

http://www.monochrom.at/boot/monochrom--ins-boot-geholt--ybbs-amstetten.pdf
https://maps.google.com/maps/ms?msid=213079255561111098354.0004c20cac39b88f7f64d&msa=0&ie=UTF8&t=m&source=embed&ll=48.105597,14.840813&spn=0.08024,0.145912&z=12


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