Montag, 1. Oktober, 19.00
Occupy auf Europäisch
Time to Talk

Im Herbst 2011 schien es für einen Moment, als wäre Occupy die  
Bewegung, die sich nach den USA auch in ganz Europa durchsetzt. Um  
Occupy wurde es wieder ruhig. Aber in Europa gibt es eine lange  
Tradition erfolgreicher Besetzungen, von Häusern, Universitäten,  
Stadtvierteln und Plätzen. Das Gängeviertel in Hamburg und ¡Democracia  
Real YA! in Spanien sind zwei Beispiele dafür.

Robert Foltin, Aktivist und Autor, Wien
Aitor Tinoco I Girona, ¡Democracia Real YA!, Barcelona
Marion Walter, Das Gängeviertel, Hamburg
Moderation: Christoph Virgl, Protestforscher

Part of the "Crisis in Europe" debate series, organized by the  
European Network of Houses for Debate Time to Talk, with the support  
of the Open Society Institute.



Dienstag, 2. Oktober, 19.00
Bach in the City
Gespräch und Diskussion

"Baches" sind in Neuseeland einfache, von EigentümerInnen traditionell  
aus gefundenem und geschenktem Material gebaute Ferienhäuser. Mit dem  
Projekt Bach in the City wurde in Ottakring der Gedanke des "Bach" im  
öffentlichen Raum erprobt: Die Architektur sollte spontan entstehen  
und zeigen, wie mit scheinbar wertlosen Gegenständen improvisiert  
werden kann. AnrainerInnen und Interessierte waren eingeladen  
mitzubauen. Aus der unmittelbaren Erfahrung stellt sich die Frage, was  
eine Akupunktur-Intervention im urbanen Raum bieten und bewirken kann.

Walter Klasz, Architekt
Veronika Kotradyova, Fakultät für Architektur, TU Bratislava
Paul Woodruffe, Unitec Auckland, Neuseeland
Moderation: Thomas Stini, Architekt

Gespräch in englischer Sprache

Eine Veranstaltung von Soho in Ottakring im Rahmen von CULBURB –  
Cultural Acupuncture Treatment for Suburbs



Mittwoch, 3. Oktober, 19.00
Mapping Mobilities 1
Präsentation und Diskussion

Die Reihe Mapping Mobilities widmet sich Referenzprojekten zu  
unterschiedlichen Theorien und Methoden künstlerischwissenschaftlichen  
Forschens über "Kartographien" transnationaler Mobilität und  
Migration. In Sahara Chronicle übersetzt Ursula Biemann subversive  
Praxen illegalisierter MigrantInnen entlang ihrer Routen durch die  
Westsahara zu einem Videoessay der Gegengeografien. Zinganel /  
Hieslmair untersuchen Netzwerkknoten an Europäischen  
Verkehrskorridoren, an denen AkteurInnen mit unterschiedlichsten Motiven
Routinen und Rituale entwickeln, sich in ihrer multilokalen Existenz  
einrichten.

Ursula Biemann, Künstlerin, Theoretikerin und Kuratorin, Zürich
Michael Zinganel und Michael Hieslmair, Künstler,  
Architekturtheoretiker, Kuratoren, Wien

In Kooperation mit der Kunsthalle Exnergasse und Tracing Spaces,  
Institut für künstlerische und wissenschaftliche Forschung



Donnerstag, 4. Oktober, 19.00
New Metropolitan Mainstream
Präsentation

Wie in vielen anderen Städten wird auch in Wien die Rolle von  
tandortwettbewerb betont, werden bauliche Großprojekte gefördert und  
innerstädtische Räume für Konsum, "gehobenes Wohnen" und  
Immobilienspekulation erschlossen, werden sozialräumliche Konflikte  
zunehmend auch mit sicherheitspolitischen anstelle von  
sozialpolitischen Maßnahmen bearbeitet. Und nicht erst seit der  
jüngsten Krise sind zunehmende Verdrängungsprozesse, wachsende  
Wohnungsnot und sozialräumliche Polarisierung sowie die Präkarisierung  
von städtischen Lebensverhältnissen beobachtbar.

Britta Grell, INURA Berlin, wzb Berlin
Philipp Klaus, INURA Zürich, ETH Zürich
Bettina Köhler, INURA Wien, Universität Wien

Eine Veranstaltung vom International Network for Urban Reserch and  
Action INURA Wien



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und der Kulturabteilung der Stadt Wien gefördert.





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